Dagur Sigurdsson: Ich freue mich wahnsinnig auf die Jungs

Foto: Sascha Klahn

Magazin-Archiv
Tools
Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Am heutigen Mittwoch (11.30 Uhr deutscher Zeit) und Samstag (8 Uhr deutscher Zeit) stehen für die deutsche Männer-Nationalmannschaft ganz besondere Spiele an: Im Rahmen ihrer Japan-Reise treffen sie zunächst in Tokushima und dann in der Olympiastadt Tokio in zwei Testspielen auf ihre Gastgeber.

Und die werden bekanntlich vom früheren Bundestrainer Dagur Sigurdsson trainiert. Der Isländer übernahm Japan im Frühjahr 2017 und soll die Mannschaft fit für die „Olympischen Heimspiele 2020“ machen. Dank einer IHF-Wildcard ist Japan bei der WM 2019 in Deutschland und Dänemark dabei. Im Vorfeld der beiden Länderspiele gegen seine frühere Mannschaft äußert sich Dagur Sigurdsson zum Handball in Japan und seine Vorfreude aufs Wiedersehen.

Was bedeutet es für Japan, diese Länderspiele gegen Deutschland zu bestreiten?
Dagur Sigurdsson: Die Bedeutung für uns ist sehr groß. Eine große Nation mit großer Handballtradition kommt zu uns, das ist natürlich für den japanischen Handball eine Sache, die nicht jedes Jahr passiert. Für die Spieler ist es sehr besonders, sie freuen sich sehr auf die großen Stars aus der Bundesliga. Aber ich hoffe, dass sie nicht allzu höflich spielen, sie haben in Island gegen Island schon zu viel Respekt gehabt, daher hoffe ich, dass meine Mannschaft gegen Deutschland dagegenhält. Es wird ein schwieriges Spiel für uns, aber ich hoffe auf eine kämpferisch starke Leistung von uns.

Wie unterstützen Sie die deutsche Nationalmannschaft beim Kennenlernen Japans?
Dagur Sigurdsson: Diese Reise war eine alte Idee von mir und Bob Hanning, als ich noch Bundestrainer war. Als wir das Ziel Olympia 2020 ausgegeben hatten, wollten wir eine Reise nach Japan machen, um die Atmosphäre zu schnuppern und uns auf die Gegebenheiten vorbereiten, um uns besser auf Olympia vorzubereiten. Bei der aktuellen Reise habe ich nur die Kontakte zwischen Deutschland und Japan hergestellt, die Verbände und die Stadt Tokushima haben alles organisiert. Ich konzentriere mich auf meine Mannschaft.

Wie groß ist Ihre Freude auf das Wiedersehen?
Dagur Sigurdsson: Ich freue mich wahnsinnig auf die Jungs. Ich habe sie ja schon lange nicht mehr gesehen. Auch habe ich nicht so viele Spiele der Mannschaft verfolgen können. Daher freue ich mich, die Jungs und Trainerstab in dieser Atmosphäre zu treffen, speziell natürlich die Spieler, mit denen ich zusammengearbeitet habe. Da kommt ein gutes Gefühl auf.

Mit Blick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio: Welchen Stellenwert hat die WM-Teilnahme in Deutschland und Dänemark 2019?
Dagur Sigurdsson: Die WM ist für uns enorm wichtig, denn das wird für unsere Spieler ein Crashkurs, wie man ein großes Turnier spielt, denn allzu viel Turniererfahrungen haben sie nicht. Somit ist die Teilnahme Gold wert, um Erfahrung für Olympia 2020 zu sammeln. Ich weiß nicht, ob es hilft, aber eine WM ist mit Blick auf Olympia die beste Schule überhaupt. Das haben wir mit Deutschland ja in Katar auch gesehen. Wir alle hoffen, dass wir mit Blick auf Olympia hier etwas bewegen können.