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Fast auf den Tag genau ein halbes Jahr ist es her. Am 13. Mai 2017 konnte das Eintracht-Team in der Enervie-Arena in Hagen mit einem Sieg im Relegationsspiel gegen den TSB Heilbronn-Horkheim den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga perfekt machen.

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Der EHV verlor vor 1450 Zuschauern das wichtige Duell gegen die Rhein Vikings klar mit 19:26 (11:9). Einziger Lichtblick war Eric Meinhardt. 20 Minuten waren gespielt, Aue führte 8:7, als Meinhardt unter frenetischem Jubel das Parkett betrat.

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Foto: sportfotoseisenach

Es wurde nichts mit der Trendwende! Eine Woche nach dem 32:27-Erfolg beim HC Rhein Vikings unterlag der ThSV Eisenach in einem stimmungsvollen thüringisch-fränkischen Derby dem ohne einige verletzungsbedingt fehlende Stammkräfte angereisten HSC Coburg mit 27:29 (13:16). Vor einer Woche wurden die Franken in heimischer Halle, beim 22:28 gegen den ASV Hamm-Westfalen vom eigenen Anhang ausgepfiffen, jetzt jubelte das Team mit 200 mitgereisten Fans. Im 6. Heimspiel setzte es die 6. Heimniederlage für die eigentlich so heimstarken Wartburgstädter. Einst wurde die Werner-Aßmann-Halle gefürchtet, inzwischen reisen Gäste frohgelaunt an und ab. Nach 12 Spieltagen steckt der ThSV Eisenach mit gerade einmal 4 Punkten im Tabellenkeller fest, belegt einen Abstiegsplatz.

Die erwartungs- und hoffnungsvolle blau-weiße Anhängerschaft glaubte sich in der Anfangsphase im falschen Film. Nach nicht einmal 7 Spielminuten leuchtete ein 0:6 auf der Anzeigetafel. Die Hausherren, ohne den verletzten Kreisspieler Marcel Niemeyer, servierten den Gästen regelrecht das Leder zum Kontern. „Wir hatten eigentlich vor der 5:1-Abwehr der Eisenacher Respekt“, bekannte Jan Gorr, der Coach der Franken. Doch gerade die bot seinen Schützlingen reichlich Räume. Die Eisenacher bekamen keinen Zugriff. Und wenn, dann so ungeschickt, dass es eine Zeitstrafe setzte. Nach dem 0:6 stellte der ThSV Eisenach auf eine 6:0-Abwehr inklusive eines Torhüterwechsels um. Mit Erfolg! „Nun kamen wir endlich in die Zweikämpfe“, bekannte ThSV-Coach Christoph Jauernik. Torhüter Jan-Steffen Redwitz blieb im Siebenmeterduell mit Coburgs Top-Torjäger Florian Billek Sieger (15.). Matthias Gerlich, der ehemalige Coburger im Trikot der Eisenacher, kam auf das Parkett und nährte mit seinen Treffern die Hoffnung der Blau-Weißen auf Parkett und Rängen. Die linke Angriffsseite mit Matthias Gerlich und Adrian Wöhler sorgte für enorme Torgefahr. Doch zunächst antworteten die Gäste umgehend (5:10, 15.; 7:12, 20., jeweils durch Florian Bilek). Den Eisenachern gelangen in der Folge auch Ballgewinne. Matthias Gerlich stibitzte sich das Leder und vollendete selbst, hämmerte aber auch aus dem Rückraum ein. Eine nicht leicht zu kontrollierende Steilvorlage von Keeper Jan-Steffen Redwitz verwertete Adrian Wöhler zum 11:12-Anschlußtreffer (25.). Doch wie gewonnen, so zerronnen. Der HSC Coburg, nun mit dem ehemaligen Eisenacher Till Riehn auf der mittleren Aufbauposition, nutzte Patzer der Hausherren zum 11:14 (Sebastian Weber, 27.) und 11:15 (Lukas Wucherpfennig, 27.). Alexander Saul scheiterte im Siebenmeterduell (28.). Matthias Gerlich machte es von gleicher Stelle, nach Regelwidrigkeit an Justin Mürköster, besser und netzte zum 13:16-Halbzeitstand ein.

