EHF, DKB HBL und DHB diskutieren über Spitzenwettbewerbe

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Gegenstand des Gesprächs war die künftige Ausrichtung der europäischen Top-Wettbewerbe Europameisterschaft und EHF Champions League

Miteinander sprechen statt übereinander reden: Die Spitzen des europäischen Verbandes EHF, der DKB Handball-Bundesliga und des Deutschen Handballbundes sowie Vertreter der EHF Marketing GmbH haben sich am Samstag in Hamburg mit Repräsentanten der deutschen Spitzenvereine getroffen. Kern des dreistündigen Austausches im Vorfeld des REWE Final Four um den DHB-Pokal war die künftige Ausrichtung der europäischen Top-Wettbewerbe Europameisterschaft und EHF Champions League.

„Die Zusammenarbeit mit unseren wichtigsten Akteuren - Verbände, Ligen und Vereine – ist für diesen Prozess entscheidend, und ich freue mich sehr, dass wir die Gelegenheit für einen offenen und ehrlichen Austausch verschiedener Meinungen mit den Hauptakteuren des deutschen Handballs nutzen konnten“, sagt EHF-Präsident Michael Wiederer. „Wir müssen sicherstellen, dass wir auch in Zukunft Wettbewerbe auf allerhöchstem Niveau anbieten, die für Fans, Medien und Sponsoren attraktiv sind, und gleichzeitig darauf achten, unsere Medien- und Marketingrechte einkommensoptimal zu nutzen.“ Wiederer ergänzt: „Alle Akteure stimmen überein, das große Potenzial der VELUX EHF Champions League nicht nur aktuell zu nutzen, sondern diesen Wettbewerb zu entwickeln und wachsen zu lassen. Gleichzeitig müssen wir auf die Balance aller europäischen Wettbewerbe achten und dürfen dabei nie die Belastung der Spieler und die Aktivitäten der Nationalmannschaften aus den Augen verlieren.“

„Wenn wir die Struktur der großen Wettbewerbe anpassen wollen, müssen wir uns dem Handball in seiner Gesamtheit nähern. Solche Treffen wie dieses in Hamburg sind wesentlich, um diesen Weg gemeinsam und letztlich erfolgreich zu gehen“, sagt Uwe Schwenker, Präsident der DKB Handball-Bundesliga. Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes, erklärt: „Alle Beteiligten wissen nun voneinander, mit welchen Voraussetzungen, Bedürfnissen und Wünschen sie sich in die künftige Ausrichtung der europäischen Wettbewerbe einbringen möchten. Jetzt wünsche ich mir von allen Beteiligten aber auch den Mut zu Veränderungen, damit wir gemeinsam für den Handball gewinnen.“

Nachdem mit der Wahl von Präsident und Exekutivkomitee im November 2016 sowie der Bestellung eines neuen Generalsekretärs zum 1. August 2017 die politischen Weichen gestellt sind, widmet sich die EHF derzeit der Aufgabe, auch ihre Spitzenwettbewerbe fit für die kommenden Jahre zu machen. Hintergrund ist, dass zahlreiche Verträge 2020 auslaufen; darunter der Vertrag der EHF Marketing GmbH mit MP & Silva für die Medienrechte in der EHF Champions League und der Vertrag der EHF mit Infront Sports & Media für die EHF EURO. Themen in Hamburg waren unter anderem das aktuelle Spielsystem, Medien- und Marketingvereinbarungen mit Partnern sowie die Möglichkeit einer zukünftigen Ausweitung der VELUX EHF Champions League.

Das Treffen beim REWE Final Four war bereits das zweite dieser Art. Im November 2016 hatten sich die Spitzen von EHF und der EHF Marketing GmbH bereits mit dem französischen Handballverband, der Lidl Starligue sowie französischen Top-Clubs getroffen.

Die EHF wurde durch Präsident Michael Wiederer und Chief Sports Officer Markus Glaser vertreten. Für die EHF Marketing GmbH war Geschäftsführer David Szlezak nach Hamburg gekommen. Für den Deutschen Handballbund waren Präsident Andreas Michelmann, Vizepräsident Bob Hanning und Generalsekretär Mark Schober anwesend. Die DKB Handball-Bundesliga wurde durch Präsident Uwe Schwenker und Geschäftsführer Frank Bohmann vertreten. Stellvertretend für Deutschlands Spitzenvereine nahmen Dierk Schmäschke, Geschäftsführer der SG Flensburg-Handewitt, Reinhard Ziegenbein und Thorsten Storm, Vorsitzender Aufsichtsrat und Geschäftsführer des THW Kiel, sowie Jennifer Kettemann und Sebastian Grüne, Geschäftsführerin und Vertriebsleiter/Sponsoring der Rhein-Neckar Löwen, an dem Treffen teil.