Geschichte geschrieben

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Die TSV Hannover-Burgdorf hat Historisches geschafft. DIE RECKEN qualifizierten sich durch einen 31:30 (16:12) Sieg erstmalig für das REWE Final Four in Hamburg. „Wir sind sehr froh, dass wir Geschichte schreiben konnten. Es war ein packender Pokalabend, der alle Zutaten hatte, die so ein Spiel brauchte“, sagte Trainer Carlos Ortega.

„Beide Mannschaften haben einen rassigen Fight gezeigt. Ein großer Dank geht an unser Publikum, dass unser Team heute getragen hat“, lobte Geschäftsführer Benjamin Chatton die 6.102 RECKEN-Fans.

Anders als im Spiel vor zwei Tagen in Göppingen, waren DIE RECKEN im Pokal von der ersten Minute an auf Betriebstemperatur. Die Süddeutschen konnten nur bis zum 2:2 mithalten, ehe Casper Mortensen, Ilija Brozovic und Kapitän Kai Häfner zum 5:2 (7.) erhöhten. Bis zum 7:3 durch Morten Olsen lief es für die Niedersachsen wie am Schnürchen, ehe Göppingen in der Folge etwas mehr Zugriff bekam. DIE RECKEN konnten nicht weiter davonziehen und beim 13:12 (27.) war die Begegnung wieder nahezu ausgeglichen. Bis zur Pause setzten die Niedersachsen den nächsten Nadelstich. Casper Mortensen, Timo Kastening und Fabian Böhm kurz vor dem Pausenpfiff besorgten den 16:12 Halbzeitstand. „Da waren wir für zwei Minuten unachtsam“, ärgerte sich Göppingens Trainer Dr. Rolf Brack.

Nach der Pause entwickelte sich zwischen beiden Mannschaften ein offener Schlagabtausch. Sowohl DIE RECKEN als auch die Süddeutschen präsentierten sich im Angriff sehr effektiv. Bis Mitte der zweiten Halbzeit legten Kai Häfner und Co. vor, doch Göppingen gab sich nicht geschlagen. Beim 24:23 (45.) waren die Schwaben wieder dran, doch in einer Überzahlsituation legten DIE RECKEN wieder vor und setzten sich mit einem schnellen 3:0 Lauf wieder auf 27:23 ab.

Bis zum 31:27 (56.) durch Mait Patrail hielten die Niedersachsen den Vorsprung konstant und waren dem Ziel vom REWE Final Four greifbar nah. Doch in der Folge schwächten drei Zeitstrafen gegen Patrail, Olsen und Pavel Atman DIE RECKEN, so dass Göppingen noch einmal Lunte roch. „Das war sehr unnötig von uns. Wir haben uns selbst wieder in die Bredouille gebracht“, bemerkte Carlos Ortega.

Marcel Schiller mit drei verwandelten Siebenmetern brachte die Gäste 90 Sekunden vor Spielende auf 31:30 (59.) heran. Ortega nahm sein letztes Team-Timeout, doch DIE RECKEN konnten die Entscheidung nicht erzwingen. Stattdessen kam Göppingen nochmal in Ballbesitz und konnte urplötzlich die Verlängerung erzwingen. Mit einer sieben gegen fünf Überzahl versuchten die Süddeutschen, den Ausgleich zu erzielen, doch die RECKEN-Abwehr um Ilija Brozovic, Torge Johannsen und Co. zeigte sich hellwach und konnte den letzten Pass abfangen.

Spieler, Offizielle und 6.100 RECKEN-Fans lagen sich jubelnd in den Armen in der sicheren Gewissheit, dass die Niedersachsen mit dem Erfolg Historisches geschafft haben.

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