Ratinger Löwen unterliegen in Rheinbach

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Der dritte Spieltag der Regionalliga Nordrhein bringt die erste Saisonniederlage für die Löwen. Das Auswärtsspiel am Freitagabend beim TV Rheinbach, im Südwesten Bonns, ging nach 60 Minuten denkbar knapp verloren, sodass die Dumeklemmer die weite Heimreise ohne Zählbares im Gepäck antreten mussten.

Für die Partie im Süden NRWs musste Trainer Khalid Khan auf seinen Abwehrchef Ace Jonovski verzichten, der die nächsten Wochen noch mit einer Muskelverletzung ausfällt.

Die Löwen starteten insbesondere defensiv gut in die Partie und der wieder einmal starke Divi Angelov im Löwentor trug seinen Teil dazu bei, dass man nach knapp acht Minuten erst drei Gegentreffer hinnehmen musste. Das Manko war, wie schon in der Vorwoche gegen die Wölfe Nordrhein, der Angriff der Ratinger. Aus einer starken Deckung heraus verpassten es die Löwen ins Tempospiel zu gehen, während man sich im Positionsangriff viele leichtsinnige Fehler und Fehlpässe erlaubte, wodurch der TV Rheinbach zu einfachen Gegenstößen kam. So konnten die Hausherren mit 5:3 und 7:6 leicht in Führung gehen, anschließend zeigte sich wieder die gute Löwendeckung mit Torwart Angelov, in dem sie zwischen der 17. und 23. Spielminute nur einen Gegentreffer hinnehmen musste. In dieser Zeit konnte die 8:7 Führung der Rheinbacher in ein 10:12 für die Löwen umgemünzt werden. Dass diese Führung nicht weiter ausgebaut werden konnte, lag einmal mehr am statischen Angriff der Löwen, der es nicht schaffte, die Rheinischer Deckung in Bewegung zu bringen. Vom 10:12 konnte der TVR wieder mit 14:12 in Führung gehen, Max Eugler, Yannik Nitzschmann und Ole Völker drehten den Spieß in den zweieinhalb Minuten vor der Pause dann wieder zur 14:15 Halbzeitführung für die Gäste aus Ratingen um.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs konnten sich die Dumeklemmer dann weiter absetzen. Jascha Schmidt parierte den Strafwurf von Rene Lönenbach - Etienne Mensger und Yannik Nitzschmann erhöhten daraufhin zur 14:17 Löwenführung. Dass man sich im Verlaufe der zweiten Halbzeit nicht noch weiter absetzen konnte, lag einmal mehr am Offensivspiel der Ratinger. Zum gewohnten Bild des ersten Durchgangs kam nun noch die schwindende Chancenverwertung hinzu, da im zweiten Durchgang unter anderem vier Tempogegenstöße vergeben und somit die einfachen Torchancen ausgelassen wurden. So konnte der TV Rheinbach zwar zunächst zum 17:17 ausgleichen, die Löwen behielten aber beim 18:20 nach 42 Minuten noch die Oberhand. Nach der Auszeit von TVR-Trainer Karsten Bohmann-Hesse folgten dann allerdings acht torlose Minuten der Löwen, bis Filip Lazarov nach knapp 50 Minuten Treffer Nummer 21 beisteuern konnte.

Der eigenen Abwehrleistung war es zu verdanken, dass Rheinbach in diesem Zeitraum lediglich mit 22:20, bzw. nach Lazarovs Strafwurf mit 22:21 in Führung gehen konnte. Die Hausherren hatten Blut geleckt und konnten sich nach dem Anschlusstreffer wieder durch Tore von Rene Lönenbach und Robin Dick auf 24:21 absetzen. Gut sechs Minuten vor Schluss mussten die Löwen dann eine Zeitstrafe gegen sich hinnehmen, doch Jascha Schmidt konnte auch diesen Strafwurf parieren, woraufhin Yannik Nitzschmann beim 24:23 den Anschlusstreffer erzielen konnte. Nachdem Rene Lönenbach für seine Farben wieder auf zwei Tore erhöhte, konnte Lazarov abermals per Sieben Meter den Anschluss und Marcel Müller schließlich 45 Sekunden vor Schluss den Ausgleich erzielen. Das dramatische Ende war vorprogrammiert, als die Hausherren mit eben diesen 45 Sekunden auf der Uhr den Ball in der Hand und die Chance zur Führung hatten. Die verbleibende Zeit nutze der TV Rheinbach clever, unterbrach den eigenen Angriff nochmal mit einer Auszeit und behielt letztendlich die Nerven, als Robin Dick zehn Sekunden vor Schluss zum umjubelten 26:25 Siegtreffer verwandelte.

Khalid Khan war nicht nur mit dem Resultat, sondern auch mit dem Auftritt seiner Mannschaft alles andere als zufrieden: „Wir haben im Angriff Standhandball gespielt, waren undiszipliniert und haben einen Fehler nach dem anderen gemacht", so der Cheftrainer, „wenn wir es nicht in kürzester Zeit schaffen, unsere Spielauffassung zu verändern, werden wir große Probleme bekommen". Kapitän Kai Funke sieht die Sachlage ähnlich: „Wir haben am Ende verdient verloren, das muss man ganz klar so sagen. Rheinbach hat emotional mehr investiert, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen". Coach Khan bemängelt weiter: „Wir spielen zu langsam, ohne Gegenstoß, ohne Druck und versuchen mit minimalem Aufwand den größtmöglichen Ertrag zu bekommen. Und das wird in dieser Liga nicht passieren". Für die nächste Partie, das Heimspiel zur Saisoneröffnung gegen den BTB Aachen, erwartet Khan von seiner Mannschaft eine Reaktion: „Ich weiß, dass das kein Spieler absichtlich macht, aber ich erwarte, dass sich jeder mit den angesprochenen Punkten auseinander setzt". Zu seiner Erwartungshaltung für das kommende Wochenende sagt Khan, dass er für Samstag „keine Weltklasseleistung, aber definitiv eine Mannschaft mit einem anderen Gesicht" erwartet. Eine Woche hat das Team Zeit, um sich der Kritik anzunehmen, denn dann erwartet das Khan-Team in heimischer Halle den BTB Aachen - hoffentlich mit einem anderen Gesicht.

Spielfilm: 0:0, 2:2, 5:4, 7:6, 9:9, 11:12, 14:15, PAUSE, 16:17, 17:17, 20:20, 22:21, 24:23, 26:25, ENDE.

Löwen vs. Rheinbach:

Angelov, Schmidt - Nitzschmann 8/2, Lazarov 4/4, Eugler 3, Mergner 3, Müller 2, Mensger 2, Kerssenfischer 1, Plaumann 1, Völker 1, Funke, Bauer, Claussen.

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Letzte Aktualisierung: 22.10.2018 11:48:44
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