Füchse ziehen ins Europapokal-Finale ein

(Foto: Foto-Lächler)

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Die Füchse Berlin haben am Samstag 35:24 (17:10) im Halbfinale des EHF-Cups gegen Saint-Raphael gewonnen. Damit stehen sie im Finale, das am Sonntag um 17:00 Uhr gegen Frisch Auf Göppingen angepfiffen wird. Bester Werfer für Berlin war Hans Lindberg mit elf Toren, Heinevetter (s. Foto) parierte 16 Mal.

Die Füchse Berlin gingen durch Fabian Wiede im ersten Angriff in Führung. Diese schien für zehn Minuten auf wackligen Beinen zu stehen, glich Saint-Raphael doch stets wieder aus, beispielsweise durch Alexandru Simicu (2:2) und Miroslav Jurka (3:3). Schließlich erlangten die Berliner (auf dem Spielzettel als Gäste deklariert) mit der Abwehr aber mehr Zugriff auf den Gegner, was auch Silvio Heinevetter im Tor seinen Job erleichterte.

Die erste Zeitstrafe sah Saint-Raphael, nachdem Petar Nenadic hart angegangen wurde. Diese Überzahl nutzen die Füchse geschickt, Fabian Wiede stieß erst durch die Lücke, Kresimir Kozina traf anschließend das leerstehende Tor und Hans Lindberg verwandelte seinen zweiten Siebenmeter zum 7:4. Joel Da Silva nahm die Auszeit.

In der 12. Minute krachte Bjarki Elisson unglücklich mit Saint-Raphaels Rechtsaußen Miroslav Jurka zusammen, Hinterkopf traf Kiefer. Jurka musste ausgewechselt werden, Elisson sah die Rote Karte. Eine höchst umstrittene Entscheidung, da Elisson selbst noch in den Gegner hineingeschubst wurde und sich beide Beteiligten übersehen hatten. Dies sah auch Füchse-Coach Velimir Petkovic so, der wegen seiner Beschwerde verwarnt wurde.

Doch auch in Unterzahl kassierte sein Team erstmal kein Tor, sondern traf durch den nach Rechtsaußen durchwackelnden Petar Nenadic (8:4, 13. Minute). Im Anschluss behielten die Hauptstädter einen Drei-Tore-Vorsprung bei, profitierten dabei aber von mehreren technischen Fehlern der als Gastgeber gesetzten Franzosen. Vier Tore wurden es in der 21. Minute, als Heinevetter ein Pass bis an den gegnerischen Sechser gelang, den Kozina im Drehsprung fing und ansatzlos per Dreher einnetzte. Lindberg erhöhte auf 11:6 (22. Minute).

Der nun immer mehr in Fahrt kommende Heinevetter wurde wie zuletzt ein sicherer Rückhalt für sein Team, gingen ihm in den ersten Minuten noch einige Dinger knapp durch, entschärfte er kurz vor der Halbzeit mehrere freie Versuche der Franzosen. Beim Stand von 12:6 setzte sich Fabian Wiede auf die Bank und kühlte sich den Daumen der rechten Hand. Dies aber nicht besonders lange. Als Kent Tönnesen für zwei Minuten auf die Bank musste, ersetzte er ihn wieder und traf direkt zum 16:8 (28.) – zur Halbzeit stand es 17:10 für Berlin.

Zur zweiten Halbzeit gab es direkt den nächsten Schock für die Füchse: Bei einer glänzenden Abwehr-Aktion (Raphael Caucheteux rannte per Konter alleine aufs Tor zu, Wiede blockte ihn zum Freistoß ab) musste aber anschließend humpelnd ausgewechselt werden. Wenig später stand er aber wieder fest auf beiden Füßen.

Die Führung mit sieben Toren behielten die Berliner bei, in Minute 40 Stand es 21:14. Maßgeblich beteiligt waren Petar Nenadic, Hans Lindberg und Kent Tönnesen sowie Silvio Heinevetter, der einen Konter von Caucheteux wie beiläufig mit einem Kick entschärfte.

Dies war der entfesselnde Startschuss für die Füchse Berlin. Es gelang alles – egal ob Petar Nenadics Tor von Linksaußen, Lindbergs Heber beim Siebenmeter oder das Vereiteln einer Großchance inklusive Nachwurf von Heinevetter. Joel Da Silva musste 15 Minuten vor Schlusspfiff und beim Stand von 26:18 für Berlin erneut die Auszeit nehmen.

Doch es half alles nichts: Berlin ließ sich den wohlverdienten Sieg nicht nehmen, spielte einfach so weiter wie bisher und gewann schließlich 35:24.

„Ich denke, man kann überhaupt nicht meckern. Wir haben das Spiel von Anfang an dominiert und nichts anbrennen lassen. Wir haben klar gemacht, dass wir ins Finale wollen. Die Abwehr war überragend, im Angriff lief der Ball gut und schnell. Von daher: Wir habe einfach alle funktioniert", sagte Fabian Wiede nach der Partie.

Petar Nenadic spielte trotz doppeltem Bänderriss und war überragend. Sein Statement zum Spiel: „Es tat weh, klar, vor allem nach dem Spiel. Aber in 20 Stunden ist Finale und da gibt es keine Schmerzen, keine Liebe, da muss man gewinnen. Ich konnte viele einfache Tore machen, musste aber clever agieren. Ich habe sehr viel Respekt vor Saint Raphael und mir deshalb genau angesehen, was sie so machen. Dadurch konnte ich Kraft sparen, am Ende bin ich natürlich raus, als der Sieg schon sicher war. Die Differenz war am Ende meiner Meinung nach übrigens zu hoch."

Übrigens: Nicht nur die Profis der Füchse Berlin bestritten am Samstag erfolgreich ein Halbfinale. Sowohl A- als auch B-Jugend gewannen im Kampf um die Deutsche Meisterschaft ihre Spiele. Bob Hannings A-Jugend setzte sich mit einem Tor gegen Leipzig durch (35:34) und steht damit bereits im Finale. Die B-Jugend von Fabian Lüdke siegte im Halbfinal-Hinspiel souverän mit 25:16 gegen Flensburg und hat somit ebenfalls beste Chancen aufs Finale.

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