Hannover fährt nach Hamburg

Foto: Uwe Serreck

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Was für ein geiler Pokalfight in der TUI-Arena. Zu „wie ist das schön“ und nicht enden wollendem Beifall ließen sich die Recken der TSV Hannover-Burgdorf von ihren Fans für den 31:30 (16:12)-Sieg gegen Göppingen feiern.

„Ich bin glücklich, dass wir Geschichte geschrieben habe“, freute sich Trainer Carlos Ortega. Vergessen war auch auf den Rängen die Wut über die Unparteiischen, die mit ihren Pfiffen dafür sorgten, dass die Partie nach dem Treffer von Mait Patrail 31:27 (56.) zum Krimi wurde. Hannover kassierte in den letzten 270 Sekunden gleich drei (!!) Zeitstrafen, auf der anderen Seite blieben Fouls gegen Fabian Böhm und Morten Olsen ungeahndet, so dass Göppingen noch 30 Sekunden blieben, um in die Verlängerung zu kommen. Doch Burgdorf verteidigte mit unbändigem Kampf und schob die linke Seite zu, wo Marcel Schiller zum Wurf kommen sollten. „Vielleicht ein Coaching-Fehler von mir“, räumte Göppingens Trainer hinterher ein.

Gegen ein starkes Frisch-Auf-Team war es unter dem Strich aber der größere Wille der Recken, der den Unterschied machte. Schon nach 41 Sekun-den zog Morten Olsen den Ball am im Hinspiel überragenden Daniel Rebmann vorbei ins lange Eck zog. Hannover konzentriert, gallig in der Abwehr und mit dem absoluten Willen beim Abschluss. Kein Vergleich zur 19:30-Klatsche am Sonntag in der Liga.

Da Göppingen die Mitte dicht machte, trafen die Außen Casper Mortensen und Timo Kastening und Hannover führte 8:4 (14.). Brack hielt es nur selten auf der Bank. Er stellte seine Abwehr dann besser ein und Frisch-Auf war bei 13:12 (25.) dran. Die Recken legten dann eine Schippe drauf und mit der Sirene netzte Fabian Böhm zum 16:12-Pausenstand. „Das war unglaublich bitter“, analysierte Brack nach den Spiel.

Die Recken auch nach der Pause hochkonzentriert. Timo Kastening schloss einen Gegenstoß nach Ballgewinn zum 19:14 (34.) ab. Beeindruckend allerdings, wie die Mannschaft von Rolf Brack zurückkam. Längst fielen aus Sicht des Publikums jedoch alle 50:50-Entscheidungen gegen die Recken aus. Nach einem von „Schieber, Schieber“-Rufen begleiteten Siebenmeter von Marcel Schiller stand die Partie bei 24:23 (44.) auf der Kippe.

Wie noch nie in dieser Saison halfen die Fans ihren Recken. „Der Heimvorteil war gut für uns“, analysierte Manager Benjamin Chatton. Frenetisch wurde jede gelungene Aktion und jedes Tor gefeiert. Schon eine knappe Viertelstunde standen alle auf den Plätzen. Als Martin Ziemer einen Pass an der Mittellinie abfing und Mortensen zum 26:23 traf, explodierte die Stimmung. Eigentlich die Szene des Spiels. Niemand ahnte da, dass der Schlussakkord noch folgte.

 

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