Recken fighten sich zum Sieg über Kiel

Foto: Uwe Serreck

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Drei Tage nach dem Sieg gegen die Füchse Berlin sorgten die Recken der TSV Hannover-Burgdorf schon wieder für Party-Stimmung in der TUI-Arena.

In einem begeisternden Pokalkrimi kämpfte die Mannschaft von Carlos Ortega den THW Kiel mit 24:22 (13:10) nieder.

5607 Zuschauer erlebten dabei einen Spielverlauf, den Krimi-Altmeister Alfred Hitchcock nicht besser hätte inszenieren können. Drei Minuten vor dem Ende stand die Partie bei 22:22 auf des Messers Schneide. Morten Olsen (siehe Foto) feuerte in Kugel dann in unnachahmlicher Manier zur Führung in den linken Torwinkel. Die Recken-Abwehr gewann erneut den Ball und bei angezeigtem passivem Spiel gelang Kai Häfner 60 Sekunden vor dem Ende der entscheidende Treffer. Wie schon gegen Berlin explodierte danach die Stimmung auf den Rängen. Schon in den ersten elf Minuten waren hannoverschen Fans in Ekstase. Burgdorf begann wie im Rausch und schraubte den Vorsprung gegen den entnervten Niklas Landin im Kieler Tor auf 8:0.

Doch Kiel blieb cool. Andreas Wolff kam ins Tor und wurde zum Rückkalt der Zebras. Entscheidend war jedoch, dass Trainer Alfred Gislasson auf eine offensive 3:2:1-Deckung umstellte. Hannover verlor den Schwung im Angriff und bei 9:6 (17.) war der Vorsprung fast dahin. Allein Keeper Martin Ziemer – hielt zwei Siebenmeter – sorgte dafür, dass der Vorsprung bis zur Pause hielt.

Nach Wiederanpfiff erhöhte Kiel die Schlagzahl, während die Hausherren zudem mit den Schiedsrichtern, die einen Griff von Christian Dissinger in den Wurfarm des frei durchgebrochenen Kai Häfner nicht ahndeten, aber Casper Mortensen nach einem Zusammenprall mit Steffen Weinhold auf die Sünderbank schickten. Kiel nutzte dies zum 17:15 (45.). „Da hatten wir das Spiel total im Griff. Ich bin total enttäuscht“, sagte Wolff nach dem Spiel im Sky-Interview.

Der Rückstand war der Weckruf für die Recken, die endlich wieder im Angriff zündeten. Mait Patrail glich zum 17:17 (47.) und das Spiel wurde zu einem Schlagabtausch, bei dem Mortensen und der eingewechselte Malte Semisch zum entscheidenden Faktor wurden für die Gastgeber, die vor allem in der Abwehr mit unglaublicher Leidenschaft fighteten.

Casper Mortensen war noch Minuten nach dem Spiel völlig ausgepumpt: „Das ist ein großer Moment für den Verein. Niemand hätte gedacht, dass wir Kiel zweimal in der Saison schlagen können.“

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