U21: Spanien abgezockt-Deutschland um Platz 3

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Nach einem glänzenden Turnier und sieben Siegen wurde die deutsche Serie heute im Halbfinale von der spanischen Auswahl gestoppt. Der Gegner überzeugte mit einer starken und sehr variablen Deckung sowie einem überragenden Torhüter und zeigte sich auch im Angriff gefestigter. Die Fehler im deutschen Spiel wurden gerade in der Endphase konsequent genutzt.

Nach dem 21:23 ging das DHB-Team ins Risiko, doch die Wende gelang nicht mehr - stattdessen setzte Spanien eine Dreier-Serie zum 21:26-Endstand. Für Spanien geht es morgen im Finale gegen Dänemark, das sich mit einem packenden Endspurt Frankreich in die Schranken verwiesen hatte. Zwischen Deutschland und Frankreich geht es morgen somit um Bronze.

Vor offiziell 3.500 Zuschauer erzielte die deutsche Auswahl durch Lars Weissgerber den ersten Treffer, in der Folge aber dominierten die Torhüter und die Deckungsreihen die Partie. Als der zweite Treffer dann fiel, waren bereits gut fünf Minuten vergangen - Aleix Gomez hatte für die Spanier ausgeglichen. Doch das DHB-Team blieb am Drücker, Marian Michalczik und Lukas Mertens erhöhten auf 3:1, Sebastian Heymann in der siebten Minute auf 4:2.

Spanien aber agierte von der ersten Minute an auf Augenhöhe, der Gegner war insbesondere in der Deckung gut eingestellt - mit einer sehr variablen und offensiv ausgerichteten Deckung gelang es den Spaniern immer wieder den deutschen Rückraum erfolgreich auszubremsen. Allerdings bemühte sich auch das DHB-Team darum die Stärken der Spanier aus dem Spiel zu nehmen, in der Defensive gelang dies gut. In der Offensive aber wurden nun einige Chancen ausgelassen, auch weil Xoan Ledo im Tor der Spanier mehrfach glänzend reagierte.

Drei Treffer in Serie drehten die Partie, die deutsche Auswahl war beim 4:5 in der zehnten Minute erstmals mit einem Rückstand konfrontiert. Abschütteln ließ sich Deutschland aber nicht, erst erzielte Marian Michalczik zwei Ausgleichstreffer, dann Lukas Mertens und nach dem 9:9 durch Franz Semper konnte Mertens das DHB-Team dann wieder in Führung bringen. Spanien war fast acht Minuten ohne Treffer, auch weil Joel Birlehm einen Siebenmeter von Aleix Gomez abgewehrt hatte.

In Unterzahl setzte es zwar den Ausgleich durch Dani Dujshebaev, aber die Unterzahl wurde ohne größeren Schaden überstanden. Doch Spanien hatte das Heft wieder in der Hand, legte zwei Treffer nach. Jerome Müller erzielte den Anschluss, doch die Chance auf den Ausgleich landete an der Latte - auf der Gegenseite war das Quergebälk aber auch die Endstation für den letzten spanischen Versuch, so dass es für das DHB-Team mit einem 11:12 in die Kabinen ging.

Mit einem sehenswerten Treffer von der Siebenmeterlinie eröffnete Lars Weissgerber den zweiten Abschnitt, doch die Spanier zeigten sich davon ebenso wenig beeindruckt wie wenig später durch einen grandios über die Mitte abgeschlossenen Kempatrick. Das DHB-Team hielt zunächst den Anschluss, kassierte dann aber eine weitere Zeitstrafe und diese nutzte Spanien nun konsequent und setzte sich beim 18:15 auf drei Tore ab. Deutschland nahm die Auszeit, versuchte es danach unter anderem mit einem zusätzlichen Feldspieler - doch die Spanier nutzten einen Ballverlust und erzielten durch Juan Munoz das 20:16 in das verwaiste deutsche Gehäuse.

Ein Treffer von Johannes Golla über den Kreis sorgte noch einmal für Hoffnung, doch danach blieb ein Gegenstoß ungenutzt - auch weil ein Stoß, wie zuvor auf der Gegenseite gegen einen spanischen Rückraumspieler von den türkischen Schiedsrichtern nicht geahndet worden war. Deutschland mühte sich, verlor den Ball aber dann beispielsweise durch ein Offensivfoul an der Mittellinie. Franz Semper holte einen Siebenmeter und eine Zeitstrafe heraus, der Leipziger legte mit einem Durchbruch das 20:22 nach und ließ die deutschen Fans wieder hoffen.

Doch nach dem 21:23 durch Lars Weissgerber riss der Faden endgültig, in den letzten acht Minuten sollte der deutschen Auswahl kein weiterer Treffer mehr gelingen. Bei Spanien übernahm Dani Dujshebaev die Verantwortung und erzielte das 24:21, Deutschland holte sich den Ballbesitz nach einem Fehler in der Offensive in der Deckung wieder zurück, ging beim Gegenstoß aber zu viel Risiko - der Pass geriet zu weit. Spanien hingegen wirkte in dieser entscheidenden Phase stabiler und ließ sich auch von einer Glanztat von Joel Birlehm nicht beeindrucken. Auf der Gegenseite war auch Ledo zwischen der Pfosten zur Stelle und mit dem Doppelschlag von Aleix Gomez zum 26:21 waren die deutsche Goldhoffnungen dahin - Spanien hingegen feierte den Einzug ins Finale.

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