Deutschland verpasst Bronzemedaille knapp

Foto: Jürgen Pfliegensdorfer

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Knappe Niederlage im kleinen Finale: Die deutsche Junioren-Nationalmannschaft unterlag Frankreich am Sonntagnachmittag im Spiel um den dritten Platz mit 22:23 (12:10) und verpasste somit nur hauchdünn die Bronzemedaille. Matchwinner auf Seiten der Franzosen war Torwart Julien Meyer, der eine starke Halbzeit bot und in den Schlusssekunden mit einer Doppelparade den Ein-Tore-Vorsprung festhielt.

Die ersten beiden Treffer gingen auf das Konto des deutschen Teams, das durch seine aggressive Abwehrformation bereits in den ersten Spielminuten mehrere Ballgewinne für sich verbuchen konnte. Dika Mem sorgte mit seinem Tor für den Anschluss zum 1:2 (3.), doch Lars Weissgerber stellte per Siebenmeter umgehend wieder die Zwei-Tore-Differenz her.

Die deutsche Defensive mit Marian Michalczik und Moritz Schade im Mittelblock war auch in den folgenden Minuten der entscheidende Faktor, dass das DHB-Team seinen Vorsprung auf 6:2 (10.) ausbauen konnte. Auch eine Zeitstrafe gegen Spielmacher Michalczik brachte die Auswahl von Erik Wudtke und Klaus-Dieter Petersen nicht aus dem Konzept. Valentin Spohn netzte aus dem Rückraum zum 7:3 (12.) ein.

Frankreich fand mit zunehmender Spieldauer jedoch besser in die Partie und konnte die Kreise des deutschen Angriffs einengen. Nach dem Anschluss zum 9:8 (20.) nahm Wudtke daher die Auszeit. Mit Erfolg: Das DHB-Team konnte seinen Vorsprung wieder ausbauen, Jerome Müller erzielte in der 26. Spielminute das 12:8. Frankreich legte noch einen Doppelpack nach, sodass es mit einem 12:10 für die deutsche Mannschaft in die Pause ging.

Nach Wiederanpfiff durchbrach Tom Pelayo im ersten Angriff der Franzosen die deutsche Deckung und sorgte mit seinem Treffer für den ersten Anschluss. Kurz darauf legte der französische Nachwuchs das 13:13 (33.) nach. Nun ging es hin und her: Per Kempa sorgte Michalczik für die erneute Führung für die DHB-Auswahl (35.), doch mit einem Doppelschlag eroberte Frankreich den Vorsprung. Yanis Lenne netzte zum 15:14 (37.) ein.

Nachdem Dika Mem das 16:14 (38.) nachlegte, zog Erik Wudtke die nächste Grüne Karte. Diesmal blieb, anders als im ersten Durchgang, der Erfolg jedoch aus. Frankreich erhöhte auch dank der Paraden von Julien Meyer auf 18:14, bevor Kreisläufer Johannes Golla für ein erstes Lebenszeichen der DHB-Auswahl sorgte. Weissgerber verkürzte weiter (18:16, 42.), sodass nun Johann Delattre zur Auszeit griff.

Auf beiden Seiten konnten die Keeper nun einige Paraden für sich verbuchen; die Partie blieb dadurch weiterhin eng. Zehn Minuten vor dem Ende gelang den Franzosen dann der vielleicht vorentscheidende Treffer. Hugo Kamtchop Baril wurde am Kreis bedient und sorgte für das 21:18 (51.).

Das deutsche Team steckte jedoch nicht auf und kämpfte sich auf 23:22 heran. Der letzte französische Wurf landete am Pfosten, sodass das deutsche Team noch knapp 20 Sekunden zum Ausgleich hatte. Mit einer spektakulären Doppelparade avancierte Meyer jedoch zum Matchwinner und hielt den Sieg seiner Mannschaft fest. Frankreich jubelt über die Bronzemedaille, während die deutsche Auswahl ohne Edelmetall die Heimreise antreten muss.

Vor dem Finale der Junioren-Weltmeisterschaft 2017 hat der Weltverband IHF das All-Star-Team des Turnieres bekannt gegeben. Lasse Moeller aus Dänemark wurde zum wertvollsten Spieler gewählt worden. In Lukas Mertens ist auch ein Spieler der deutschen Mannschaft unter den besten sieben Akteuren der WM.

Der 21-Jährige Wilhelmshavener stand - seinerzeit neben Tim Suton - bereits im All-Star-Team der U21-Europameisterschaft vor einem Jahr in Dänemark. Gerade ist er von seinem Heimatverein Wilhelmshavener SV zum SC Magdeburg gewechselt.

Das All-Star-Team der Junioren-WM in Algerien

Torwart: Xoan Ledo - Spanien
Linksaußen: Lukas Mertens - Deutschland
Rückraum Links: Lasse Moeller - Dänemark
Rückraum Mitte: Matyas Gyori - Ungarn
Rückraum Rechts: Dika Mem - Frankreich
Rechtsaußen: Aleix Gomez - Spanien
Kreisläufer: Magnus Saugstrup - Dänmark

Wertvollster Spieler: Lasse Moeller - Dänemark