Budenzauber, Partystimmung, tolle Tore

Foto: Heinz Zaunbrecher

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Fünf Tage nach dem Ende der Handball-Weltmeisterschaft wurde die Nationalmannschaft am Freitag beim All Star Game in Stuttgart noch einmal ausgiebig gefeiert. Vor 6200 Zuschauern in der ausverkauften Arena verlor der WM-Vierte zwar 39:42 (21:21) gegen eine hochkarätige Bundesliga-Auswahl - das Ergebnis spielte aber keine Rolle.

 Dass Bundestrainer Christian Prokop auf Kapitän Uwe Gensheimer, Torwart Andreas Wolff, Hendrik Pekeler, Steffen Weinhold und Steffen Fäth verzichten musste, tat der Stimmung keinen Abbruch. Dafür sorgte auch die gut aufgelegte Liga-Auswahl, die vom dänischen Weltmeister-Coach Nikolaj Jacobsen (Rhein-Neckar Löwen) und Meistertrainer Maik Machulla (Flensburg-Handewitt) trainiert wurde.

"Es war eine schöne Veranstaltung", sehr temporeich", sagte Prokop bei Sky Sport News HD. Fabian Wiede sah es ähnlich: "Es war ein schönes Gefühl, ein super Abschluss mit einer tollen Stimmung."

Beide Mannschaften verzichteten auf allzu viel Klamauk und zeigten viele technisch anspruchsvolle Aktionen. Ohne große Härte in der Verteidigung kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten. Schon zur Pause waren 42 Tore gefallen.

Das war beste Werbung für den Rest der Saison, die schon Mitte der kommenden Woche weitergeht. Auch in der zweiten Hälfte wurden reichlich Tricks ausgepackt. Dazu kamen starke Torwart-Paraden auf beiden Seiten.

Für Prokop ging es nach der Partie erst einmal in einen Kurz-Urlaub. "Ich konnte mich nach der WM noch nicht entspannen", sagte der Coach: "Ich hoffe, die Entspannung kommt in der Woche, die ich nun endlich mit der Familie verbringen kann." Das nächste Länderspiel bestreiten die Deutschen am 9. März in Düsseldorf gegen die Schweiz (dhb.de/tickets).

Die Einnahmen der Veranstaltung in Stuttgart flossen unter anderem in die Dirk-Nowitzki-Stiftung und den Joachim-Deckarm-Fonds. So kamen den beiden Stiftungen insgesamt 10.000 Euro zugute.

Neben dem Show-Spiel ging es in Stuttgart auch um Weichenstellungen für die Zukunft. Hinter verschlossenen Türen standen Spitzentreffen auf dem Programm. Bei der größten Runde unter der Leitung des Ligaverbandes HBL erörterten die Trainer, Sportchefs und Geschäftsführer der Bundesliga sowie der 2. Liga, wie der Schwung der Heim-WM mit in den Alltag genommen werden kann.

Nicht minder wichtig war das Treffen der Kapitäne der Klubs mit dem Mannschaftsrat der Nationalmannschaft. Hier stand das Dauerthema Belastung im Mittelpunkt. Die HBL und der Deutsche Handball-Bund (DHB) erhofften sich ein Stimmungsbild, das die Ansichten in der Liga repräsentativ widerspiegelt. "Das war insgesamt eine sehr gute Diskussionsrunde", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

Prokop bekommt noch vier Wochen Zeit, um der DHB-Spitze seine WM-Analyse vorzulegen. "Dann wird es ein Gespräch mit Sportvorstand Axel Kromer geben", äußerte Hanning: "Dann werden wir sehen, wo es Stellschrauben gibt, wo wir Dinge noch besser machen können."

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