Ratinger Löwenrudel siegt

Foto: Leuchtkraft

Oberliga allgemein
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Dass den Löwen am Sonntagabend nach dem Schlusspfiff eine große Last von den Schultern fiel, war unübersehbar. Die letzten Energien zusammenkratzend kamen die Löwen zusammen um zu tun, was sie schon viel zu lange nicht mehr in einem Meisterschaftsspiel tun durften: Einen Sieg feiern.

Und auch wenn man vom hüpfenden Rudel den Eindruck gewinnen konnte, dass die Freude noch von einer halb feststeckenden Handbremse zurückgehalten wurde, so verrieten die Gesichter doch alles über das Innenleben der Spieler.
Der Punkt, auf den sich jede Mannschaft monatelang vorbereitet, war für die Löwen am Sonntagabend gekommen. Zum Meisterschaftsauftakt in Neuss bei der Zweitvertretung der Wikinger des HC Rheinland überwog aber vor allem eines: Unsicherheit. Nach einem Katastrophenjahr, dem Umbruch, der Einordnung in eine neue Liga und einer erwartbar schwankenden Vorbereitung war jeder Akteur im Rudel bemüht, zuerst einmal seine neue Rolle zu finden.

Auf die Platte schickte Khalid Khan zunächst Jascha Schmidt im Tor, Mateusz Dobrolowicz und Ace Jonovski im Mittelblock, Carsten Jacobs und Kai Funke auf den Halbpositionen und Simon Breuer und Dominik Jung auf Außen. Im Angriff kamen Marcel Müller und Ben Schütte für den Innenblock und die Löwen fanden sofort einen ordentlichen Zugriff auf die Partie. Nach dem Neusser Auftakttreffer erwies sich Marcel Müller als brandgefährlich für die Wikinger, erzielte alle seine vier Treffer innerhalb der ersten zwölf Spielminuten und durfte sich fortan über eine Sonderbewachung freuen. Die Verantwortung in der Offensive übernahm ohne Umschweife Simon Breuer, bis zum 8:6 (16.) war das Rudel auf dem Vormarsch.
Eine überzogene rote Karte gegen Ben Schütte in den Folgesekunden brachte allerdings einen Einschnitt für die SG mit sich. Drei Gegentreffer in Folge bedeuteten den zweiten Rückstand nach dem 0:1. Doch die Löwen bewiesen Charakter und zeigten einen neu gewonnenen Teamgeist. Der schnelle Drei-Tore-Konter durch Breuer, Worm und Jacobs zum 12:9 (25.) brachte die Mannschaft wieder in die Spur. Beim 14:12 Halbzeitstand ging es für die Mannschaften in die Kabinen.

Die Phase nach dem Seitenwechsel sollten sich als entscheidend für den Spielausgang erweisen. Dreizehn Minuten lang rührten die Löwen Beton an und mussten lediglich zwei Gegentore hinnehmen, bis zur 52. Spielminute waren es nur vier. Kai Funke hatte soeben zum 25:16 genetzt, überhaupt war die große Stärke des Rudels in Neuss die Breite. Neun Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein, bis auf Mateusz Dobrolowicz trafen alle eingesetzten Feldspieler. Grund zur Kritik gaben Khans Schützlinge ihrem Trainer dennoch. Nach der geschilderten Vorentscheidung ließen sie den Gegner noch einmal ins Spiel kommen und Ergebniskosmetik betreiben. Den abschließenden Siebenmeter verwandelte Carsten Jacobs zum 29:24-Endstand.

Insgesamt durften sich aber alle Löwen und deren Fans über viel Gutes freuen. Die ersten Punkte der Saison sind eingefahren, vielversprechende Debuts feierten Ace Jonovski, Jascha Schmidt und Yannik Nitzschmann. Doch auch die Spieler, die zunächst weniger Spielzeit bekamen, wussten ihre Chancen zu nutzen. Timo Worm und David Ferne setzten bei ihren Kurzeinsätzen wichtige Akzente. Und die beste Nachricht war dann doch die, dass noch immer Luft nach oben bleibt.

 

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