RECKEN greifen nach erstem Titel

Foto: Uwe Serreck

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Die TSV Hannover-Burgdorf darf weiterhin vom ersten Titel in der noch jungen Vereinsgeschichte träumen. DIE RECKEN setzten sich mit 24:19 (15:4) gegen die HSG Wetzlar durch und treffen morgen ab 15.15 Uhr (live in der ARD) auf die Rhein-Neckar Löwen.

Den Grundstein zum Sieg legten die Niedersachsen in der ersten Spielhälfte, als sie mit einer grandiosen Abwehrleistung und einem glänzend aufgelegten Martin Ziemer die HSG Wetzlar zur Verzweiflung brachten.

DIE RECKEN kamen hervorragend aus den Startlöchern und ließen sich auch von zwei frühen Zeitstrafen gegen Casper Mortensen und Fabian Böhm nicht beeindrucken. Gestützt auf starke Paraden von Torhüter Martin Ziemer gingen die Niedersachsen mit 2:0 (5.) in Front. Besonders die Abwehr der RECKEN war zu Beginn super auf die Kreuzbewegungen und das Angriffsspiel der Mittelhessen eingestellt. Zudem agierte Ziemer weiterhin auf hohem Niveau, so das sich DIE RECKEN nach einem erfolgreichen Sprungwurf von Morten Olsen bis auf 5:1 absetzen konnten (14.).
Wetzlar nahm seine Auszeit, doch das RECKEN-Bollwerk rührte weiter Beton an und schien für die HSG-Angreifer unüberwindbar. So konnte Kai Häfner in Überzahl zum 6:1 (16.) erhöhen, bevor die Niedersachsen im Gegenzug erst den zweiten Treffer überhaupt zuließen. Bis zur 22. Minuten hielten DIE RECKEN den Kasten bis auf den dritten Gegentreffer weiter sauber und kamen jetzt durch die Ballgewinne sogar zu leichten Toren aus dem Tempogegenstoß. Das 10:3 (22.) durch Casper Mortensen führte dazu, dass Wetzlar die zweite Auszeit nehmen musste.

Egal was den RECKEN auch in Form von der dritten Zeitstrafe (Ilija Brozovic musste auf die Bank) widerfuhr, sie kompensierten es mit unfassbar starker Beinarbeit und erzwungen so die Fehler der Wetzlarer. Vorne konnten sich die Niedersachsen in dieser Phase auf Fabian Böhm verlassen, der nicht nur in der Abwehr ohne Ende ackerte, sondern auch im Abschluss eiskalt agierte.
Weil Ziemer bis zur Pause alle haltbaren und weiterhin fast alle unhaltbaren Würfe entschärfte, konnten DIE RECKEN nach einem sehenswerten Kempator von Olsen und einem Treffer von Mait Patrail einen unfassbaren 15:4 Vorsprung mit in die Kabine nehmen.

In der zweiten Hälfte ließen die Niedersachsen gegen Wetzlars Kreisläufer Anton Lindskog zunächst etwas längere Leine. Der Schwede markierte drei HSG-Treffer, doch DIE RECKEN hatten in Kapitän Häfner die richtige Antwort parat und stellten wieder auf 17:7 (37.). Im Wetzlarer Kasten steigerte sich der ehemalig RECKE Nikolai Weber erheblich, doch die Niedersachsen konnten sich weiterhin auf einen gut aufgelegten Ziemer verlassen. Trotzdem verkürzte Wetzlar durch Tore von Alexander Hermann und Kristian Björnsen auf 17:9 (40.).
DIE RECKEN erlaubten sich jetzt ihre erste kleinere Schwächephase und kamen vor allem im Angriff nicht mehr so leicht zum Torerfolg wie noch in der ersten Halbzeit. Wetzlar machte es besser und verkürzte durch Björnsen auf 18:11 (43.). Doch DIE RECKEN schlugen nach einer Auszeit von Ortega zurück. Patrail markierte das 19:11 und Timo Kastening vollstreckte einen eigenen Ballgewinn zum 20:11 (44.).

In der Folge verpassten es die Niedersachsen zwar, sich erneut zweistellig abzusetzen und so brauchte es nach dem 20:13 einen weiteren Rückraumkracher von Kai Häfner, der zwölf Minuten vor dem Ende das 21:13 markierte. Der Kapitän der RECKEN übernahm jetzt immer stärker die Verantwortung und besorgte auch das 22:14 (50.).

Es brachen die letzten zehn Spielminuten an und Wetzlar versuchte, angetrieben von Torhüter Weber noch einmal, die Niedersachsen etwas stärker in Bedrängnis zu bringen. Martin Ziemer blieb aber ebenfalls konstant stark und entnervte vor allem die Wetzlarer Flügelzange Kristian Björnsen und Maximilian Holst.
Die endgültige Entscheidung zu Gunsten der RECKEN fiel dann in der 55. Spielminute, als Ziemer erneut Sieger gegen Björnsen blieb und Kárason im Gegenzug zum 24:17 einnetzte. Die Fans der RECKEN durften den Finaleinzug bejubeln und damit auch den Traum vom ersten Titelgewinn in der Vereinsgeschichte am Leben halten.

Um den Pokalsieg geht es am Sonntagnachmittag (15.15 Uhr) gegen den amtierenden Deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen, der sich deutlich gegen den SC Magdeburg durchsetzen konnte.

Ergebnisdienst Pokal

20.09.2018 20:00
EHF Champions League, 02.Spieltag
  
Wacker Thun - Cocks 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 20.09.2018 13:27:58
Legende: ungespielt laufend gespielt