Flensburg mit neuem Trikot zu zwei Punkten?

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moeller kevin flensburg ingrid anderson jensenEs sind nur rund 200 Kilometer, die die SG Flensburg-Handewitt zurücklegen muss. Aber mit dem zweiten Spieltag in der Gruppe A der VELUX EHF Champions League betritt sie echtes Neuland. In Aarhus treffen am Sonntag um 16.50 Uhr erstmals der dänische Meister BSV Bjerringbro-Silkeborg und das Nordlicht der Bundesliga in offizieller Mission aufeinander.

200 Fans fahren mit und hoffen auf den ersten Sieg ihrer Lieblinge in der Gruppenphase. „Unser Gegner will Schaffhausen und Plock hinter sich lassen und hofft Zuhause auf die eine oder andere Überraschung“, weiß SG Kreisläufer Henrik Toft Hansen. „Das wollen wir aber nicht zulassen.“

Eine Premiere gibt es nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch in der Ausstattung der SG Profis. Sie werden in Aarhus erstmals ein neues Trikot tragen. Das Logo von JYSK wird die Spielerbrust zieren. Das ist der Name des dänischen Mutterkonzerns, der in Deutschland als DÄNISCHES BETTENLAGER firmiert. Im Ausland und vor allem in Dänemark ist aber JYSK sehr bekannt. Da JYSK auch bei BSV Bjerringbro-Silkeborg als ein wichtiger Sponsor auftritt, heißt es am Sonntag: „JYSK meets JYSK”.

Auf der Geschäftsstelle hallte noch etwas der Ärger um das Termin-Gerangel nach. Bekanntlich war lange Zeit das SG Heimspiel gegen Leipzig fast gleichzeitig angesetzt. Die Dänen pochten wegen einer TV-Übertragung auf den Sonntag, die SG konnte wegen einer Oktoberfest-Veranstaltung in der „Hölle Nord“ die Bundesliga-Partie nicht vorziehen. Nun kommt Leipzig erst am 30. November, und die SG hatte unter der Woche unverhofft spielfrei. Ljubomir Vranjes baute aus Kraft, Handball-Einheiten und Regeneration ein umfangreiches Übungsprogramm zusammen. „Wir bereiteten uns auf die nächsten fünf bis sechs englischen Wochen vor“, erklärt der SG Trainer.

Bjerringbro-Silkeborg spielte am Mittwoch in der dänischen Liga und schlug Skanderborg souverän mit 34:27. Bester Schütze mit neun Treffern war Rückraum-Ass Allan Damgaard, der im letzten Jahr bis zur Insolvenz beim HSV Hamburg gespielt hatte. Die bekanntesten Akteure sind Michael Knudsen und Søren Rasmussen. Das Duo gewann 2014 mit seiner letzten Partie im SG Trikot die VELUX EHF Champions League. „Wir fahren in erster Linie dorthin, um zu gewinnen – danach können wir mit den beiden quatschen“, sagt der alte Weggefährte Jacob Heinl. In Jütland gibt man sich bescheiden. „Wir stehen vor einer großen Herausforderung“, erklärte BSV-Trainer Peter Bredsdorff-Larsen vor dem Saisonstart. „Trotzdem wollen wir in jedem Spiel um die Überraschung kämpfen. Ich sehe Chancen, dass wir vor Plock und Schaffhausen landen und das Achtelfinale erreichen“. Das jüngste 25:24 in der Schweiz passte genau ins Kalkül.

Bis auf Rasmus Lauge (Außenmeniskus) dürfte Ljubomir Vranjes alle Mann an Bord haben. Vor allem bei den Dänen im SG Dress herrscht große Vorfreude. Henrik Toft Hansen besorgte gleich zehn Tickets für seine Angehörigen. „Wir Dänen freuen uns immer, wenn wir in der Heimat spielen dürfen“, erzählt der Kreisläufer. Als sein Ex-Klub AG Kopenhagen 2012 Konkurs ging, wechselte er für ein Jahr zum BSV. „Bis auf den Halbrechten Nikolaj Oris, der derzeit verletzt ist, spielt von damals allerdings keiner mehr in Silkeborg“, berichtet Henrik Toft Hansen. Kevin Møller (siehe Foto) trifft mit Linksaußen Stefan Hundstrup und Kreisläufer Rasmus Jensen auf zwei Weggefährten aus gemeinsamen Zeiten bei GOG. „Es ist immer lustig, nach Dänemark zu kommen und vor dänischen Zuschauern zu spielen“, freut sich der Torwart. Jetzt fehlen nur noch die Punkte.

Splitter

Fernsehen. Der Pay-TV-Sender „Sky“ steigt um 16.35 Uhr in die Berichterstattung ein.

Live-Ticker. Zum Live-Ticker der VELUX EHF Champions League geht es hier.

Schiedsrichter. Andrei Gousko und Siarhei Repkin (Weißrussland).

EHF-Delegierter. Gunnar K. Gunnarsson (Island).

Foto: Ingrid Anderson-Jensen