U19 verpasst WM-Viertelfinale

Foto: DHB

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Die Enttäuschung stand ihnen ins Gesicht geschrieben: Nach dem Abpfiff saßen die deutschen U19-Spieler wie versteinert auf dem Feld, danach zogen sie mit hängenden Köpfen in die Kabine. Nach der 24:28 (11:12)-Niederlage gegen Dänemark im Achtelfinale der Weltmeisterschaft im georgischen Tiflis am Mittwochabend ist der WM-Traum des EM-Dritten von 2016 geplatzt.

Während die Dänen das Ticket fürs Viertelfinale frenetisch feierten, geht es für die Mannschaft des Trainerduos Jochen Beppler/Axel Kromer am Donnerstag in der Platzierungsrunde um die Plätze 9 bis 16 weiter. Hauptgrund für die zweite WM-Niederlage in Folge nach dem 27:28 im letzten Vorrundenspiel gegen Island war ein schwacher Start in die zweite Hälfte. Diesen Rückstand konnte die deutsche Mannschaft bis zum Ende nicht mehr aufholen. Bester Werfer war erneut Rechtsaußen Dimitri Ignatow, der fünfmal erfolgreich war. Oliver Seidler (zum besten DHB-Spieler gekürt) und Frederik Simak trafen je viermal.

 „Die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft, sie hat viele Rückschläge verkraftet und alles gegeben, aber heute war Dänemark einfach die bessere Mannschaft. Das ist Sport. Dieses Spiel hätte auch später im Turnier stattfinden können“, sagte Beppler für den neben der Phase nach der Pause auch die Vielzahl von Toren nach Abprallern vor dem Seitenwechsel spielentscheidend waren: „Zudem hatten wir zu viele technische Fehler im Angriff.“

 In der ersten Halbzeit waren beide Teams auf Augenhöhe, absetzen konnte sich daher keine Mannschaft, die Führung wechselte ständig. Nachdem beide Trainer in der Schlussphase der ersten Hälfte ihre Auszeiten genommen hatten, traf Simak - der nach seiner Verletzung wieder auflaufen konnte - fünf Sekunden vor der Pausensirene zum 11:12.

In den ersten sieben Minuten nach dem Seitenwechsel war die DHB-Auswahl von der Rolle, der dänische Torwart steigerte sich - und Deutschland gelang in diesem Zeitraum kein Tor. Innerhalb von Minuten sah sich Beppler gezwungen, zwei Auszeiten zu nehmen, zunächst beim 11:16, dann beim 13:19.

Zwar trat seine Mannschaft danach im Angriff nun entschlossener und effektiver auf, aber in der Abwehr fehlte weiterhin die Aggressivität und die Ordnung. Das nutzten die Dänen, um den Vorsprung konstant deutlich zu halten, auch weil die DHB-Auswahl den zwölffachen Torschützen Emil Laerke nicht in den Griff bekam. Sieben Minuten vor dem Ende lag die DHB-Auswahl mit 19:26 hinten - doch sie gab nicht auf: Beim 22:26 ergaben sich Gegenstoßchancen, doch beide wurden vergeben, und dann tickte die Uhr gegen die deutsche Mannschaft. Spätestens beim 27:22 stand fest, dass die Dänen und nicht die Deutschen am Donnerstag im Viertelfinale spielen werden.

Aus der deutschen Vorrundengruppe B zog unterdessen nur Japan (31:30 gegen Ägypten) ins Viertelfinale ein. Gruppensieger Island (26:31 gegen Schweden) und erwartungsgemäß Chile (21:43 gegen Europameister Frankreich) verloren ebenfalls ihre Achtelfinalspiele.

Statistik Deutschland - Dänemark in Tiflis 24:28 (11:12)

Deutschland: Till Klimpke (HSG Wetzlar), Leon Mehler (HC Empor Rostock); Marc-Robin Eisel (SV 64 Zweibrücken), Dimitri Ignatow (Eintracht Hildesheim/5), Fin Backs (Eintracht Hildesheim), Tim Matthes (Füchse Berlin), Max Staar (TSV GWD Minden), Lukas Stutzke (TSV Bayer Dormagen/2), Frederik Simak (Füchse Berlin/4), Justin Kurch (SC Magdeburg), Eloy Morante Maldonado (TSV Bayer Dormagen/4/1), Jannek Klein (SG Flensburg-Handewitt/2), Niklas Diebel (TSV Burgdorf), Joshua Thiele (TSV Burgdorf/1), Oliver Seidler (SC DHfK Leipzig/LVB Leipzig/4), Gregor Remke (EHV Aue/2)
Bester Torschütze Dänemark: Emil Laerke (12)
Schiedsrichter: Loncar/Loncar (Kroatien)

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