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Der ASV hat die große Chance verpasst, der SG Leutershausen die erste Heimniederlage der Saison beizufügen und unterlag am Mittwochabend mit 24:21. Nach einer überragenden ersten Halbzeit, in der SG-Coach Marc Nagel "einen Klassenunterschied" ausmachte, lagen die Westfalen mit 10:13 in Führung.

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Am 10. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga hat der TUSEM Essen eine weitere Niederlage kassiert. Beim ThSV Eisenach unterlag die Mannschaft von Trainer Stephan Krebietke mit 25:27 (12:13). Der TUSEM steht damit vorerst auf dem 15. Tabellenplatz.

Mit viel Hoffnung fuhren die Essener am Mittwoch nach Thüringen, doch die ersten Minuten der Partie gehörten klar den Gastgebern. Der Bundesliga-Absteiger begann schwungvoll und stark, führte somit schon nach fünf Minuten mit 4:0. Der TUSEM vergab bis zu diesem Zeitpunkt gute Chancen, hatte aber auch große Probleme gegen die Hintermannschaft des ThSV, die die Gäste weit vom eigenen Tor weg hielten. Simon Keller erlöste seine Mitspieler und traf nach acht Minuten zum ersten Mal für die Mannschaft von der Margarethenhöhe. Allmählich kam der TUSEM besser ins Spiel. Auf Seiten der Hausherren wurden die Abschlüsse und Zuspiele hingegen etwas unsauberer, weshalb der Vorsprung geringer wurde. Durch Treffer vom wieder genesenen Jonas Ellwanger und von Noah Beyer, sowie durch einige Paraden von Torhüter Sebastian Bliß verkürzten die Gäste auf 4:7 (14.). Und für das Krebietke-Team kam es kurz darauf sogar noch besser: Plötzlich stand es 7:7 (17.). Die 5:1-Abwehr hatte nun mehr Zugriff, was Eisenach vor mehr Probleme stellte. Es entwickelte sich eine offene Begegnung, bis zur Pause wechselte die Führung. Nachdem Kapitän Michael Hegemann den TUSEM zum ersten Mal in Front gebracht hatte (10:9, 22.), drehten die Gastgeber das Ergebnis kurz vor der Halbzeitsirene doch noch. Zwei gute Chancen nach Tempogegenstößen ließen die Essener liegen, was der ThSV humorlos bestrafte.

Erfreulich war das Comeback von Torhüter Carlos Donderis Vegas, der nach seinem Kreuzbandriss erstmals wieder zum Einsatz kam. Sieben Monate musste der Spanier pausieren, nun konnte er wieder erste Spielpraxis sammeln.

Erneut Hegemann und Ellwanger waren es, die den zweiten Durchgang mit ihren Toren eröffneten. Der TUSEM führte somit wieder und schien auch in den folgenden Minuten auf der richtigen Spur zu sein. Über 16:13 (35.) führte er mit 19:16 (38.). Aber die Thüringer blieben dran, vor allem durch die beiden starken Tomas Urban und Matthias Gerlich, die jeweils acht Treffer beisteuerten. Die Essener erwischten in der Folge eine schwache Phase, in der die Gastgeber immer besser wurden. Zwar ließ die Hintermannschaft des TUSEM, die wieder in einer 5:1-Deckung spielte, nicht viel zu, doch in der Offensive fehlte die Präzision. Entweder war der Pfosten oder einer der beiden Torhüter im Weg. Zu Beginn der Schlussphase waren die Hausherren wieder in Führung (24:22, 52.). Dennoch blieb die Partie offen. Die Essener fingen sich langsam wieder und erhöhten das Risiko. Allerdings änderte es nicht viel daran, dass am Ende das eine oder andere Tor fehlte. Bezeichnend war eine Szene in der 59. Spielminute: Nachdem Donderis Vegas einen Wurf der Thüringer entschärfen konnte, wurde im Gegenzug eine Chance liegengelassen. Anstelle des Anschlusstreffers fing sich der TUSEM das entscheidende Gegentor. So setzte sich Eisenach auf zwei Tore ab (27:25, 59.), was zugleich die Entscheidung bedeutete.

