Füchse Berlin ziehen ins Finale der Club-WM ein

Foto: Foto-Laechler

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Titelverteidiger Füchse Berlin hat souverän das Finale des IHF Super Globe erreicht und ist nur noch einen Sieg vom dritten Titel in Serie bei der Club-Weltmeisterschaft entfernt. Der Hauptstadtclub setzte sich am Samstag in Doha mit 30:23 (16:13) gegen den katarischen Vertreter Al-Sadd durch und trifft im Endspiel nun auf den FC Barcelona.

Der Wild-Card-Teilnehmer aus Spanien bezwang Champions-League-Sieger Vardar Skopje 32:29 (15:12).

Die Berliner legten vor 2.000 Zuschauern einen Blitzstart hin, führten nach sechs Minuten schon mit 3:0. Nach dem Auftakttreffer von Ignacio Plaza Jimenez hatte Steffen Fäth gleich doppelt zugeschlagen. Al Sadd brauchte knapp sechs Minuten für den ersten Treffer, den Abdulla Al-Karbi erzielte. In der Folge aber kamen die Lokalmatadoren besser ins Spiel, nach dem zwischenzeitlichen 5:2 sorgte ein Doppelschlag des Außenseiters für den Anschluss.

Bei den Füchsen hakte es in dieser Phase Mitte des ersten Abschnitts, es schlichen sich Fehler im Spielaufbau und Unkonzentriertheiten in der Deckung ein. Hamdi Hadj Ayed konnte beim 7:7 so den Ausgleich erzielen und auch in der Folge blieben die Kataris auf Augenhöhe. Die Füchse vergaben einige gute Gelegenheiten, auch ein zwischenzeitliches 11:9 war keine Weichenstellung, beim 11:11 war Al Sadd wieder gleichgezogen.

Trainer Velimir Petkovic hatte bereits einige Minuten zuvor beim Stand von 9:9 den roten Knopf, was bei diesem Turnier gleichbedeutend mit der Grünen Karte ist, gedrückt und so das Time-Out beantragt: "Ich habe meinen Jungs gesagt, dass sie ruhiger spielen sollen und die Angriffe konzentriert zu Ende spielen sollen", erklärte der Coach der Füchse nach der Partie. Mit etwas Verzögerung gelang dies, Marko Kopljar und Kevin Struck sorgten für das 13:11, Hans Lindberg (s. Foto) für das 15:12 und auch den 16:13-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel schien sich dann auch die Pausenansprache von Velimir Petkovic auszuwirken, der Bundesligist spielte nun konzentriert in Abwehr und Angriff. Während sich zudem Silvio Heinevetter mit zahlreichen Paraden auszeichnete, wuchs der Abstand an: Beim 20:15 durch evin Struck waren es erstmals fünf Tore, beim 22:16 von Fabian Wiede dann sechs. Spätestens mit dem sehenswerten 25:18 durch Erik Schmidt waren zwölf Minuten vor dem Ende dann die Weichen gestellt.

Über die Stationen 26:19 (51.) und 29:22 (57.) zogen die Berliner letztlich souverän ins Endspiel ein. Neben Kevin Struck glänzte dabei in den letzten Minuten mit Tim Matthes auch ein weiteres Eigengewächs, auf dessen Konto auch der dreißigste Berliner Treffer ging. Am Ende stand ein 30:23 zu Buche und beschert den Berlinern den Einzug ins Finale und die Chance auf die Titelverteidigung gegen den FC Barcelona. Bester Werfer für Berlin war der Däne Hans Lindberg, der mit einer Trefferquote von 100 Prozent acht Tore erzielte und dabei auch alle seine vier Siebenmeter versenkte.

Wenn die Füchse am Montag (18.00 Uhr) gegen den zweimaligen Super-Globe-Titelgewinner aus Barcelona, der sich erst in den letzten fünf Minuten von Skopje absetzen konnte, triumphieren, sind sie alleiniger Rekordchampion bei der Club-WM. Barcelona hatte den Titel 2013 und 2014 gewonnen. In der Platzierungsrunde setzte sich heute unterdessn Tunis mit 35:28 gegen Naft & Gaz Gachsaran durch und Pinheiros verbuchte ein 32:26 gegen Sydney Uni.

Viertelfinale

Freitag, 25.08.2017:
FC Barcelona - ES Tunis 42 : 24 (19:10)
Vardar Skopje - Naft & Gaz Gachsaran 30 : 22 (15:10)
Füchse Berlin - EC Pinheiros 33 : 31 (16:14)
Al-Sadd - Sydney University HC 33 : 25 (14:11)

Halbfinale

Samstag, 26.08.2017:
FC Barcelona - Vardar Skopje 32 : 29 (15:12)
Füchse Berlin - Al-Sadd 30 : 23 (16:13)

Spiel um Platz 3

Montag, 28.08.2017:
Vardar Skopje - Al-Sadd 16.00 Uhr

Finale

Montag, 28.08.2017:
FC Barcelona - Füchse Berlin 18.00 Uhr

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