Sensationssieg für Skopje in Köln

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Nach den teilweise überraschenden Ergebnissen des Halbfinaltages gab es am Sonntag das Spiel um Platz 3 und das Finale der Champions League und es gab einen überraschenden Sieger.

Spiel um Platz 3:

Telekom Veszprem – CF Barcelona 34:30 (18:17)

Die Bronzemedaille beim Final Four der VELUX EHF Champions League geht an Telekom Veszprem. Die Ungarn besiegten im kleinen Finale Barcelona mit 34:30 (18:17) und feierten so einen versöhnlichen Abschluss. Zur Pause war das Match noch ausgeglichen, dann setzte sich Veszprem im zweiten Durchgang schnell ab und kontrollierte den zweiten Durchgang. Bester Werfer war Aron Palmarsson (8), für Barcelona erzielte Timothey N Guessan sechs Tore.

In den ersten Minuten bemühte sich Barcelona, aufs Tempo zu drücken, während Veszprem vor allem über die individuelle Stärke zum Torerfolg kam. Das Spiel war in dieser Phase extrem ausgeglichen. Zuerst führte Veszprem knapp, dann brachte Aitor Arino per Gegenstoß Barcelona erstmals in Front (5:4, 9.).

Manko auf Seite der Katalanen war jedoch die Torwartleistung. Borko Ristovski hatte keinen guten Tag erwischt und wies bei seiner Auswechslung in der 20. Spielminute eine Quote von 13 Prozent aus. Als Xavi Pascual seine Nummer Eins Gonzalo Perez de Vargas zwischen die Pfosten schickte, lag der spanische Meister mit 9:13 (20.) in Rückstand.

Bereits in der Anfangsphase hatte der Barca-Coach viel rotiert, doch nachdem Vardar in der 14. Spielminute erstmals mit vier Toren in Front gelegen hatte, schickte er Victor Tomas, Kiril Lazarov und Timothey N Guessan für neue Impulse auf das Feld. Veszprem präsentierte sich im Gegensatz zu den Katalanen aggressiver und spielfreudiger. Nach einer temporeichen Schlussphase und einem letzten Treffer von Cristian Ugalde ging Veszprem mit einem 18:17 in die Kabine.

Barcelona eröffnete die zweite Halbzeit mit dem Ausgleich. Laszlo Nagy konterte dies jedoch umgehend mit dem 19:18 (31.). Nach einer Parade des eingewechselten Roland Mikler baute Palmarsson den Vorsprung auf zwei Tore aus. Wie schon zeitweise im ersten Durchgang wirkten die Magyaren das entscheidende Quäntchen motivierter.

Das schlug sich schnell auch im Spielstand wieder, da auch Mikler einige weitere Paraden - darunter einen Siebenmeter - für sich verbuchen konnte. Veszprem ließ den Ball wiederholt gut laufen und brachte seine Akteure geschickt in Wurfpositionen.

Nagy, baute den Vorsprung in der 47. Minute erstmals auf fünf Treffer aus. Mit Palmarsson als Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel und einer ebenfalls auf einen Vorgezogenen umgestellten Deckung behaupteten die Magyaren ihren Vorsprung und brachten ihn sicher über die Zeit.
Das Spiel trudelte mit dem Endstand 34.30 schließlich aus und Veszprem durfte sich über einen versöhnlichen Abschluss jubeln.

Endspiel:

Paris SG – Vardar Skopje 23:24 (12:11)

Skopje hatte einen guten Start in das Match und zeigte sich Paris gewachsen. Beide Mannschaften benötigten ein wenig Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Vardar setzte auf eine 5:1-Abwehr mit Joan Canellas auf der Spitze, PSG hingegen baute auf eine kompakte 6:0-Formation, wo Luka Karabatic vorgezogen spielte. Allerdings spielten beide Teams etwas nervös in der Anfangsphase der Partie und leisteten sich etliche technische Fehler. Außerdem zeigten beide Torhüter der Kontrahenten gute Leistungen und nahmen so manchen Ball weg. So waren nach 20 Minuten erst 11 Tore gefallen. Dann konnte sich PSG etwas absetzen, ohne dass Skopje groß in Rückstand geriet. Bei Paris war auffällig, daß beim Paßspiel die Genauigkeit fehlte, was besonders Dibirov zu Kontern und Toren nutzte.

Nach Wiederbeginn gab es erneut ein Tor von Dibirov und in der Folge wieder einen Führungswechsel (13:15). Paris überwand seine kurze Schwächephase mit Hilfe des zusätzlichen Feldspielers und der individuellen Klasse von Nikola Karabatic. Als der allerdings seine Auszeit benötigte, kassierten die Franzosen gleich zwei Gegentreffer ins verwaiste Tor und Vardar lag erneut mit drei Toren (17:20) in Führung. Wenig später wurde es ein wenig hektisch auf dem Parkett, es gab einige Zeitstrafen. PSG nutzte einen Lattenkracher von Canellas aus, um zum 19:20 (48.) zu verkürzen, ließ aber wenig später nach einer Parade von Omeyer die Chance zum Ausgleich liegen. Das Spiel war weiter rassig und spannend. Bei Paris vermißte man über die gesamte Zeit das Spiel über Außen. Abolo war zwar aktiv, zog aber meist zur Mitte, während Gensheimer wegen der wenigen Anspiele fast auf verlorenem Posten stand. In der 56.Minute stand es 21:23. Doch Paris kämpfte sich wieder heran (23:23, 60.)

In der offiziell ausverkauften Lanxess-Arena hielt es nun keinen mehr auf den Plätzen, Noka Serdarusic nahm 28 Sekunden vor dem Ende noch einmal eine Auszeit. Daniel Narcisse gelang sieben Sekunden vor dem Ende noch der Ausgleichstreffer und Skopje-Coach Raul Gonzalez legte postwendend die Grüne Karte am Kampfgericht nieder. Damit verhinderte der Spanier den möglichen Siegtreffer von Canellas ins verwaiste PSG-Tor.

Doch nach dem Wiederanpfiff gelang Dujshebaev die entscheidende Täuschung, die die Abwehr von Paris in die Mitte zog, so dass auf dem rechten Flügel Ivan Cupic den Raum hatte. Uwe Gensheimer versuchte seinen Fehler noch auszubügeln, doch sein ehemaliger Teamkollege von den Rhein-Neckar Löwen behielt kühlen Kopf und legte den Ball an Omeyer vorbei ins kurze Eck. Anschließend brachen alle Dämme und Vardar feierte den 24:23-Sieg. Timur Dibirov war mit sechs Treffern bester Torschütze des Endspiels, bei PSG traf Nikola Karabatic (5) am häufigsten.

Skopje hat sich mit diesem verdienten Sieg in die Spitze der etablierten Vereine in der CL katapultiert und wurde dementsprechend gefeiert.

Ergebnisdienst Pokal

04.03.2018 15:00
DHB-Pokal, Viertelfinale
  
HSG Wetzlar - TVB 1898 Stuttgart 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 18.12.2017 19:40:41
Legende: ungespielt laufend gespielt