DHB-Team gewinnt auch zweites Duell

Foto: DKB-HBL

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Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat auch das zweite Duell mit den vom früheren Bundestrainer Dagur Sigurdsson betreuten Japanern deutlich gewonnen. Die Mannschaft von Christian Prokop setzte sich am Samstag in Tokio in ihrem letzten Spiel vor der Sommerpause mit 31:22 (18:9) gegen den Gastgeber durch.

Bester Werfer der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) in der Olympiastadt von 2020 war Kapitän Uwe Gensheimer mit acht Toren, davon fünf per Siebenmeter. Am Mittwoch war dem Team in Tokushima ein 37:24 (21:11) gegen Japan gelungen.

Die deutsche Mannschaft begann konzentriert, nach zehn Minuten markierte Patrick Groetzki von den Rhein-Neckar Löwen mit seinem bereits dritten Treffer das 7:3. Gensheimer wurde zunächst geschont, bei seiner Einwechslung in der 26. Minute wurde der Star von Paris Saint-Germain von knapp 5000 Zuschauern in der nahezu ausverkauften Halle des Tokio Metropolitan Gymnasiums lautstark gefeiert.

Dank der guten Defensive um Torhüter Andreas Wolff kam das deutsche Team vor dem Seitenwechsel zu vielen leichten Treffern nach Tempogegenstößen und ging mit einer beruhigenden 18:9-Führung in die Kabine.

Prokop wechselte nach der Halbzeitpause erneut durch, alle 19 Spieler kamen zum Einsatz. So ersetzte unter anderem Silvio Heinevetter im Tor den starken Wolff. Bis auf einen kleinen Durchhänger nach der Pause bestimmte die deutsche Auswahl weiter das Geschehen.

Sigurdsson, der Deutschland 2016 sensationell zum EM-Titel und anschließend zu Olympia-Bronze führte, hat mit seiner Mannschaft auf dem Weg zum Olympia-Heimspiel in gut zwei Jahren noch viel Arbeit vor sich. Bei der WM 2019 in Deutschland und Dänemark ist Japan nur dank einer IHF-Wildcard dabei, bei der letzten Asienmeisterschaft wurde Team Nippon Sechster.

Japan - Deutschland in Tokio 22:31 (9:18)

Tore: Yoshino (5), Watanabe (4), Doi (3/1), Agarie (3), Kochi (2), Baig (2), Tokuda (1), Sugioka (1), Kasahara(1) für Japan - Gensheimer (8/5), Groetzki (4), Wiencek (3), Böhm (3), Hornke (3), Suton (2), Kühn (2), Michalczik (2), Pekeler (1), Weinhold (1), Häfner (1), Musche (1) für Deutschland. - Zuschauer: 5000

Bundestrainer Christian Prokop: Wir haben wieder zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. In der ersten Hälfte haben wir flüssig gespielt und das Tempospiel hochgehalten und uns so einen deutlichen Vorsprung erarbeitet. In der Abwehr haben wir sehr konsequent verteidigt und uns im Angriff nur drei technische Fehler geleistet. Nach der Pause schaffen wir es dann aber nicht mehr, die Konzentration und Bissigkeit hochzuhalten, wir machen acht technische Fehler, die die Japaner zu einfachen Toren nutzen. Insgesamt haben wir wichtige Erkenntnisse auf dieser Reise gesammelt, haben beide Spiele gewonnen. Es war eine tolle Reise, ich sehr zufrieden - und wir haben bei den japanischen Fans auch einen guten Eindruck hinterlassen.

Dagur Sigurdsson, Nationaltrainer Japan: Das Tempo war heute nicht so hoch wie vorher. Ich bin zufrieden, dass die deutsche Mannschaft wieder heil nach Hause zurückkehren kann und sich keiner verletzt hat. Beide Teams haben heute ernst gemacht, es war supercool für beide Seiten, vor 5000 Fans in Tokio zu spielen, eine richtig schöne Sache. Handballerisch ist es wichtig für unsere Spieler, solche Erfahrungen zu bekommen und diese Spielsituationen kennenzulernen. Wir haben heute zu viele einfache Fehler gemacht und wir wissen, dass wir individuell nicht so stark wie andere Teams sind. Wenn wir diese Fehler abstellen, wird es besser.

Julius Kühn: Es war ein positives Spiel. Natürlich gibt es immer Dinge, die man verbessern kann und es gab Phasen, in denen wir nicht so konsequent zugepackt haben. Aber insgesamt war es eine sehr erfolgreiche Reise, mein Gesamtfazit fällt sehr positiv aus. Einige Sachen haben geklappt, andere nicht, aber vor allem, was das Tempospiel betrifft, war das eine wichtige Reise. Weil einige neue Spieler dabei waren, stimmte das Timing nicht immer, aber das gehört dazu. Wir gewöhnen uns immer besser aneinander.

Fabian Böhm: Anfangs haben wir uns etwas schwerer getan, auch weil Japan wusste, was sie erwartet. Dennoch war es ein guter Auftritt, auch wenn noch nicht alles gepasst hat. Insgesamt bin ich rundum zufrieden, die Reise war super-interessant. Die Japaner sind ein sehr freundliches und respektvolles Volk, auch daher hat die Reise, auf der ich sehr vieles kennenlernen durfte, sehr viel Spaß gemacht. Sportlich gesehen waren es zwei Spiele gegen einen Gegner, der einen ganz anderen Handball spielt, als wir ihn kennen.

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