WM 2019: Korea deutscher Gegner im Eröffnungsspiel

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Auf Initiative von IOC-Präsident Dr. Thomas Bach marschierten die beiden Delegationen von Nordkorea und Südkorea bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele von Pyeonchang als ein Team hinter einer gemeinsamen Flagge ein.

Daher und angesichts der jüngsten positiven Entwicklung auf der koreanischen Halbinsel hat das Exekutivkomitee der Internationalen Handball-Föderation IHF beschlossen, ein vereintes Team mit Spielern aus Nord- und Südkorea zur Männer-Weltmeisterschaft 2019 in Deutschland und Dänemark (10. bis 27. Januar) einzuladen und zuzulassen.

„Weil sich Südkorea für die WM qualifiziert hat, ist es eine großartige Gelegenheit, die einzigartige Kraft des Sports zu zeigen, um Menschen zu vereinen", heißt es in einer am späten Freitagnachmittag von der IHF veröffentlichten Mitteilung. In den vergangenen Wochen hat die IHF Kontakt zu den beiden koreanischen Handballverbänden aufgenommen und hofft, dass 2019 ein einheitliches Team bei der WM an den Start gehen wird.

Nach Rücksprache mit dem WM-Organisationskomitee wurde festgelegt, dass das - dann hoffentlich vereinte - koreanische Team seine Vorrundenspiele in Gruppe A mit Deutschland in Berlin austragen wird. Der WM-Gastgeber und Korea werden dann auch das Eröffnungsspiel am 10. Januar in der Mercedes-Benz Arena bestreiten.

„Zum Ende einer aufregenden Woche ist dies eine weitere, hoffnungsvoll stimmende Nachricht, die unseren Glauben an die verbindende Kraft des Sports stärkt", sagt Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes. „Die Aussicht, eine gemeinsame koreanische Mannschaft in Berlin zu erleben, berührt uns aufgrund unserer eigenen Geschichte. Dieses Eröffnungsspiel kann über den Sport hinaus wirken."

In der IHF-Mitteilung heißt es: „Ein solches Spiel in Berlin zu absolvieren, hat eine große symbolische Bedeutung, denn keine andere Stadt auf der Welt kann den Zusammenhalt, den positiven Geist und die Vorteile einer wiedervereinigten Nation besser demonstrieren. Mit dieser Geste schließt sich die IHF den Bemühungen der internationalen Gemeinschaft für eine friedliche Lösung des lang anhaltenden Korea-Konflikts an. Handball kann der Welt die Kraft des Sports zeigen und Menschen zusammenzubringen. Handball soll ein Zeichen für eine bessere Zukunft in Korea setzen."

Laut IHF sollen zum Eröffnungsspiel neben Bundeskanzlerin Angela Merkel auch die beiden Präsidenten von Nordkorea, Kim Jong-un, und Südkorea, Moon Jae-in, sowie IOC-Präsident Thomas Bach eingeladen werden, um die Bedeutung dieser Partie zu unterstreichen. „Wir hoffen, dass mit dieser Maßnahme beide koreanischen Handball-Verbände und die Nationalen Olympischen Komitees intensive Gespräche beginnen, um ein gemeinsames Team bei der Männer-WM 2019 an den Start zu bringen", heißt es in der IHF-Mitteilung.

Inzwischen stehen auch die Töpfe für die am kommenden Montag in Kopenhagen stattfinde Auslosung (im Livestream unter www.handbal19.com) fest:

Leistungsreihen:
1: Frankreich, Spanien, Schweden (Gruppe D/Kopenhagen), Dänemark (Gruppe C/Herning)
2: Kroatien (Gruppe B/München), Russland, Norwegen, Ungarn
3: Katar, Deutschland (Gruppe A/Berlin), Österreich, Mazedonien
4: Serbien, Tunesien, Island, Panamerika 1
5: Panamerika 2, Ägypten, Bahrain, Panamerika 3
6: Korea (Gruppe A/Berlin), Saudi-Arabien, Angola, Japan

Die letzten drei Plätze werden bei den panamerikanischen Meisterschaften in Nuuk/Grönland ausgespielt. Neben Gastgeber Grönland und Chile stehen die Top-Favoriten Brasilien und Argentinien in den Halbfinals. Die Entscheidung über das letzte WM-Ticket wird am Sonntagabend im Spiel um Platz drei fallen.

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