„Wir haben ein gutes Spiel gemacht, muss man sagen. In einer der hitzigsten Atmosphären, die ich überhaupt im Handball kenne, war es insgesamt ganz ordentlich von uns. Wir haben uns am Anfang schwer getan und waren etwas nervös. Dann hat die Abwehr aber überragend gestanden und wir haben super umgeschaltet. Kurz nach der Halbzeit haben wir gut Druck ausgeübt, aber dann kamen wir leider in eine Phase, in der wir die Dinger nicht reingemacht haben. Das kann passieren, aber es darf nicht so geballt kommen. Am Ende hat uns dann die Luft und Konzentration gefehlt. Wir können in vielen Bereichen auf diese Leistung aufbauen, aber wir müssen im stehenden Angriff noch besser werden. Auch dafür wollen wir jetzt die Ligapause nutzen", sagte TUSEM-Trainer Stephan Krebietke nach der Partie.

Für den TUSEM steht in der Liga nun eine zweiwöchige Pause an, ehe es mit einem Heimspiel gegen den TV Hüttenberg weiter geht. Anwurf in der Sporthalle „Am Hallo" ist am Freitag, den 11.November 2016 um 19:30 Uhr.

ThSV Eisenach - TUSEM Essen 27:25 (13:12)

Eisenach: Gorobtschuk, Redwitz; Iffert, Wöhler (3), Luther, Gerlich (8), Miljak (3), Schliedermann (2), Urban (8/5), Richardt, Seifert, Niemeyer (3).

TUSEM: Bliß, Donderis Vegas; Beyer (5/2), J.Ellwanger (3), Keller (3), Witzke (2), Hegemann (4/1), Roosna, Kintrup (3), Käsler, Seidel (1), Mürköster (4).

Siebenmeter: 5/5 - 4/3. Zeitstrafen: 3 - 4.

Schiedsrichter: Hartmann/Schneider.

Zuschauer: 1545.

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Riesen-Kampfspiel in der Arena Stadtgartenhalle beim 26:26 (12:13)-Unentschieden zwischen der HG Saarlouis und dem Erstliga-Absteiger und Meisterschafts-Favoriten TuS N-Lübbecke. 1260 Fans feierten den Punkt am Ende wie einen Sieg.

Wieder herausragend bei den Gastgebern Torhüter Darius Jonczyk, der die entscheidenden Bälle und sein Team immer wieder im Spiel hielt. Auch wenn er sich kurz vor Ende den Finger auskugelte und trotzdem die letzten drei Minuten wieder auf der Platte stand.

Diese brachte Darek nach dem Spiel auch ein dickes Lob von seinem Trainer ein, der die Leidenschaft und die große Disziplin seiner Jungs betonte und sich diebisch über den ersten Punkt, den er gegen seinen Freund Aaron Zierke gewonnen habe, freute. Der Coach der Gäste sparte auch nicht mir Komplimenten für den Gastgeber: Saarlouis habe sich diesen Punkt absolut verdient und super erkämpft. Schließlich gratulierten sich beide Trainer grinsend zum jeweils gewonnen Punkt.

„Konstanz war die Kür, Lübbecke die Pflicht“, so hatte es Jörg Bohrmann vor der Partie als Losung ausgegeben und seine Jungs setzten das am Samstagabend ohne Wenn und Aber um. Von Anfang an wurde auf beiden Seiten in der Defensive intensiv gefightet. Trotzdem führten die Gastgeber nach 9 Minuten 3:1 und die Saarlouiser Fans wurden nach und nach immer lauter. Doch Lübbecke war nach einer Viertelstunde vor allem durch die Treffer von Pontus Zettermann im Spiel angekommen, hatte sich sogar die erste Führung (4:5, 14.) ergattert, die HGS-Vorkämpfer Peter Walz nach tollem Anspiel von Jerome Müller postwendend ausgleichen konnte. Kurz darauf – Jerome Müller hatte seine Farben wieder in Front gebracht (6:5) – scheiterte der Junioren-Nationalspieler allerdings mit einem Siebenmeter an Nikola Blazicko. Auf der anderen Seite hatte Zettermann keine Mühe seinerseits per Siebenmeter wieder auszugleichen. Und es blieb eng. Als Michael Schulz nach einem langen Pass von Philipp Leist zur 12:11-Führung für die Gastgeber einnetzte, standen die Fans in der Arena zum ersten Mal an diesem Abend, doch das Team von Jörg Bohrmann verpasste es gleich doppelt mit einer eigenen Führung in die Kabine zu gehen, während Lübbecke eiskalt in den letzten eineinhalb Minuten noch zwei Mal traf und verdient mit einer Führung (12:13) in die Pause ging.

