Leistungssteigerung im zweiten Durchgang bringt Punkte

Foto: Leuchtkraft

Oberliga allgemein
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Nach den ersten dreißig Minuten sah es gar nicht gut aus für das Löwenrudel. Der gastgebende TV Aldekerk hatte der Khan-Sieben ordentlich zugesetzt und ihre Schwächen schonungslos offengelegt. Doch das Rudel zeigte, dass die beeindruckende Rückrundenserie nicht von ungefähr

kommt, besann sich auf seine Stärken und drehte die Partie langsam aber sicher zum nunmehr elften ungeschlagenen Rückrundenspiel in Serie.

Das gute Wetter des Samstages entpuppte sich für die Löwen als trügerisches Omen. Voller Selbstvertrauen waren sie an den Niederrhein gereist, um dem Spitzenduo aus Langenfeld und Bonn weiter im Nacken zu sitzen. Doch im Gegensatz zum TVA wirkte der Frühsommer beim Rudel eher lähmend als erfrischend. Obwohl die Anfangsphase noch ausgeglichen verlief und die SG bis zum 6:7 (14.) mehrfach vorlegen konnte, war doch ein eklatanter Unterschied in der Art und Weise zu erkennen, mit der die Mannschaften aufspielten. Auf der einen Seite dynamisch, beweglich, lauffreudig. Und auf der anderen zögerlich, behäbig und beinahe ängstlich. Weil Khalid Khan letztere Eigenschaften ausschließlich bei seinem Team wahrnahm, versuchte er mit zwei relativ frühen Auszeiten (14. und 25.) entgegenzusteuern.

Doch auch dieses taktische Mittel erwies sich als machtlos, das Heimteam machte aus dem knappen Rückstand ein hochverdientes 14:9, dem besagte zweite Auszeit folgte. Die Löwen sehnten die Halbzeit herbei, schleppten sich bis zum 17:12 in die Pause und hatten dabei noch Glück, dass Jascha Schmidt im Dumeklemmer-Kasten ab der 20. Spielminute allmählich zur Hochform auflief und in den Schlusssekunden des ersten Durchganges eine Hundertprozentige der Gastgeber vereitelte. Das Rudel drohte in seine Einzelteile zu zerfallen und so war es Abwehrchef Ace Jonovski, der seine Kameraden in der Kabine auf seine Art wachrüttelte.

Zurück auf der Platte ließen sich die Löwen nicht lange bitten, der Aufforderung Jonovskis nachzukommen. Es lief zwar nicht sofort alles nach Plan, doch nach und nach bissen sie sich in Gegner und Duell fest. Einige ausgelassene Großchancen, unter anderem zwei vergebene Siebenmeter Schüttes, verhinderten ein frühzeitigeres Heranpirschen als beim 18:16 (39.) durch Timo Worm. Aldekerk hatte augenscheinlich zu viel von seinem Pulver verschossen, das zwischenzeitliche 20:16 (43.) war das letzte Aufbäumen gegen die herannahenden Gäste. Binnen sechs Minuten glichen diese aus, nach weiteren zwei prangte die erste Führung seit der Anfangsphase auf der Anzeigetafel - 20:22.

Doch die Partie blieb eng. Aus dem 23:23 (53.) heraus eilte das Rudel wieder auf 23:25 davon, fünf Minuten waren nach Lars Jäckels Rückraumkracher noch zu gehen. Beim Stande von 25:26 (58.) und eigenem Ballbesitz geriet die SG noch einmal unter gehörigen Druck. Bei angezeigtem Zeitspiel aber behielt Youngster Yannik Nitzschmann die Nerven und verwandelte einen Kempa zur Vorentscheidung. Hinten erkämpfte man sich den Ball und als erneut Nitzschmann zwanzig Sekunden vor dem Ende noch einen draufsetzte, war die Entscheidung gefallen. Hüben wie drüben gelang noch ein Treffer, mit 26:29 endete ein Spiel mit zwei gegensätzlichen Halbzeiten. Hervorzuheben war das geschlossene Zusam-menraufen des Rudels, mit dem in der zweiten Hälfte die Wende erzwungen wurde. Ohne die Glanzleitung von Löwenschlussmann Schmidt (s. Foto) wäre diese zudem nicht möglich gewesen.

Aufstellung SG: Schmidt, Loose - Funke (2), Jung (1), Jacobs (4), Mueller (3), Maesch (4), Schütte (3/1), Nitzschmann (4/1), Mergner (3), Jäckel (2), Jonovski