Pokal-Triumph verpasst

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Es hat nicht gereicht. Im Endspiel um den DHB-Pokal verlor die SG Flensburg-Handewitt gegen den THW Kiel mit 23:29 (12:13).  Vor der ohren-betäubenden Kulisse von 13.200 Zuschauern im Pokal-Mekka Hamburg erwischte die SG die besseren Anfangsminuten und konnte durch einen verwandelten Siebenmeter von Anders Eggert und Treffern durch Rasmus Lauge und Holger Glandorf eine 3:1 Führung vorlegen.

Dann jedoch biss sich das Vranjes-Team die Zähne an der unglaublich beweglichen und offensiven Kieler Deckung aus, hinter der Keeper Niklas Landin einige starke Paraden zeigte. So gelang der SG knapp neun Minuten lang kein Tor und der Bundesligatabellenführer geriet mit 3:6 in Rückstand. Erst Spielmacher Thomas Mogensen brach nach einem schönen Spielzug über den Kreis, mit dem 4:6 den Bann. Durch ein weiteres Tor aus der Nahzone, diesmal vom etatmäßigen Kreisläufer Jacob Heinl, blieben die Flensburger beim 5:7 nicht nur in Schlagdistanz, sondern durch Lasse Svan und Rasmus Lauge, gelang nach 18 Minuten sogar der Ausgleich. Bis zum 10:10 durch Svan, sechs Minuten vor der Pause ging es hin und her. Dann leistete sich das Vranjes-Team zwei technische Fehler und der THW Kiel nutzte diese zum 12:10 Vorsprung. Die SG konnte auf 12:13 verkürzen und hatte eine Sekunde vor der Schlusssirene durch Lauge die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch sein Wurf ging zu zentral auf das Kieler Tor, so dass Niklas Landin parieren und die Führung der Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstädter zur Halbzeitpause sichern konnte.

Im zweiten Durchgang ging es in den ersten Minuten erneut hin und her und es deutete alles auf ein weiter spannendes Landesderby hin. Torerfolge von Rune Dahmke, Mykola Bilyk und Domagoj Duvnjak, konterte der Bundesligaprimus durch Treffer von Kentin Mahé, Holger Glandorf und abermals Mahé zum 16:15 Zwischenstand nach 36 Minuten. Doch fortan hatten die Kieler Zebras eine physisch starke Deckungsformation aufzubieten, die der SG Flensburg-Handewitt keine Möglichkeiten zur Entfaltung gab. Der am Vortag überragende Rasmus Lauge wurde von der THW-Defensive ebenso aus dem Spiel genommen, wie auch Mittelmann Thomas Mogensen. Jim Gottfridsson wurde von Abwehrchef Patrick Wiencek mit harten Aktionen „begrüßt“ und fand ebenso wenig Lücken zum Torerfolg. Zudem stand dahinter weiter der überragende THW- und dänischer Nationaltorhüter Niklas Landin, der zahlreiche Paraden zeigte und mit zunehmender Spieldauer den SG-Angreifern den sprichwörtlichen Zahn zog. Er brachte es im Laufe der Partie auf 17 Paraden der Marke Weltklasse. Dagegen war SG-Keeper Mattias Andersson, wie schon im Halbfinale gegen den SC DHfK Leipzig, kein Faktor und konnte seiner zumindest arbeitenden Deckung keine Stabilität verleihen.

Zudem kassierte Jacob Heinl im Mittelblock der Flensburger beim Stande von 15:16 eine umstrittene Zeitstrafe gegen den umsichtigen und in die Nahtstellen gehenden THW-Spielmacher Domagoj Duvnjak. Dies nutzte der Rekordpokalsieger, um sich einen 18:15 Vorsprung herauszuwerfen. Die SG agierte zunehmend unvorsichtig in der Defensive und leistete sich in den folgenden Minuten Zeitstrafen gegen Rasmus Lauge und Lasse Svan. Dies spielte dem THW Kiel in die Karten, der sogar auf 21:15 davonzog. Erst danach nahm SG-Coach Vranjes seine dritte Auszeit und schwor sein Team noch einmal ein. Doch nach dem 21:16 scheiterte Kentin Mahé an Niklas Landin. THW-Coach Alfred Gislasson nahm danach eine Auszeit und schärfte seiner Mannschaft ebenfalls noch mal die Sinne. Und diese legte durch den aus Kiel-Mönkeberg stammenden Rune Dahmke und Niclas Ekberg einen 23:16 Vorsprung drauf. 13 Minuten vor Spielende war dies schon eine Vorentscheidung, denn die immer noch kämpfende SG Flensburg-Handewitt ließ weiter zu viele hundertprozentige Torchancen ungenutzt. So parierte Landin noch zweimal überragend gegen den französischen Weltmeister Kentin Mahé. Der deutsche Nationaltorhüter Andreas Wolff entschärfte ebenso wie Landin in der ersten Halbzeit, einen Siebenmeter von Anders Eggert (s. Foto). Statt des Treffers zum 21:25, sieben Minuten vor dem Abpfiff, machte Duvnjak im Gegenzug mit dem 20:26 aus Sicht der SG dann aber endgültig den Sack zugunsten der Zebras zu.

THW Kiel – SG Flensburg-Handewitt 29:23 (13:12)

THW Kiel: Landin (17/1 Paraden), Wolff (1/1 Parade, bei einem 7m) – Duvnjak (7), Vujin (4), Wiencek (4), Ekberg (6/2), Toft Hansen, Weinhold (1), Nilsson, Santos (1), Dahmke (3), Bilyk (3), Brozovic

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (9 Paraden), Møller (3 Paraden, ab 45.) – Karlsson, Eggert (2/2), Glandorf (4), Mogensen (1), Svan (3), Djordjic (2), Jakobsson, Heinl (1), Toft Hansen (2), Gottfridsson, Lauge (4), Mahé (4)

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg/Dodendorf);

Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Toft Hansen 2, Weinhold 2, Bilyk 2 – Karlsson 2, Svan 2, Heinl 2, Lauge 2);

Siebenmeter: 2/2:4/2 (Eggert scheitert an Landin und Wolff);

Zuschauer: 13.200 (ausverkauft)

Spielverlauf: 0:2 (3.), 1:3 (4.), 6:3 (11.), 7:4 (12.), 7:7 (18.), 9:8 (20.), 10:10 (24.), 12:10 (26.), 13:11 (27.) – 15:13 (33.), 16:15 (36.), 21:15 (44.), 23:16 (47.), 23:18 (49.), 24:19 (50.), 25:20 (51.), 26:22 (57.), 28:22 (59.)
Von: jös/ki

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Letzte Aktualisierung: 28.05.2017 03:09:38
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