„Die zweite Halbzeit war ein offener Schlagabtausch, gekennzeichnet von Kampf und Leidenschaft auf beiden Seiten“, konstatierte Jan Gorr. Die Eisenacher betrauten Ibai Meoki mit der Rolle des Spielgestalters, um die spielerische Komponente zu erhöhen. Sehenswerte Spielzüge zur Kreismitte, zu Justin Mürköster, ließen die Coburger Abwehr alt aussehen. Auf Vorlage von Kapitän Daniel Luther traf Justin Mürköster, wohl der beste Eisenacher an diesem Tag, zum 16:18 (35.). Mehrere Anläufe zum Anschlusstreffer blieben ohne Torerfolg. ThSV-Keeper Jan-Steffen Redwitz wehrte (schmerzhaft) per Kopf ab (40.). Kurz darauf versenkte Rechtsaußen Willy Weyhrauch zum 18:19 (40.). Und wieder war es der Ex-Coburger Matthias Gerlich, der die Eisenacher hoffen ließ, nach einem an ihm selbst verwirkten Siebenmeter zum 21:21 ausglich (45.). Kurz darauf die wohl den Spielausgang maßgeblich beeinflussende Szene: Die Referees mit fränkischem Herz, Thomas Kern und Thorsten Kuschel, verhängten gegen Matthias Gerlich eine heftig umstrittene Zeitstrafe. Es war die dritte für den Eisenacher Rückraumkanonier und damit dessen vorzeitiges Aus. Das spielte den Coburgern in die Karten. „Sicherlich eine Hypothek, doch auch wir hatten Ausfälle, allerdings verletzungsbedingt“, befand ehrlich Jan Gorr. Die Eisenacher erarbeiteten sich ihre Torchancen mit viel Aufwand über den Kreis. Daniel Luther übernahm Verantwortung von der Siebenmeterlinie. Beim HSC Coburg bewies der ehemalige Eisenacher Till Riehn Nervenstärke. Er trat fünf Mal an die Siebenmeterlinie und versenkte fünf Mal. „Ich hatte ja schon im Vorfeld die Vielseitigkeit und die wichtige Rolle von Till Riehn unterstrichen“, freute sich Jan Gorr über seinen 31-jährigen Kapitän. Es blieb eine Partie auf des Messers Schneide. Stefan Lex unterstrich auf Coburger Seite seine Fernwurf-Qualitäten. Sieben Mal schafften die Wartburgstädter den Ausgleich. Sie holten alle Körner aus sich heraus, ließen sich von weiteren fragwürdigen Schiedsrichterpfiffen nicht entmutigen. Justin Mürköster schloss einen der sehenswerten Angriffe zum Kreis mit dem 27:27 ab (56.). Tobias Varvne tankte sich zum 27:28 durch (57.). Kurz darauf scheitere der bis dahin so treffsichere Adrian Wöhler an Gäste-Schlussmann Oliver Krechel. Beim zweiten Versuch zum Ausgleichstreffer, blieb ein Luther-Ball in der Coburger Abwehr hängen. Tobias Varvne klärte nach einer Coburger Auszeit mit seinem Treffer zum 27:29 die Punktevergabe. „Zum Schluss entschieden Kleinigkeiten“, betonte Jan Gorr.

Für beide Teams folgt Teil 2 des Doppelspieltages. Der HSC Coburg geht gut gelaunt in das Heimspiel gegen die HSG Konstanz, der ThSV Eisenach reist mit einer Niederlage im Gepäck nach Dresden, zum HC Elbflorenz (beide Spiele am Sonntag um 17.00 Uhr

ThSV Eisenach: Gorobtschuk (1 – 14. u. 1 Siebenmeter/ 1 Parade, 10 Gegentore), Redwitz (14.-60., / 8 Paraden – 19 Gegentore); Iffert, Wöhler (7); Meoki (1), Luther (3/2), Gerlich (7/3), Schliedermann, Richardt, Baur, Streckhardt, Popa, Mürköster (4), Miljak (1), Weyhrauch (2),Saul (2)

HSC Coburg: Krechel (27 Gegentore/ 10 Paraden), Foluszny (1 Siebenmeter/ O Paraden); Hagelein, Wucherpfennig (1), Spross, Kelm, Weber (3), Lex (6), Kellner, Bilek (6/1), Riehn (6/5), Knauer, Varvne (4), Kirveliavicius (3)

Siebenmeter:

ThSV Eisenach: 3/2 – Saul scheitert an Krechel, Gerlich verwandelt 3 gegen Krechel, Luther verwandelt 1 x gegen Foluszny und 1 x gegen Krechel

HSC Coburg: 8/6 - Bilek verwandelt 1 x gegen Redwitz und scheitert 2 x an Redwitz, Riehn verwandelt 4 x gegen Redwitz u. 1 x gegen Gorobtschuk

Zeitstrafen: ThSV Eisenach 4 x 2 Min. (3 x 2 Min. Gerlich und Rot 46., Schliedermann 2 Min.)

                    HSC Coburg 2 x 2 Min. (Hagelin, Kirveliavicius je 2 Min.)

 Schiedsrichter; Kern/Kuschel

 Zuschauer: 1.812

Foto: Wahrscheinlich die spielentwscheidende Szene: Heftig umstrittene 3. Zeitstrafe und Rot für Matze Gerlich

 

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Foto: Verein

Erneut in Torlaune hat sich der ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend in der 2. Handball-Bundesliga gezeigt. Gegen Aufsteiger VfL Eintracht Hagen feierte das Team vor 1.925 Zuschauern in der WESTPRESS arena einen souveränen 36:24-Sieg (17:10).

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Foto: Ingrid Anderson-Jensen

Mit 26:27 unterlag der Wilhelmshavener HV im Heimspiel dem ungeschlagenen Spitzenreiter Bergischer HC. Diese Nachricht ist zunächst in der Sache wenig überraschend, wenn ein Spitzenteam mit Erstligaetat gegen einen Underdog spielt,

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Foto: Peter Pisa

Die Wiedergutmachung im zweiten Derby binnen einer Woche ist der HSG Konstanz vor über 1300 Fans gelungen. Mit einer starken Vorstellung trug sie viel zu einem spektakulären Baden-Württemberg-Derby gegen die SG BBM Bietigheim bei.

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Foto: Wort&Lichtbild

Nach einer bravourösen kämpferischen Vorstellung und einer einmal mehr starken Defensivleistung hat Handball-Zweitligist HC Rhein Vikings  den dritten Auswärtssieg der Saison eingefahren: Beim EHV Aue gewann die Mannschaft von Vikings-Trainer Ceven Klatt

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