Der kleine Silvestercup bleibt in Südniedersachsen

(Foto: Anna Schaper)

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Wie schon beim „großen“ A-Turnier am Vortage konnte auch das B-Turnier des 34. Harz-Energie-Silvestercups 2018 mit erfreulichen Steigerungen aufwarten. Durch die Teilnahme von fünf Landesligamannschaften und einer starken Leistung der zweiten Mannschaft vom Gastgeber HSG Rhumetal erfuhr die sportliche Qualität auch des zweiten Turniertages eine deutliche Aufwertung.

Dank des guten Zuspruchs auch am zweiten Veranstaltungstag lagen die Zuschauerzahlen ebenfalls höher als im Jahr zuvor. Mit dem MTV Moringen gewann erstmals seit drei Jahren wieder eine Mannschaft aus Südniedersachsen einen der beiden Siegerpokale. Durch den knappen 9:8-Finalsieg verhinderten die Weperstädter die erneute Titelverteidigung der Eickener Spielvereinigung. Das Team aus der Landesliga Weser-Ems hatte das B-Turnier des Silvestercups in den vergangenen beiden Jahren für sich entscheiden können.  

Wie schon die eigene erste Mannschaft hatte auch die 2. Mannschaft der HSG Rhumetal in der Vorrundengruppe 1 zwei bärenstarke Kontrahenten zugelost bekommen. Das junge Team des HSG-Trainergespanns Magnus Gebhardt/Julian Hogreve musste bereits im Auftaktspiel die Überlegenheit der Eickener Spielvereinigung anerkennen und unterlag deutlich mit 8:17. Auch im zweiten Spiel gegen die SG Spanbeck/Billingshausen waren die Hoffnungen auf einen Überraschungscoup schnell verfolgen, am Ende ging das Spiel mit 14:7 an die „Kleehasen“. Das letzte Spiel zwischen Eicken und Spanbeck, welches die Entscheidung um den Gruppensieg bringen musste, war von der ersten bis zur letzten Minute eine Begegnung auf Augenhöhe. Die Führung wechselte mehrfach, nach dem Schlusspfiff hatte das Team aus dem Osnabrücker Land mit 15:14 dann das bessere Ende für sich. Die Eickener Mannschaft war bereits vor Turnierbeginn gehandicapt, da Albert Brack, der beste Spieler des 2016er-Turniers, wegen eines gebrochenen Fußes nicht mitwirken konnte.

Deutlicher gestaltete sich die Angelegenheit in der Vorrundengruppe 2, in der sich der MTV Moringen in beiden Spielen mit jeweils souveränen Leistungen durchsetzen konnte: Gegen die HSG Langelsheim/Astfeld gewann das Team von Spielertrainer Clemens Warnecke sicher mit 14:8, das entscheidende Spiel um den Gruppensieg gegen Eintracht Sehnde fiel mit 15:12 nicht ganz so hoch aus. Zuvor hatte Sehnde den Langelsheimern in einer einseitigen Partie mit 20:7 die Grenzen aufgezeigt.

Im Spiel um den fünften Platz bewies der junge Rhumetaler Nachwuchs, dass er in Topform durchaus Landesliganiveau besitzt. Am Sonntag hatten die Gastgeber in der Begegnung gegen die HSG Langelsheim/Astfeld nach 25 spannenden Spielminuten mit 13:11 knapp aber verdient die Nase vorn und verwiesen den klassenhöheren Kontrahenten auf den sechsten Rang. Auch die beiden Halbfinalspiele um den Einzug ins Endspiel waren recht enge Angelegenheiten. Zunächst konnte sich Eicken, das seit drei Jahren vom Ex-Katlenburger Torhüter Maik Rapczinski trainiert wird, mit 16:13 gegen Eintracht Sehnde behaupten und den erneuten Einzug ins Finale feiern. Auch das zweite Halbfinale zwischen Moringen und Spanbeck/Billingshausen schien von der Papierform ausgeglichen. Am Ende stellte der MTV dann aber doch das ausgeglichener besetzte Team und konnte sich mit zunehmender Spielzeit eine Vier-Tore-Führung erarbeiten, das Endresultat lautete 15:11 für Moringen.

Das Spiel um den dritten Rang entwickelte sich dann zum torreichsten Spiel des Tages. Ohne den ganz großen Druck des „Gewinnen müssens“ zeigten sowohl Spanbeck/Billingshausen als auch Sehnde sehenswerten Offensivhandball. Aufgrund einer konsequenten Spanbecker Chancenverwertung und Pech im Abschluss auf Sehnder Seite gewann die SG am Ende deutlich mit 19:12.

Wie es zu erwarten war, stand auch das Finale im B-Turnier auf einem spielerisch hohen Niveau und war an Spannung kaum zu überbieten. Im Finale musste Eicken dann auch auf ihren Spielmacher Artur Brack verzichten. So war es nicht verwunderlich, dass der MTV am Ende eines von starken Abwehrreihen dominierten Endspiels die Nase mit 9:8 knapp vorn hatte. Der Sieg der Moringer ist nicht unverdient, denn in allen Spielen trat das MTV-Kollektiv um ihren Spielertrainer Clemens Warnecke sehr souverän auf und gewann aufgrund der konstantesten Leistungen das B-Turnier völlig verdient. Der MTV-Chefstratege wurde nach dem Ende des Turniers auch als bester Spieler des B-Turniers ausgezeichnet.

Zufrieden Mienen gab es nach dem Ende der beiden Veranstaltungstage dann auch bei den Veranstaltern. „Gestern lief das A-Turnier schon ziemlich problemlos, heute habe ich einen richtiggehend entspannten Sonntag in der Halle verleben dürfen“, verteilte Turnierleiter Mathias Zänger ein dickes Lob an alle beteiligten Mitstreiter „Es war ein reibungsloser Ablauf in allen Bereichen, egal, ob Theke, Verkauf, Schiedsrichter oder Kampfgericht. Auch die Mannschaften waren, so denke ich, zufrieden. Viele positive Rückmeldungen habe ich bereits bekommen. Auch das B-Turnier war, was die Qualität der Spiele angeht, in diesem Jahr noch einmal ein Schritt nach vorne!“

Foto: Siegerehrung beim B-Turnier des 34. Harz-Energie-Silvestercups. Von links nach rechts: Artur Brack (Eickener SpVgg), Organisationschef Gerrit Pinkale, Sebastian Heiler (MTV Moringen), Harz-Energie-Kommunalmanager Frank Uhlenhaut, Jannek Junghans (SG Spanbeck/Billingshausen) und der „Spieler des Turniers“, Clemens Warnecke (MTV Moringen).

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