Bad Blankenburger lassen im Derby nichts anbrennen

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Nur vier Tage nach dem großen DHB-Amateurpokal Finale, am Gründonnerstag, wurde der HSV Bad Blankenburg vom Ligaalltag eingeholt. Die Lavendelstädter luden am 24. MDOL Spieltag den HSV Apolda zum Thüringen-Derby.

Zur ungewohnten Abendzeit um 19:00 Uhr sollte die Partie in der Guts Muths-Halle angeworfen werden. Die Glockenstädter rechneten sich gute Chancen aus, im Abstiegskampf dringend benötigte Meisterschaftspunkte, aus der Kurstadt entführen zu können. Denn zu frisch war die bittere Enttäuschung der Schläger-Truppe, über den so dramatisch verpassten Pokaltriumph. Es war also nicht abzusehen wie sich das Erlebte in Kopf und Beinen der Spieler auswirken würde. Hinzu kamen personelle Sorgen in den Reihen der Bad Blankenburger.

Umso gelungener die Überraschung kurz vor Spielbeginn, als ca. zwei Dutzend Bad Blankenburger Fans die Mannschaft mit einem Transparent auf der Platte begrüßten. Das Banner sollte den entgegengebrachten Stolz und Respekt ausdrücken. Für die erbrachten Leistungen sowohl in Pokal- als auch MDOL Saison. Ebenso sollte es Dankbarkeit gegenüber der Mannschaft zeigen dafür, dass gut 70 Fans ein fantastisches Wochenende und den aufopferungsvollen Pokalfight in Hamburg erleben durften. An dieser Stelle auch noch mal ein Dankeschön an die Familie Franke für die gelungene Aktion.

Angenehm überrascht, gingen die Bad Blankenburger nach dem Anwurf zu Werke, wie es sich für einen Tabellenführer geziemt. Konzentriert und Dominant, von leerem Akkus nicht ansatzweise eine Spur. In den ersten elf Minuten der Begegnungen, ließen die Gastgeber nur zwei Treffer der Apoldaer zu. Erzielten selbst neun und legten zu diesem frühen Zeitpunkt den Grundstein für einen niemals gefährdeten Sieg.

In den ersten 15 Minuten der Partie schien es fast so, als würden die armen Apoldaer, die volle Wucht der Bad Blankenburger Frustbewältigung zu spüren bekommen. Erst nachdem die Schwarza-Taler in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs den Druck etwas lockerten, durften die Gäste aus Apolda etwas mitspielen. Der 17:13 Halbzeitstand, ließ den Apoldaern noch etwas Raum für das Hoffen, auf den so dringend benötigten Punktgewinn.

Mehr als Hoffen war für die Gäste aus dem nahen Apolda aber nicht mehr drin. Trainer Jörn Schläger stellte zur zweiten Halbzeit um. Brachte die beiden Nachwuchsspieler Tom Ebert und Söhnke Dolling. Die Gastgeber brauchten von nun an etwas Zeit um sich zu finden, was die Apoldaer zurück in Schlagdistanz brachte. Nach einem verwandelten Sieben-Meter in der 43. Spielminute waren die Gäste wieder bis auf einen Zähler herangekommen. Die beiden Youngstars hatten aber bis dahin ihre Nervosität abgeschüttelt. Vor allem Nachwuchstorwart Söhnke Dolling, sollte zur Freude der Bad Blankenburger Anhängerschaft, einen nicht geringen Teil am angepeilten Heimsieg beitragen. Mit starken Paraden ließ er die Apoldaer schier verzweifeln. Angetrieben vom sicheren Rückhalt aus dem Tor, setzte der HSV Bad Blankenburg zum Gnadenstoß an. Mit schönen Treffern von außen, aber auch wuchtigen Toren vom Kreis, setzten sich die Kurstädter wieder ab. Als Paul Weyhrauch per 7-Meter zum 29:23 (52.) einnetzte war das Spiel entschieden.

Mit einem 35:31 Sieg im Thüringen-Derby gegen den HSV Apolda, gingen die Spieler des HSV Bad Blankenburg in den wohlverdienten Osterurlaub. Das zurückerlangte Selbstvertrauen und die aufgefrischten Kräfte, werden die Lavendelstädter gut gebrauchen können. Denn am 23.04.2017 empfängt der HSV Bad Blankenburg zum Top-Spiel, die HG 85 Köthen in der Guts Muths-Halle.

Söhnke Dolling, Felix Herholc, Frank Grohmann (7), Paul Weyhrauch (5; 2/2), Tomas Zeman (3), Martin Müller, Tom Ebert, Martin Danowski (5), Radoslav Miler, Alexander Werner, Moritz Rahn (4), Juraj Geci, Marcel Werner (4), Philipp Große (7)

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