Ziemlich genau 3 Minuten lief Halbzeit 2, als HGS-Kapitän Jonas Faulenbach wieder für den 13:13-Ausgleich sorgte. Doch dann kam das, was TuS-Coach Zierke im Trainergespräch nicht so glücklich gemacht hatte: Seine Jungs erhöhten auf 13:15 (35.), aber weiter weg kamen sie nicht. Im Gegenteil. Saarlouis arbeitete sich wieder ran, egalisierte das Ergebnis nach einem Siebenmeter von Lars Weissgerber zum 15:15. Und dieses Spielchen wiederholte sich bis zur 42. Minute, wobei Jerome Müller nach 2 Toren Rückstand mit einem Hammer-Wurf unter die Latte das Ergebnis auf 18:18 stellte und schließlich „Whity“ Weissgerber die Gastgeber mit dem nächsten Siebener wieder 19:18 in Front brachte. Es gelang dem Meisterschaftsfavoriten einfach nicht, sich entscheidend abzusetzen. Die Bohrmann-Jungs hatten immer wieder die passende Antwort. Bis drei Minuten vor dem Ende blieb das Spiel auf Messers Schneide. Die Halle stand schon wieder und weckte damit bei ihrem Team die letzten Kräfte. Peter Walz netzt zum 25:25, Bechtloff bringt Lübbecke wieder in Front. Die Entscheidung dann 17 Sekunden vor Schluss: Vom Block der Lübbecker prallt der Ball direkt in die Hände von Lars Weissgerber und der versenkt das Leder von rechts aussen sicher zum 26:26. In den Schluss-Sekunden schafft es Lübbecke trotz vorheriger Auszeit nicht mehr, sich in gute Schussposition zu bringen. Der letzte Freiwurf nach 60 Minuten verpufft.

Saarlouis feiert diesen Punkt, wie einen Sieg und die Jungs von Jörg Bohrmann haben sich das redlich verdient und erarbeitet. Kurz: Wiedergutmachung geglückt – das sagten später auch völlig zufriedene Fans.

PM HG Saarlouis

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stocker matthias konstanz peter pisa kopieWas für eine verrückte Partie an der Nordsee: da führte die HSG Konstanz beim Wilhelmshavener HV bereits mit neun Toren (23:14, 41.) und musste dennoch bis zur letzten Sekunde um den 27:26-Sieg zittern.

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Tim Jud (siehe Foto), Schweizer Mittelmann der HSG Konstanz, spricht nach dem nervenaufreibenden 27:26 (18:11)-Auswärtssieg der HSG Konstanz beim Wilhelmshavener HV mit Pressesprecher Andreas Joas. Eine emotionale Schlussphase, die Trotzreaktion seiner Mannschaft nach der Heimniederlage gegen Saarlouis und die Herausforderung als junger Spielgestalter in derart turbulenten Spielen.

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach 42 Minuten bereits mit neun Toren in Führung, zwei Minuten vor dem Ende aber steht es Unentschieden. Was geht da in einem vor und was passiert in einem Spieler, wenn es dann doch noch mit dem Sieg klappt?

Ich bin nur noch glücklich, solche Momente sind einfach nur schön, das muss man genießen und wird lange in Erinnerung bleiben. Da fällt die ganze Spannung ab. Es ist am Ende zwar schon noch einmal ungemein eng geworden. Trotzdem habe ich nie daran gezweifelt, dass wir uns hier die zwei Punkte holen. Nach der tollen ersten Halbzeit durften wir uns auch schlicht nicht mehr um den Sieg bringen lassen. Wir haben ein weiteres Mal, wie schon in der letzten Saison, gezeigt: Wir haben die Nervenstärke, auch solch knappen Spiele gewinnen zu können.

Überrascht es Dich nicht ein wenig, dass es im Vergleich des ältesten Teams der Liga mit einem der jüngsten in einer solchen Phase die Jungen sind, die die Nerven behalten und sich am Ende doch noch belohnen können?

