1. Finaltag in Köln

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Am Pfingstwochenende findet wie bekannt das Final 4 der Champions League in Köln statt. Erstmals in dieser Form ohne deutsche Beteiligung, aber trotzdem ein Leckerbissen für alle Handballfans. Alle Mannschaften zeigten am Samstag in den Halbfinals, dass sie auf Augenhöhe liegen und alle die Chance auf den Titelgewinn hatten.

 1. Halbfinale: Telekom Veszprem - Paris St. Germain  26:27 (11:11)

Für viele Zuschauer war Paris leicht favorisiert, aber davon merkte man im Spiel nicht viel. Veszprem spielte gut mit und hatte in der Schnelligkeit leichte Vorteile. Paris setzte auf seinen Rückraum (Hansen, Karabatic, Narcisse) und auf seine Außen Abalo und Gensheimer, der wie Team-Kollege Mikkel Hansen mit sieben Toren erfolgreichster Werfer war. Ein weiterer großer Rückhalt war der mittlerweile 40-jährige Omeyer im Tor der Franzosen. Paris hatte in beiden Halbzeiten einen guten Start. Doch die Ungarn ließen nicht locker und hielten die umkämpfte Partie gegen das Weltklasse-Team aus Frankreich offen. Im zweiten Abschnitt konnte sich Paris einen kleinen Vorsprung erarbeiten, den der Favorit bis zum Abpfiff rettete. Bester Torschütze für Veszprem war Nagy mit 6 Treffern. Bei den Ungarn führte Palmarson zwar gut Regie und setzte mit guten Anspielen seine Kreisläufer ein, aber aus dem Rückraum (Ilic, Palmarson) kam zu wenig und Nagy allein reichte nicht.

Karabatic auf Pariser Seite bestimmte das Spiel seines Teams, aber erzielte erst kurz vor Schluß ein Tor, wenn auch ein wichtiges. Nun muß man abwarten wie die "älteren" Spieler die Partie verkraftet haben und sich im Finale präsentieren. Zumindest Karabatic machte partiell einen müden Eindruck.

2. Halbfinale: Vardar Skopje - CF Barcelona  26:25  (13:12)

RK Vardar sorgte im 2. Spiel des Tages für die Überraschung. Der Neuling besiegte den FC Barcelona nach einem engen Match auf Augenhöhe mit 26:25 (13:12). Den Siegtreffer setzte Spielmacher Luka Cindric, der zwei Sekunden vor Ende den goldenen Treffer erzielte. Beste Werfer der Partie waren Alex Dujshebaev und Ivan Cupic mit je sieben sowie Kiril Lazarov mit sechs Treffern. Die Mazedonier, die im Viertelfinale Flensburg ausgeschaltet hatten, siegten dank ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit gegen die individuelle Klasse der Spanier. "Skopje spielt eine unangenehme 5-1-Deckung. Sie lässt es nicht zu, dass der Ball gut laufen kann", warnt Gensheimer.

In der ersten Hälfte ging Barcelona nach einer kurzen Phase der Eingewöhnung mit 8:5 in Front, aber auch dank eines ausgezeichnet haltenden Sterbik konnte Vardar mit schnellem Spiel immer wieder ausgleichen. Teilweise spielten die Mazedonier die Abwehr der Spanier mit tollen Kombinationen schwindlig. Barcelona war immer gut, wenn man schnell ins Kontern kam, aber dazu hätte es einer besseren Torhüterleistung bedurft, die zeigte auf der Gegenseite Sterbik, der einige Vorlagen zum Konter lieferte.

In Hälfte 2 versäumte es Skopje den Vorsprung weiter auszubauen, so dass Barcelona immer wieder heran kam und dann sogar  knapp in Führung ging. Doch dank Sterbik und Cindrics Wurf in den Schlußsekunden schoß sich Vardar ins Finale. ein verdienter Sieg des Teams. Auf Seiten Vardars spielten als "ältere" Kollegen Canellas und Makheda auf der anderen Thomas, Jicha und Lazarov. Das Manko aus dem Rückraum der Spanier lag darin, daß Wallouz nicht wie gewohnt traf und Jicha fast nur Abwehr spielte, seine Zeit bei einem Topklub scheint vorbei zu sein.

Als Fazit ist zu sagen, dass beide Finalisten ein gutes Endspiel erwarten lassen und dieses mit einer guten Leistung erreicht haben. Viel Spaß am Pfingstsonntag Abend.

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Ergebnisdienst Pokal

04.03.2018 15:00
DHB-Pokal, Viertelfinale
  
HSG Wetzlar - TVB 1898 Stuttgart 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 18.12.2017 19:40:36
Legende: ungespielt laufend gespielt