HSG Konstanz freut sich im Pokal auf Erstliga-Sechsten Wetzlar

(Foto: Peter Pisa)

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Das erste Pflichtspiel in der neuen Saison wird ein ganz großes für die HSG Konstanz und vor allem Junioren-Nationaltorwart Stefan Hanemann. In der ersten Runde des DHB-Pokals tritt die HSG Konstanz am 19. August gegen die HSG Wetzlar an – den Tabellensechsten der 1. Bundesliga und Jugendverein von Stefan Hanemann (s. Foto).

Die zweite Partie des Viererturnieres mit dem Tabellen-14. der abgelaufenen Zweitliga-Saison vom Bodensee bestreiten Drittligist SG Köndringen-Teningen und Zweitliga-Aufsteiger HC Elbflorenz Dresden. Die Sieger der beiden an einem Spielort ausgetragenen Partien ermitteln am 20. August im Finale den Teilnehmer am Achtelfinale des DHB-Pokals.

HSG-Präsident Otto Eblen freut sich nach der Auslosung gegen die Mittelhessen aus der stärksten Liga der Welt vor allem für seinen Torwart Stefan Hanemann, der eben erst seinen Vertrag bei der HSG Konstanz um zwei Jahre verlängert hatte – ohne Zweitspielrecht, nachdem zuvor das Erstspielrecht bei der HSG Wetzlar lag. „Für Stefan ist das sicher ein Traum, gegen die Profis seines Ex-Vereins spielen zu dürfen und zeigen zu können, was er draufhat“, so Eblen weiter. Nachdem Konstanz in den letzten Jahren nach Coburg und Aue gereist war und jeweils gegen die gastgebenden Zweitligisten antreten musste, liegt das Erstzugriffsrecht für die Ausrichtung der Vierer-Turniere, so die Handball-Bundesliga (HBL) heute Vormittag, anders als bislang bei den jeweils teilnehmenden klassentiefsten Vereinen. Falls die Ausrichtung abgelehnt wird, geht das Heimrecht auf einen anderen Teilnehmer über.

So dürfte die SG Köndringen-Teningen sich über den Heimvorteil freuen, zumal die HSG Konstanz in diesem Jahr ohnehin nicht für die Ausrichtung in Frage käme. Voraussichtlich von 17. Juli bis 18. August werden von der Stadt Konstanz beauftragte umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in der Schänzle-Sporthalle durchgeführt. So bekommt die direkt am Seerhein gelegene, schmucke Heimspielstätte der HSG Konstanz einen neuen Hallenboden mit farblich abgesetzten Torräumen und auch der Foyer- und Eingangsbereich der Halle werden renoviert. Ein anderer Zeitraum war laut Auskunft des Konstanzer Sportamtes aufgrund der Verfügbarkeit der durchführenden Unternehmen nicht zu bekommen. Eblen: „Der neue Boden ist dringend nötig und wichtig für uns, über die schnelle Realisierung freuen wir uns sehr, insofern könnten wir den DHB-Pokal ohnehin nicht ausrichten.“ Zu groß sind die Unwägbarkeiten bei einer derart großen Maßnahme, die voraussichtlich – ohne jede Verzögerung und Probleme – erst einen Tag vor dem Pokal-Termin fertig wird.

So freut sich der HSG-Präsident über die Zuteilung des langjährigen südbadischen Rivalen SG Köndringen-Teningen und geht, da man im Breisgau in der Vergangenheit dem SHV- und DHB-Pokal stets hohe Priorität einräumte, von einer Austragung in Teningen aus. „Für uns wäre dies auch eine tolle Sache, uns in Südbaden präsentieren zu können. Wir sehen uns schließlich als Vertreter Südbadens in der zweiten Bundesliga und A-Jugend-Bundesliga und wollen unseren Verband dort gut vertreten.“

Allerdings könnte die Aufgabe kaum schwerer sein. Mit 41:27 Punkten und Platz sechs hat die Mannschaft von Wetzlar-Trainer Kai Wandschneider eine sensationelle Saison hinter sich. Wandschneider wurde zudem zum Trainer der Saison in der 1. Bundesliga gewählt, Rückraumspieler Philipp Weber mit 224 Treffern Torschützenkönig der Eliteklasse. Stefan Hanemanns Smartphone glühte jedenfalls direkt nach der Auslosung. „Wahnsinn, alle haben mir geschrieben: Stjopa, Konstanz spielt gegen Wetzlar. Im Moment geht mir noch wenig durch den Kopf, ich kann das noch nicht richtig realisieren“, schüttelte der 21-Jährige fassungslos den Kopf: „Ein superschweres Los und hartes Brett für uns gleich im ersten Spiel. Auf dem Papier haben wir kaum eine Chance, aber im Sport ist alles möglich.“

Der Junioren-Nationaltorwart setzt nach seinem starken Comeback nach einer langen Verletzungspause auf „einen schlechten Tag“ beim Gegner, während bei der HSG alles funktionieren müsse. „Mein Traum war es, dort einmal zu spielen, jetzt bin ich stolz, dass wir es uns mit der HSG Konstanz verdient haben, gegen solch einen Hochkaräter antreten zu dürfen. Das erlebt man nicht alle Tage. Ich werde richtig heiß auf dieses Duell sein.“ Er sei guter Dinge und fragt selbstbewusst: „Vor was sollten wir Angst haben? Alle Teams befinden sich zu diesem Zeitpunkt in der Findungsphase und jeder erwartet einen klaren Wetzlarer Erfolg. Wir sind unberechenbar und wollen Wetzlar so gut es geht ärgern.“ Hoffnung macht ihm ein Blick zurück in die erste Runde des DHB-Pokals im Jahr 2015/16, als Wetzlar im Erstrunden-Turnier gegen Coburg mit 25:26 verloren hatte, nachdem Konstanz zuvor Coburg im Halbfinale desselben Turniers sehr unglücklich mit 24:25 unterlegen war. „Wir sind klarer Außenseiter, aber wir haben auch eine kleine Chance auf den Lucky Punch. Wenn nicht dort, wann dann?“

Die Spieltermine im DHB-Pokal 2017/18:

1. Runde: 19./20. August 2017
Achtelfinale: 17./18.Oktober 2017
Viertelfinale: 06./07. März 2018
REWE Final Four (Halbfinals & Finale): 5./6. Mai 2018

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