Spannung war Trumpf - SG mit Herz und Leidenschaft

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mahe kentin flensburg ingrid anderson jensenDie SG Flensburg-Handewitt ist mit einem 24:24 (10:13)-Unentschieden in die Gruppe A der VELUX EHF Champions League gestartet. Es ist alles etwas anders bei einer Partie in der VELUX EHF Champions League: Spielfeld, Trikots und Einlauf-Zeremonie. Auch die Aufstellung der SG: Diesmal fing Kevin Möller im Tor an.

Hampus Wanne und Bogdan Radivojevic bekleideten die Flügel, und Jacob Heinl operierte als Halbverteidiger. Sonst war es wie immer: Was zählte, waren die Tore. Die SG war zunächst gut unterwegs. Kevin Möller parierte die ersten Würfe. Vorne agierte Kentin Mahé mit Druck. Es gab zwar eine gewisse Streuung bei den Würfen. Dennoch erzielte Holger Glandorf das 3:1.
Die Abwehr stand gut. Vorne glänzte Kentin Mahé mit all seiner Dynamik und brach zum 4:2 durch. Veszprém kam nun besser in Fahrt. Die individuelle Klasse von Momir llic oder Laszlo Nagy bestach. Plötzlich hieß es 5:6 – und schon wieder der ungarische Meister. Momir Iic blieb aber am Block hängen. Kevin Möller leitete blitzschnell den Gegenstoß ein und erreichte Bogdan Radivojevic, der ins verwaiste Gehäuse einwarf. 6:6!
Allerdings wurde es zunehmend schwerer, gegen Veszprém zum Erfolg zu kommen. Beim 7:9 nahm Ljubomir Vranjes sein erstes Team-Timeout. Ivan Horvat spielte nun für Petar Djordjic. Kevin Möller parierte gegen den freistehenden Cristian Ugalde, Kentin Mahé schloss die zweite Welle zum 8:9 ab. Die SG blieb vorerst dran. Allerdings ließ sie wie Siebenmeter aus und lag zur Pause mit 10:13 im Rückstand.

In der Halbzeit nahm Ljubomir Vranjes einige Umstellungen vor. Lasse Svan tauchte auf Rechtsaußen auf, Jacob Heinl am Kreis, und Mattias Andersson hütete nun das SG Gehäuse. Kentin Mahé verkürzte, dann fiel die SG jedoch auf 11:16 zurück. Schon nach fünf Minuten trommelte Ljubomir Vranjes seine Jungs zusammen, um sie nochmals auf die große 6:0-Abwehr des ungarischen Champions einzuschwören. Der nächste Treffer von Thomas Mogensen zeigte den Willen der SG, für eine Aufholjagd reichte es aber noch nicht. Roland Mikler unterstrich seinen Ruf als Klasse-Keeper, wenn die SG zu guten Chancen kam.

Thomas Mogensen nahm das Zepter in die Hand, erzielte nun die Tore, brachte die SG auf 16:18 heran und entfachte den emotionalen Austausch mit den Zuschauern, die stehende Ovationen spendeten. Veszprém rettete sich in eine Auszeit. Die SG hatte Glück, als ein Distanzwurf der Ungarn am leeren SG Gehäuse vorbeikullerte. Dann schlugen aber die großen Individualisten, Momir Ilic und Laszlo Nagy, zu und bescherten Veszprém einen 17:21-Vorsprung. Ljubomir Vranjes setzte seinen letzten Joker: Saison-Debütant Jim Gottfridsson kam in der 52. Minute und erzielte kurz darauf das 20:22. „Flensburg!“, skandierten die Ränge. Veszprém blieb cool: Aron Palmarsson traf gekonnt aus dem Rückraum. Angesichts des erneuten Drei-Tore-Rückstands intervenierte Ljubomir Vranjes fünf Minuten vor Schluss ein letztes Mal mit der grünen Karte. Kentin Mahé und Thomas Mogensen sollten es in der zweiten Reihe richten. Die Defensive war nun offensiver ausgerichtet. Holger Glandorf traf mit einem spektakulären Heber, Kentin Mahé behielt Nervenstärke beim Siebenmeter. 22:23 – es war nun dramatisch.

Aron Palmarsson sorgte wieder für etwas Luft für Veszprém, 32 Sekunden vor Ultimo war aber Jacob Heinl zur Stelle und verkürzte erneut. Die SG versuchte alles – und Veszprém verlor tatsächlich den Ball. Kentin Mahé (s.Foto)  lupfte den Ball ins leere Tor – und die letzten zehn Sekunden liefen ohne Zwischenfall ab. Die „Hölle Nord“ feierte den einen geretteten Punkt wie einen Sieg. Das war „großes Kino“ – auch wenn der 100. Heimsieg auf europäischer Ebene verpasst wurde.

SG Flensburg-Handewitt – Telekom Veszprém 24:24 (10:13)

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (6 Paraden, ab 31.), Møller (9 Paraden) – Karlsson, Glandorf (5), Mogensen (4), Svan, Wanne (1), Djordjic, Heinl (1), Zachariassen, Toft Hansen (2), Gottfridsson (1), Mahé (9/3), Radivojevic (1), Horvat

Telekom Veszprém: Mikler (14/2 Paraden) – Gulyas, Ivancsik (), Schuch, Ilic (), Nilsson (), Nagy (), Kopljar (), Ugalde (), Marguc, Terzic, Gajic () Lakai (), Palmarsson

Schiedsrichter: Eliasson/Palsson (Island);

Zuschauer: 5200

Fotogratin: Ingrid Anderson-Jensen

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19.09.2018 19:00
EHF Champions League, 02.Spieltag
  
SG Flensburg-Handewitt - HC Prvo plinarsko drustvo Zagreb 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 19.09.2018 08:57:03
Legende: ungespielt laufend gespielt