Bob Hanning über den Länderpokal

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Bob Hanning ist DHB-Vizepräsident, Füchse-Geschäftsführer, A-Jugend-Bundesligatrainer und Auswahl-Coach des Handball-Verbandes Berlin.

Beim vergangenen Länderpokal holte er mit seinen Berliner Spielern das erste Mal den Titel in die Hauptstadt.

Im Interview spricht er über die Bedeutung des Pokals, seine Motivation als Trainer und er gibt Nachwuchsspielern Tipps, um ihre Karriere voranzutreiben.

Herr Hanning, was hat der Länderpokal für eine Bedeutung für Sie?

Er ist immer ein Treffen von 500 Handballern und wie ein Familienfest unter Leistungsgesichtspunkten. Von daher habe ich das als Trainer bisher sehr gerne gespielt. Als Funktionär ist es dazu eine Möglichkeit, mich bei den Trainern nach dem Stand der Nationalspieler zu erkundigen und Talente zu entdecken, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte.

Das Turnier ist also ein Sprungbrett.

Immer! Für jeden Sportler.

Paul Drux und Fabian Wiede waren auch mal dabei. Sind aktuell wieder besondere Talente in Ihrem Team?

Ganz viele Jugend-Nationalspieler. Alle, die mitspielen, sind große Talente. Es ist ein Turnier auf sehr hohem Niveau.

Was muss man als Spieler mitbringen?

Talent, maximalen Ehrgeiz und auch das nötige Quäntchen Glück, am richtigen Tag im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Ist Berlin als Austragungsort besonders geeignet?

Ich als Trainer würde gern mal reisen, weil es meinen Spielern die Möglichkeit geben würde, diese Erfahrung zu sammeln. Ich glaube, dass wir in Berlin aber die nötige Logistik haben und einfach über Jahre das Turnier gut organisieren konnten. Zusammen mit dem Handballverband, den Füchsen, dem Olympiastützpunkt und der Schule ... sodass das Gesamtpaket einfach passt. Und die anderen Landesverbände kommen einfach sehr gerne hierher.

Vergangenes Jahr haben Sie das erste Mal den Titel nach Berlin geholt ...

... das wurde auch mal Zeit, dass wir den gewinnen. Das war hochverdient. Es gibt aber sehr viele gute Mannschaften, weil die Länder wirklich die Besten aus den Vereinen zusammenziehen können. Das ist in Berlin ein bisschen anders. Unsere Auswahl besteht komplett aus Füchse-Spielern der B-Jugend, was den Vorteil hat, dass wir eingespielter sind. Aber wir können nicht beliebig beste Spieler aus einem großen Einzugsgebiet holen.

Wie hoch sind dieses Jahr Ihre Chancen?

Die Vorgabe ist, möglichst erfolgreich zu sein. Aber gerade im Jugendhandball ist es schwierig, das einzuschätzen. Vom ersten bis zum letzten Platz ist alles möglich.

Welchen Rat können Sie Talenten noch mitgeben, um eine Profikarriere weiter zu forcieren?

Gutes Training, die Rahmenbedingungen maximal ausschöpfen, die die Trainer und Vereine zur Verfügung stellen und für den Sport leben.

Was ist Ihr Antrieb, neben Ihren ganzen anderen Aufgaben noch die HVB-Auswahl zu trainieren?

Nah an den Talenten zu sein, Entwicklungstendenzen schneller feststellen zu können, Spieler auf den Profisport vorzubereiten mit allen Stärken und Schwächen, die ein solches System mit sich bringt. Und ansonsten ist das maximale Entspannung, weil es mir unglaublich Freude macht, junge Menschen besser zu machen.

Existiert da noch ein dritter Bob Hanning, „der HVB-Trainer"? Oder sind Sie in dieser Funktion eher ein Fuchs oder DHB-Vizepräsident?

Ich mache das aus Leidenschaft, wir sind in Berlin eine große Familie. Sowohl der Handball-Verband, als auch der Verein. Ich sag mal: Für den DHB zu dienen und zu helfen, dass wir erfolgreich sind, gehört für mich dazu.

Wie sind Sie als Trainer?

Konsequent, ehrlich, leistungsorientiert, transparent und manchmal leider zu ungeduldig.

Information zum DHB-Länderpokal 2016

Der DHB-Länderpokal ist das Aufeinandertreffen der größten Handball-Talente Deutschlands und bildet damit die Spielfläche für die Nationalspieler der Zukunft. Auch beim Turnier 2016 treten die besten männlichen Jugendspieler (Jahrgang 2000) aller Landesverbände gegeneinander an. 20 Mannschaften kämpfen vom 15. bis zum 18. Dezember um den Eberhard-Kilian-Wanderpokal, der wie auch die Medaillen vom Freundeskreis des Deutschen Handballs (FDDH) gesponsert wird. Titelverteidiger aus dem Vorjahr ist der Handball-Verband Berlin. Die Gruppenspiele beginnen am Donnerstag um 11.30 Uhr und enden am Freitag gegen 18 Uhr.

Am Freitagabend veranstaltet der Deutsche Handballbund zusätzlich einen DHB-Abend, an dem ein deutscher Nationalspieler sowie Bundestrainer Dagur Sigurdsson teilnehmen und den Spielern der Landesverbände wertvolle Tipps auf den Weg geben. Am Tag darauf leitet der Freundeskreis des Deutschen Handballs einen FDDH-Abend für Eltern und Fans. Zusammen mit Vertretern des DHB, des FDDH und des Gesundheitspartners AOK wird unter dem Motto „Vom AOK-Star Training zum Nationalspieler" präsentiert, dass Handballspieler im jüngsten Alter bis zur Spitze professionell unterstützt und gefördert werden.

Am Samstag finden ab 10.30 Uhr die Viertelfinalspiele des DHB-Länderpokals statt. Am Nachmittag folgen bereits die Halbfinalpartien. Den krönenden Schlusspunkt bringt der Sonntag, an dem ab 9 Uhr die Platzierungsspiele beginnen. Das Finale wird um 14 Uhr ausgetragen, anschließend folgt die Siegerehrung.

Tickets

Tageskarte (Erwachsene)           - 6,00 Euro

Tageskarte (ermäßigt)                  - 3,00 Euro

4-Tages-Ticket* (Erwachsene)  - 20,00 Euro

4-Tages-Ticket* (ermäßigt)        - 10,00 Euro

 *Die 4-Tages-Tickets gelten für das komplette Turnier von Donnerstag bis Sonntag

Die Hallen des DHB-Länderpokals 2016 in Berlin

- Große Sporthalle am Sportforum Hohenschönhausen (Weißenseer Weg 53, 13053 Berlin)

- Lilli-Henoch-Sporthalle (Fritz-Lesch-Straße, 13053 Berlin)

- Seelenbinder Halle Velodrom (Paul-Heyse-Straße 26, 10407 Berlin)

- Sporthalle Paul-Heyse-Str. (Paul-Heyse-Straße 25, 10407 Berlin)