Baurs EM-Kolumne: Ein Auftakt nach Maß

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

Europameisterschaft
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Markus Baur ist der EM-Experte der DKB Handball-Bundesliga. In seiner zweiten Kolumne blickt der Europameister von 2004 und Weltmeister von 2007 auf das Auftaktspiel der deutschen Mannschaft zurück und analysiert die beiden kommenden Vorrundengegner.

Liebe Handballfans,

der 32:19-Sieg gegen Montenegro war ein Auftakt nach Maß für die deutsche Nationalmannschaft. Das war eine sehr konzentrierte Leistung. Durch die stabile Abwehr im Zusammenspiel mit einem starken Andi Wolff im Tor sind uns viele einfache Tore gelungen. Sowohl taktisch, als auch spielerisch waren wir den Montenegrinern schlichtweg überlegen.

So ein deutlicher Erfolg ist bei einer hochkarätig besetzten EM immer auch ein Zeichen an die Konkurrenz. Aber das DHB-Team hat nicht als einzige Mannschaft eine Duftmarke gesetzt. Kroatien hat es gegen recht schwache Serben sehr gut gemacht. Die Isländer waren wieder einmal auf den Punkt topfit und haben gegen Schweden gleich für eine vermeintliche Überraschung gesorgt.

Die Spanier haben gegen Tschechien gerade einmal 15 Tore zugelassen. Und auch die Dänen hatten mit Ungarn nur wenige Probleme, obwohl Mikkel Hansen nach 40 Minuten mit Rot vom Feld musste. Viele Favoriten haben schon in ihren ersten Spielen bewiesen, dass eine unglaubliche Qualität in ihnen steckt.

Noch ein Blick auf unsere beiden nächsten Gruppengegner: Bei Slowenien hat sich der Ausfall von einigen Schlüsselspielern bemerkbar gemacht. Der WM-Dritte hat gerade in der Schlussphase gegen Mazedonien zu viele Fehler gemacht. Das ist man von den Slowenen eigentlich nicht gewöhnt. Normalerweise sind sie eine sehr spielstarke Mannschaft, die mit viel Tempo auftritt.

Deswegen wird es am Montag auch wichtig sein, dass wir wieder eine so kompakte Deckung hinstellen wie gegen Montenegro. Wenn wir die Slowenen unter 22 oder 23 Toren halten, werden wir auch gewinnen.

Mazedonien hat gezeigt, dass es nicht zu unterschätzen ist. Das ist ein ganz verrücktes Handball-Volk. Die Fans pushen ihre Mannschaft zu Höchstleistungen, gegen Slowenien war die ganze Halle rot-gelb. So wird das auch gegen die deutsche Mannschaft sein.

Und auch spielerisch hat es der mazedonische Kader in sich. Torwart Borko Ristovski spielt in Barcelona. Kiril Lazarov ist einer der besten Rückraum-Shooter der Welt. Vielleicht fehlt es Mazedoniens Kader ein wenig an der Breite. In einem Spiel sind sie aber sicher in der Lage, gegen jede Mannschaft zu bestehen.

Euer Schorsch

Der zweimalige Handballer des Jahres Markus „Schorsch“ Baur ist einer der erfolgreichsten Spielmacher in der deutschen Handball-Geschichte. In 228 Länderspielen erzielte er 712 Tore, wurde 2004 Europameister und Olympia-Zweiter und krönte seine Karriere 2007 mit dem Titel bei der Heim-WM. Mit dem TBV Lemgo feierte Baur 2003 die deutsche Meisterschaft. Die Ostwestfalen waren nach der aktiven Karriere auch Baurs erste Trainerstation in der DKB Handball-Bundesliga. Nach Engagements in Lübbecke, Schaffhausen und als DHB-Juniorenbundestrainer betreut Baur seit der Saison 2016/17 den Bundesligisten TVB 1898 Stuttgart.

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