Löwen krönen Monsterwoche

Foto: Jürgen Pfliegensdorfer

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Die Rhein-Neckar Löwen haben eine unglaubliche Woche mit einem Kantersieg abgeschlossen. Der Deutsche Meister gewann am Abend sein Auswärtsspiel in der VELUX EHF Champions League beim schwedischen Meister IFK Kristianstad mit 35:22 (18:12) und feierte

damit den vierten Sieg im vierten Spiel – innerhalb von nur sechs Tagen. Erfolgreichster Werfer für die Löwen war Jerry Tollbring mit sieben Toren. Der Linksaußen war vor der Saison von Kristianstad zu den Badenern gewechselt und wurde an alter Wirkungsstätte von den 5000 Zuschauern begeistert empfangen.

Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen konnte sich sogar den Luxus erlauben, mit Hendrik Pekeler, Gudjon Valur Sigurdsson und Patrick Groetzki drei Stammkräfte zu schonen, gegen seine ausgezeichnet eingestellte Mannschaft hatte der schwedische Meister am heutigen Abend nicht den Hauch einer Chance und hatte die Partie bereits beim 12:18 Halbzeitstand verloren.

„Wir wussten, dass das Spiel gegen Kiel am vergangenen Sonntag uns einen Schub für die ganze Woche geben konnte, und genauso ist es gekommen. Wir waren unheimlich konzentriert, haben gut in der Abwehr gestanden und im Angriff konsequent unsere Chancen reingemacht. Wir wollten unbedingt diesen vierten Sieg innerhalb von nur sechs Tagen. Jetzt bin ich aber auch wirklich kaputt“, sprach Mannschaftskapitän Andy Schmid nach der Galavorstellung in Südschweden.

„Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, nicht nur wie sie das Spiel heute angegangen ist, sondern wie sie die komplette Woche überstanden hat. Den Erfolg heute habe ich so nicht erwartet, denn Kristianstad ist besonders zu Hause immer in der Lage zu punkten. Aber ich muss meine Spieler loben, heute hat sich jeder für den Erfolg reingehauen und es freut mich, dass ich auch Spieler bringen konnte, die in den letzten Spielen nicht so viel gespielt haben, diese haben aber heute ihre Chance genutzt“, so das Fazit von Nikolaj Jacobsen, der selbst auch noch nie vier Pflichtspiele innerhalb von nur sechs Tagen absolvierte hatte. In Kristianstad setzte Jacobsen von Beginn an auf eine 7:6 Überzahlsituation im Angriff und nahm im eigenen Ballbesitz konsequent seinen Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler vom Feld. „Wir mussten so spielen, da wir so ein wenig Kräfte schonen konnten. Wir wollten uns auf keinen Fall auf ein Tempospiel von Kristianstad einlassen, dafür waren unsere Beine heute zu schwer“, so der Däne.

Jerry Tollbring und Andy Schmid brachten die Löwen schnell mit 2:0 in Führung, der schwedische Meister konnte die Partie eigentlich nur die ersten fünf Minuten bis zum 3:4 Zwischenstand ausgeglichen gestalten. In der Folgezeit produzierten die Schweden technische Fehler und Ballverluste am Fließband, die Löwen nutzen diese Chancen und bauten die eigene Führung bis auf 13:7 nach zwanzig Minuten aus. Nach dem 14:8 für die Gäste nahm Kristianstads Trainer Jesper Larsson, der den erkrankten ehemaligen Löwen-Trainer Ola Lindgren auf der Bank der Gastgeber vertrat, bereits seine zweite Auszeit. Am einseitigen Spielverlauf änderte sich aber in der Folgezeit nichts mehr, bereits beim 18:12 Halbzeitstand hatten die Löwen die Partie praktisch entschieden, zu souverän und sicher spielte der Deutsche Meister vor rund 5000 Zuschauern in der Kristianstad Arena auf.

Wenn die Gastgeber mal den Weg durch die sichere Deckung der Löwen fanden, war da immer noch Mikael Appelgren. Gegen seine Landsleute kam der Schlussmann der Löwen am Ende auf zwölf Paraden. Beim 28:18 nach 43. Minuten erzielte Bogdan Radivojevic die erstmalige 10-Tore-Führung für die Gäste, die sich gegen die hoffnungslos unterlegenen Schweden am Ende mit 35:22 (18:12) durchsetzten und damit einen der höchsten Auswärtssiege in der vereinseigenen Champions League Historie einfuhren.

IFK Kristianstad – Rhein-Neckar Löwen 22:35 (12:18)

IFK Kristianstad: Larsson (1), Kappelin (1); Lipovac, Arnarsson (4), Henningsson (1) Sörensen (2), Nilsen, Lagergren (1), Larsson, Gudmundsson (6), Hallen (4), Freiman (1), Persson, Jonsson (1), Schuster, Eriksen

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka; Schmid (6/1), Bliznac, Sigurdsson, Radivojevic (5), Baena (2), Tollbring (7/2), Rnic (3), Pekeler, Groetzki, Reinkind (5), Taleski (3), Guardiola (4), Petersson

Trainer: Jesper Larsson – Nikolaj Jacobsen

Schiedsrichter: Stevann Pichon / Laurent Reveret

Zuschauer: 5000

Zeitstrafen: 2-4

Siebenmeter: 3/2 - 4/3

Strafminuten: Arnarsson (4) - Bliznac (2), Taleski (4), Guardiola (2)

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Letzte Aktualisierung: 19.10.2017 00:17:16
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