Wahnsinns-Wochenende wird zur Erfolgsgeschichte

Foto: Foto-Laechler

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Das Wahnsinns-Wochenende ist Geschichte, genauer gesagt: Erfolgsgeschichte. Drei Punkte haben die Rhein-Neckar Löwen aus den beiden Spielen in der DKB Handball-Bundesliga und der VELUX EHF Champions League geholt und damit mehr, als man von einer Mannschaft erwarten konnte,

die innerhalb von etwas mehr als 24 Stunden zwei superschwere Auswärtsspiele bestreiten muss – inklusive mehrstündiger Flugreise dazwischen. So zeigten sich Trainer Nikolaj Jacobsen, Sportlicher Leiter Oliver Roggisch und Kapitän Andy Schmid nach dem 26:26 von Barcelona hochzufrieden mit der Löwen-Leistung. Zeit zum Genießen blieb ihnen allerdings nicht.

Am Montagmittag, rund 15 Stunden nach dem Kraftakt gegen den spanischen Meister, stieg der Tross schon wieder in den Flieger, um per Linienflug nach Frankfurt am Main gebracht zu werden. Mit im Gepäck war ein wichtiger Punkt aus der katalanischen Metropole, mit dem sich die Löwen in der Gruppe A der Königsklasse auf Platz zwei und mit dem FC Barcelona einen der Top-Favoriten im Wettbewerb auf Distanz hielten. Nach 7 von 14 Hinrunden-Duellen stehen die Mannheimer mit elf Punkten auf Rang zwei (4 Siege, 3 Unentschieden), „Barca“ liegt mit zehn Zählern (4 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage) einen Platz dahinter. Über allen thront derzeit Titelverteidiger Vardar Skopje, bei dem die Löwen am kommenden Samstag, 18. November, um 17.30 Uhr zu Gast sind. Durch das 29:23 am Samstag in Zagreb hat sich der mazedonische Serienmeister die Punkte 12 und 13 gesichert – bei sechs Siegen und einem Remis.

Nicht minder beeindruckend liest sich die Statistik der Rhein-Neckar Löwen. Das 26:26 in Barcelona war das 17. Spiel in Folge ohne Niederlage. Überhaupt hat die Jacobsen-Truppe in dieser Saison erst einmal verloren – am zweiten Bundesliga-Spieltag in Flensburg. Apropos Liga: Auch hier liegen die Gelben absolut im Soll und unterstrichen im Top-Spiel am Samstag in Leipzig, dass mit ihnen auch in dieser Runde zu rechnen ist. Beim 29:23 zog der Titelverteidiger nach ausgeglichener erster Halbzeit zu Beginn des zweiten Durchgangs unaufhaltsam davon und hatte am Ende keine Mühe, das Punktekonto auf 20:2 zu erhöhen. Aktuell können nur die Berliner Füchse (21:5-Punkte) und Flensburg (19:5) einigermaßen Schritt halten.

Der Sieg in Leipzig hat sich nicht nur tabellarisch, sondern auch in Sachen Einschaltquoten ausgezahlt. Laut Quotenmeter.de haben im Schnitt 1,59 Millionen Fernsehzuschauer die live von der ARD übertragene Partie verfolgt. Wenngleich die Zahl absolut eher gering erscheint, zeigt ein Vergleich zu früheren Übertragungen des ehemaligen „Handball-Senders“ Sport1, dass sich die Positionierung im Abendprogramm der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt durchaus rentiert hat. Live-Partien auf Sport1 verfolgten im besten Fall rund eine halbe Million Zuseher. Die Experten von Quotenmeter.de rechnen damit, dass man mit Kontinuität weiteres Steigerungspotenzial ausschöpfen kann. „Denn: Dass Handball auf großes Interesse stoßen kann, beweist der Sport regelmäßig bei Europa- und Weltmeisterschaften.“

Für die Löwen geht es am Dienstag mit der nächsten Trainingseinheit weiter, dann rückt die Bundesliga-Partie am Donnerstagabend in Melsungen in den Fokus. Zudem wird eine Diagnose für den in Barcelona am Knöchel verletzten Gedeon Guardiola erwartet. Der Abwehr-Chef war in der Endphase umgeknickt und hatte offensichtlich große Schmerzen. Zahlreiche Fans wünschten ihm sofort gute Besserung, wofür sich der Spanier umgehend mit einem Facebook-Post samt Foto vom dick bandagierten Knöchel bedankte.

 

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