Interview mit Bielefelds Geschäftsführer

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Geschäftsführer Christian Sprdlik ist seit knapp einem Jahr bei der TSG A-H Bielefeld. Für uns Grund genug um einmal ein Resümee zu ziehen und ihm ein paar Fragen zur aktuellen Situation der TSG zu stellen.

­Herr Sprdlik, beschreiben sie doch mal ihren Start bei der TSG.

Mit der Vision ‚Handball Bundesliga in Bielefeld‘ und der damit verbundenen Marke HANDBOWL sind wir vor ca. einem Jahr gestartet, haben seitdem eine rasante Entwicklung genommen und viele neue Unterstützer für die TSG und das Projekt begeistern können. Von Beginn an bin ich auf viele offene Ohren und eine Menge Unterstützung gestoßen. Das war enorm wichtig und dafür bin ich sehr dankbar.

­Offene Ohren und eine Menge Unterstützung. Können Sie das genauer beschreiben?

Der gesamte Vorstand und alle Akteure im Verein haben die Neuausrichtung äußerst positiv aufgefasst und stehen absolut hinter dem Konzept und geben Tag für Tag alles dafür, dass es auch genauso weitergeht. Hinzu kommt die heimische Wirtschaft, die Ihrem Ruf innovativ, seriös und nachhaltig zu sein absolut nachkommt.
Die Idee „Bundesliga Handball in Bielefeld“ kommt an. Das Konzept wird sehr gut angenommen. Wir konnten den Etat im Vergleich zur Vorsaison etwa vervierfachen und die Anzahl der Sponsoren mehr als verdoppeln. Dank dieser Unterstützung aller Beteiligten konnten wir bereits jetzt innerhalb kürzester Zeit einen riesigen Schritt nach vorn machen.

Haben Sie dafür einige Beispiele?

Wir stecken enorm viel Kraft in den Aufbau von Strukturen und investieren auch hier, um administrativ perfekt aufgestellt zu sein. Ein Teil davon ist für alle sichtbar, ein Teil nicht. Wir spielen fast alle Spiele in der Seidensticker Halle mit eigens ausgelegtem Handballboden und können unseren Sponsoren jetzt schon – und das in der 4. Liga – eine LED-Bande für die perfekte Präsentation von Werbebotschaften bieten. Zudem bieten wir für alle Zuschauer ein äußerst professionelles Rahmenprogramm wie z.B. Cheerleading, Catering, Licht- und Nebelshow und machen somit den Handball in Bielefeld zum echten Erlebnis.
Ein tolles Highlight war hier wohl der Publikumsrekord aller Oberligen in der Hinrunde mit 3400 Zuschauern in der Halle. Wir haben ein Online-Ticketsystem eingeführt und eröffnen in diesem Sommer eine Geschäftsstelle genau gegenüber der Seidensticker Halle. Zusätzlich wurde mit Gustav Rydergard ein Jugendkoordinator eingestellt, der den Ausbau der Jugendarbeit im Leistungsbereich vorantreiben soll. Das alles zusammen sind unheimlich wichtige erste Schritte für die Entwicklung in Richtung professionellem Handball und da sind wir auf einem richtig guten Weg.

Wie beurteilen sie die aktuelle sportliche Situation?

Wir mussten bei meinem Amtsantritt sehr schnell und innerhalb kürzester Zeit an der Zusammenstellung des Kaders arbeiten, da uns zu diesem Zeitpunkt viele gute Spieler und Leistungsträger verlassen haben. Mit Maximilian Kroll, Julius Hinz, Gustav Rydergard, Johannes Krause, Arne Kröger, Jonas Zwaka und Marius Kastening ist uns das mit insgesamt sieben Neuzugängen, also 50% des Kaders, sehr gut gelungen und wir belegen damit aktuell einen hervorragenden 2. Platz in einer sehr starken Oberliga Westfalen. Meiner Meinung nach die stärkste Oberliga in Deutschland. Und wenn man bedenkt, dass wir in der Vorsaison mit dem 7. Platz abgeschnitten haben, ist das eine sehr gute Performance für
das erste Jahr nach der Neuausrichtung. ­

­Wohl wahr. Und was passiert wenn der Aufstieg am Ende der Saison nicht klappt?

Dann machen wir genauso weiter wie bisher. Mit voller Leidenschaft, Fleiß und Spaß an der Sache etwas Gutes hier in Bielefeld bewegen zu wollen. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir einen nachhaltigen Aufbau anstreben und nicht das Modell Brechstange fahren. Gesund wachsen
ist hierbei das Stichwort. ­

­Wagen wir einen Ausblick auf die nächste Saison. Wie ist der Stand der Planungen?

In naher Zukunft werden wir Neuzugänge für die kommende Saison präsentieren. Wir sind in überaus guten Gesprächen. Der eingeschlagene Pfad in Richtung Professionalisierung kommt auch bei den Spielern gut an. Details gibt es dann demnächst, wenn die Gespräche finalisiert sind.

Noch eine persönliche Frage, wie gefällt es Ihnen bei der TSG?

Die Zusammenarbeit mit dem gesamten Verein und den Sponsoren macht einfach riesigen Spaß und ist höchstmotivierend. Gemeinsam möchte man richtig viel bewegen und erreichen. Die Region Ostwestfalen-Lippe und insbesondere die Stadt Bielefeld mit den Nachbarkreisen Gütersloh und Herford sind für den Handball gemacht. Ich fühle mich unheimlich wohl in Bielefeld und freue mich riesig auf die Zukunft hier in der Sportstadt.
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