Das Fazit der U18-EM in Kroatien

Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

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Die Medaillen gingen allesamt nach Skandinavien, die deutsche Mannschaft belegte Rang sechs und stellte in Juri Knorr einen All-Star-Spieler, der zudem mit 33 Treffern zehntbester Werfer der EM war- das sind die Fakten der U18-Europameisterschaft in Kroatien.

Die DHB-Auswahl von Erik Wudtke und Alexander Koke hatte am Ende vier Siege und drei Niederlagen auf dem Konto, im Spiel um Platz fünf unterlag die deutsche Mannschaft am Sonntag mit 26:28 gegen Spanien, ehe Schweden sich den Titel durch ein 32:27 gegen Island sicherte und Dänemark durch ein 26:24 gegen Gastgeber Kroatien Bronze gewann.

„Wir hatten uns mehr vorgenommen“, sagte Bundestrainer Erik Wudtke gleich nach dem Turnier, dessen Analyse noch in Varazdin begann. „Wir haben für jeden Spieler dessen Wirksamkeit ermittelt - und schon bei diesen ersten Zahlen festgestellt, dass überall ein paar Prozent fehlten“, sagte Wudtke. Während die Defensive, speziell der Innenblock, ein Trainerlob erhielt, wurden im Angriff einige Probleme ausge-macht: „Wir haben zu wenige einfache Tore erzielt, die Kooperation von Rückraum mit Außen und Kreis hat nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt hatten, das Tempospiel ist noch ausbaufähig. Generell hat uns die Stabilität und Wettkampfhärte gefehlt, die zum Beispiel die beiden Finalisten auf die Platte gebracht haben. Und wir haben uns im Positionsangriff schwer getan“, sagte Wudtke. Dazu sei gekommen, dass die DHB-Auswahl in der deutlich stärkeren Turnierhälfte spielen musste, „was aber definitiv keine Ausrede sein soll“, wie Wudtke beteuert.

Entscheidend waren die beiden Hauptrunden-Niederlage gegen Island und Schweden, „da haben viele Kleinigkeiten gefehlt, die sich am Ende summiert haben“, sagt der Bundestrainer. Für Wudtke standen diese beiden Teams auch verdient im Finale: „Sie waren auch individuell am weitesten, das Finale war ein tolles Spiel. Island und Schweden waren besser als wir, das muss man neidlos anerkennen.“

Beim nächsten gemeinsamen Lehrgang wird die EM mit den Spielern noch intensiver analysiert, und danach beginnt quasi auch schon die Vorbereitung auf die U19-Weltmeisterschaft 2019 in Mazedonien, für die sich die DHB-Auswahl bereits mit dem Einzug in die Hauptrunde qualifiziert hatte.

EM-Tore Deutschland: Finn Zecher (TBV Lemgo/1); Jaris Tobeler (SG Flensburg-Handewitt/18) Loris Kotte (Füchse Berlin/14), Julian Köster (TSV Bayer Dormagen/3), Alexander Reimann (SC Magdeburg/8), Juri Knorr (FC Barcelona/33), Veit Mävers (TSV Burgdorf/17), Merlin Fuß (TV Hüttenberg/16), Ian Weber (HSG Wetzlar/8), Alexander Weck (Bergischer HC/1), Benedikt Damm (Rhein-Neckar Löwen/3), Axel Goller (VfL Pfullingen/3), Torben Matzken (Füchse Berlin/10), Yannick Danneberg (SC Magdeburg/17), Tolga Durmaz (Füchse Berlin/15)

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