EM-Tag 15: Spanien und Schweden im Finale, Kroatien holt Platz 5

Foto: Lächler

Europameisterschaft
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Am heutigen Freitag standen die Halbfinalbegegnungen zwischen Frankreich und Spanien sowie Dänemark und Schweden auf dem Programm. Vorher gab es das Spiel um Platz 5 zwischen Gastgeber Kroatien und Tschechien.

Spiel um Platz 5: Kroatien - Tschechien 28:27 (16:10)

Auch wenn es um nichts ging, konnte man in den ersten Aktionen erkennen, dass beide Teams das Spiel ernst nahmen. Tschechien erzielte die 1:0-Führung durch Kasparek, es blieb die einzige Führung im gesamten Spielverlauf. Kroatien drehte das Spiel umgehend mit drei eigenen Treffern. Tschechien blieb dran und konnte zum 3:4 verkürzen. Danach übernahm Kroatien aber das Kommando und hatte beim Zwischenstand von 14:8 erstmals einen 6-Tore-Vorsprung erreicht. Dieser Abstand stand auch beim Halbzeitpfiff auf der Anzeigentafel (16:10).

Nach dem Seitenwechsel stand beim Gastgeber zeitweise nicht die erste Sieben auf dem Parkett, was Tschechien nutzen konnte um den Abstand etwas zu verkürzen. Beim Spielstand von 23:17 war aber der alte Abstand wiederhergestellt. Doch plötzlich häuften sich bei Kroatien die Fehler und Tschechien konnte Tor um Tor verkürzen. Das Spiel zu drehen, gelang aber nicht. Es langte nur zum Anschlusstreffer zum 28:27 aus kroatischer Sicht, der Ausgleich gelang nicht mehr. Die Chance durch den starken Kasparek wurde leider vergeben.

Beste Werfer: Zlatko Horvat (Kroatien) 10 Tore, Ondreji Zdrahala (Tschechien) 12 Tore. Zdrahala dürfte damit die Torjägerkrone nicht mehr zu nehmen sein.

Im ersten Halbfinale trafen Frankreich und Deutschland-Bezwinger Spanien aufeinander.

Frankreich - Spanien 23:27 (9:15)

Den ersten Treffer erzielte Sorhaindo für die Franzosen, doch Spanien glich umgehend durch Sola aus. Nach Toren auf beiden Seiten gelang dann den Spaniern mit einem 3:0-Lauf eine 6:3-Führung. Frankreich kam aber wieder heran, beim 8:8 war der Gleichstand hergestellt. Beide Teams agierten dabei auf Augenhöhe. Zahlreiche Fehler, sowie fast 10 Minuten ohne Tor bei Frankreich ermöglichten es Spanien, sich mit 4 Toren abzusetzen. Bis zur Halbzeit gelang es Frankreich nicht, das Ergebnis noch zu verbessern. Mit 9:12 ging es in die Kabine.

Zu Beginn der 2. Halbzeit versuchte Nikola Karabatic mit Einzelaktionen dem Spiel eine Wende zu geben, was aber nicht so recht gelingen wollte. Mit einer guten Abwehr und einem treffsicherem Angriff konnte Spanien über 21:13 bis auf 23:14 davonziehen. Frankreich gab sich aber noch nicht geschlagen. Mit einem 6:0-Lauf konnte man auf 20:23 verkürzen. Obwohl Spanien nun selbst fast sieben Minuten ohne Tor blieb, gelang es den Franzosen nicht, das Spiel zu drehen. Über 25:21 ging es zum 27:23 für die Iberer, die damit den Finaleinzug bejubeln konnten.

Beste Werfer: Sorhaindo (Frankreich) 6 Tore, Sole (Spanien) 7 Tore

Im zweiten Halbfinale kam es zum skandinavischen Duell zwischen Dänemark und Schweden.

Dänemark – Schweden 34:35 (14:16/28:28)

Beide Teams begannen mit hohem Tempo und Jim Gottfridsson erzielte in der 2. Minute das 1:0 für die Schweden. Dänemark konnte prompt den Ausgleich durch Rasmus Lauge erzielen. Bis zum 4:4 (8.) fielen die Tore regelmäßig auf beiden Seiten, danach konnte sich die Schweden leicht absetzen. Nach 15 Minuten hatte Schweden eine 3-Tore-Führung herausgespielt (7:10). Bis zur 22. Minute konnte man den Vorsprung noch um zwei Tore ausbauen (11:16). Danach konnten die Schweden keinen weiteren Treffer mehr erzielen und konnten sich bei ihrem wieder stark haltenden Torhüter Andreas Palicka bedanken, dass sie noch eine 2-Tore-Führung (14:16) mit in die Halbzeit nehmen konnten.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte machte Palicka so weiter, wie er in der ersten Halbzeit aufgehört hatte. Aber auch Jannick Greene im dänischen Tor hatte gute Szenen. Mit zwei 7m-Toren und einem Trffer durch Gottfridson konnte Schweden den Abstand wieder vergrößern. Beim 15:20 (39.) war immer noch der 5-Tore-Abstand zu notieren, aber 3 Treffer der Dänen in Folge machten es wieder spannend. Nach Treffern auf beiden Seiten war Dänemark in der 49. Minute plötzlich auf ein Tor herangekommen. Morten Olsen hatte den Anschluß erzielt (21:22). Nach Toren auf beiden Seiten konnte Mikkel Hansen in der 54. Minute den Ausgleich durch 7m erzielen (25:25). Doch Schweden ging mit dem nächsten Angriff wieder in Führung. Eine weitere Parade von Palicka und ein Treffer von Zachrisson sorgten für einen 2-Tore-Vorsprung. Jim Gottfridsson legte noch einen Treffer drauf, beim Stand von 25:28 waren noch 2 Minuten zu spielen. Nach einer Auszeit gelangen den Dänen zwei Treffer zum Anschluss (27:28), Schweden kam in seinem letzten Angriff nicht zum Erfolg und im Gegenzug gelang Lasse Svan praktisch mit der Schlusssirene der Ausgleichstreffer zum 28:28-Endstand. Verlängerung !

Dank starker Paraden von Palicka und zwei vergebener Chancen von Linksaußen Magnus Landin konnte Schweden ein 31:30 mit in die zweite Hälfte der Verlängerung nehmen.

In dieser zweiten Hälfte konnte Dänemark zunächst ausgleichen, Schweden legte wieder ein Tor vor. Ein Fehler von Dänemarks Morten Olsen ermöglichte den Schweden einen weiteren Treffer. Diesen Vorsprung konnten die Schweden ins Ziel retten – Endstand 34:35. Schweden damit im Finale !

Foto: Matchwinner für Schweden:Andreas Palicka - hier im Vereinstrikot der RNL

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