Ja, eigentlich ist so etwas nicht möglich und normalerweise sollte es genau umgekehrt sein. Vielleicht ist es aber auch die Unbekümmertheit, die wir am Ende haben, während Wilhelmshaven den Druck hatte, das Spiel gewinnen zu müssen. Dennoch, die Halle kam noch einmal richtig – vieles hat hier tatsächlich für den WHV gesprochen. Dass wir kühlen Kopf bewahren, zeichnet uns umso mehr aus, das haben wir uns aus der letzten Saison beibehalten. Selbst gestandene Zweitligamannschaften können hier noch mit ein, zwei Toren verlieren, wenn Wilhelmshaven ins Rollen kommt – aber wir haben es zurzeit in uns, dieses Winner-Gen. Das war vielleicht der entscheidende Faktor am Schluss.

Fast neun Minuten ohne eigenes Tor. Was läuft da in einem Mittelmann ab, wenn über eine solch lange Zeitspanne keine Idee mehr funktionieren will?

Der Kopf arbeitet natürlich und man versucht, sich Spielzüge bereitzulegen, die wieder gut gelingen können. Man fragt sich, was in der ersten Halbzeit gut geklappt hat und was man vielleicht noch einmal machen könnte. Die Umstellung auf die 5:1- und 3:2:1-Abwehr war schwierig für uns. Wir mussten uns neu einstellen und orientieren. Man muss hier Ruhe ausstrahlen, kühlen Kopf bewahren und zusammen mit dem Trainer die richtigen Spielzüge finden. Der Spielzug ist das eine, letztlich ist es aber jeder Einzelne, der die richtige Entscheidung in seiner Situation treffen muss.

Nachdem vor einer Woche gegen Saarlouis kaum etwas zusammenlaufen wollte heute diese Trotzreaktion. Wie und warum hat die HSG Konstanz in den ersten 40 Minuten heute wieder ein komplett anderes Gesicht zeigen können?

Das ist so schwer zu beantworten, wenn es wieder so gut läuft. Wir sind uns der Lage bewusst gewesen und dass wir eine Reaktion zeigen müssen. Das ist uns super geglückt. In meinen Augen war die erste Halbzeit mit das Beste, was wir bislang überhaupt gespielt haben. Entscheidend war, dass wir in der Abwehr sehr gut gestanden sind und dadurch einfache Tore über die erste und zweite Welle erzielen konnten. Dazu pariert Konstantin vier, fünf freie Bälle und gibt uns damit weiter Auftrieb. So hat eins zum anderen geführt und man kann hier wirklich von einem Flow sprechen, wo dann einfach alles passt. Das war schon echt gut. Wir wissen, dass wir ohne unsere Fans im Rücken selbst ein wenig Stimmung machen und uns selbst pushen müssen. Nach unserem guten Start in das Spiel hat sich dies heute alles ein wenig verselbstständigt, dass wir alle zusammenstehen und füreinander kämpfen. Das müssen wir uns beibehalten, damit es so weitergeht.

Fragen: Andreas Joas

Die Trainerstimme:
HSG-Cheftrainer Daniel Eblen zum Krimi mit Happy End an der Nordsee:

„Ich bin jetzt überglücklich, dass das heute funktioniert hat aber auch extrem geschafft. Ich bin stolz auf die Jungs, dass die hier einen Coup gelandet haben. Wir haben uns nach den taktischen Umstellungen des Gegners schwer getan, dazu war das heute mental gar nicht so einfach. Erst die hohe Führung, dann das Gefühl bloß nichts zu verspielen. Als wir ins Wanken gekommen sind, haben vielleicht auch ein bisschen die klare Linie und der Mut gefehlt beziehungsweise er war ungleich in der Mannschaft verteilt. Die Entscheidungen waren nicht mehr gut, aber so ein Gegner wird immer noch ein Mittel finden, uns vor neue Aufgaben zu stellen. Das haben sie auch gemacht. Diese Probe haben wir schlussendlich jedoch bestanden. Die erste Halbzeit mit einer super Abwehr- und Torhüterleistung, schnellem Spiel nach vorne und gutem Zusammenarbeiten war schon fast das perfekte Spiel. Wir mussten am Ende hart für jedes Tor arbeiten, während Wilhelmshaven durch unsere Fehler schnell zu vielen einfachen Toren gekommen ist. Ich freue mich über diese Reaktion der Mannschaft, eine tolle Sache.“

Foto: Peter Pisa

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pfannenschmidt niels hamm asvEs dauerte einige Augenblicke, ehe die Spieler des ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend so recht begreifen konnten, was in den 60 Spielminuten zuvor im Duell gegen Aufsteiger Dessau-Roßlauer HV in der WESTPRESS arena geschehen war.

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