Barmbek mit knappem Sieg bei St. Pauli

Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

Oberliga allgemein
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Die HG Hamburg-Barmbek hat ihr Auswärtsspiel beim FC St. Pauli denkbar knapp mit 23:22 (12:10) gewonnen und so die Tabellenspitze verteidigt. Das war in dieser Partie aus Barmbeker Sicht dann auch schon das Beste, denn bis auf Spannung hatte dieses Spiel nichts von dem, was Handball so schön und spektakulär machen kann:

Gerade für St. Pauli ungewöhnlich wenig Stimmung, vor allem wegen des fehlenden Harzes viele Fehler auf beiden Seiten und so insgesamt ein zähes Spiel, das zudem nahezu in jedem Angriff durch eine Wischpause unterbrochen wurde. Trotz der Vorbereitungswoche ohne Backe, die vermutlich immerhin eine Niederlage verhindert hat, kamen die Barmbeker mit diesen Bedingungen nur schwer zurecht. Die Abwehr stand über Weite Strecken zwar ordentlich, doch im Angriff unterliefen der HGHB viele Ballverluste aufgrund von technischen Fehlern und auch die Abschlüsse, vor allem aus dem Rückraum, fanden ihr Ziel nur selten. So konnte sich kein Team entscheidend absetzen und die Führung wechselte ein ums andere Mal hin und her. Über 4:3 (10. Minute) und 7:7 (20.) konnte Barmbek sich dann allerdings auf 12:9 absetzen und nach einem weiteren Gegentor einen knappen Vorsprung mit in die Pause nehmen.

Wie schon am Ende des ersten Durchgangs schien die HGHB auch am Anfang der zweiten Hälfte ihr Mittel zum Erfolg in einer sicher stehenden Defensive und einfacheren Toren über den Gegenstoß und die zweite Welle gefunden zu haben. So brachte Barmbek sich bis zur 35. Minute mit 16:11 in Front, doch in der Folge wollte auf einmal kaum noch etwas gelingen. Ganze zehn Minuten lang erzielten die Gäste durch Ballverluste oder schwache Abschlüsse kein Tor, sodass die Hausherren Tor um Tor verkürzten und eine Viertelstunde vor dem Ende mit 17:16 die Führung übernahmen. Erst jetzt war die HGHB wieder erfolgreich und drehte die Partie durch Tore von Martin Laursen, Jannes Timm und Henning Mauer wieder auf 19:17 (50.). Doch auch der FC steckte nicht auf und nutzte die Barmbeker Probleme mit dem Spielgerät erneut, um sich wieder mit 21:19 in Führung zu bringen. So stand es auch fünf Minuten vor dem Ende noch 22:20 für die Gastgeber und der HGHB drohte die erste Niederlage. Doch Barmbek gab sich noch nicht geschlagen und schaffte mit einer tollen kämpferischen Teamleistung noch die Wende: Die Abwehr steigerte sich wieder, ließ kein Gegentor mehr zu und im Angriff konnten in den letzten drei Minuten die drei letzten Treffer des Spiels zum 23:22 erzielt werden. Am Ende konnte die HGHB so sicher auch etwas glücklich ihre weiße Weste wahren. Zudem hätte das Team in der einen oder anderen Situation etwas souveräner auftreten können, doch diese in der Liga einmaligen Bedingungen lassen in vielen Bereichen nicht unbedingt viel mehr zu.

Am kommenden Samstag, 29. September, darf die HGHB dann um 17.00 Uhr bei der SG WIFT Neumünster wieder Handball spielen, kann sich darauf aufgrund einer Hallensperrung aber nicht im heimischen MRG vorbereiten. Stattdessen wird am Dienstag eine zusätzliche Einheit beim Fitness-Partner Alsterfit eingelegt und am Donnerstag ein Testspiel beim SV Beckdorf bestritten.

„So ein Spiel braucht kein Mensch. Backefreier Antihandball mit einem Hauptakteur. Der Wischer hat wirklich ganze Arbeit geleistet. Beim 16:11 muss meine Mannschaft den Sack aber trotzdem zumachen. Zum Schluss hat meine Truppe dann nochmal Moral bewiesen und das Ding (Spiel wäre der falsche Ausdruck) gedreht. Das war leider der erwartete Krampf, wie immer auf Pauli", so HGHB-Coach Holger Bockelmann nach der Partie.

FC St. Pauli vs. HG Hamburg-Barmbek 22:23 (10:12)

Tor: Florian Knust (ein gehaltener Siebenmeter), Gerald Dobratz (ein gehaltener Siebenmeter)

Feld: Jannes Timm (6), Martin Laursen (5), Christoph Wischniewski (3/3), Henning Mauer (2), Jacek Tomala (2), Lasse Kohnagel (2), Timo Tennenbaum (1), Nico Hecht (1), Michael Kintrup (1), Finn Maciejewski, Moritz Hesse, Felix Charbatzadeh

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