Sieg auch in Brest

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Die SG Flensburg-Handewitt trotzte dem Reisestress und siegte beim HC Meshkov Brest mit 30:28 (16:15). Damit baute sie ihre Bilanz in der Gruppe B der VELUX EHF Champions League auf 10:4 Punkte und festigte damit Rang drei.

Angesichts des engen Zeitplans und der großen Belastung der letzten Tage verwunderte es nicht, dass die SG mit einigen Akteuren begann, die in Berlin kaum gespielt hatten. Anders Zachariassen durfte im Mittelblock und am Kreis ran, Magnus Rød besetzte den rechten Rückraum, und Kevin Møller hütete erstmals in dieser Saison mit dem Anpfiff das SG Gehäuse. Die ersten Duftnoten setzte allerdings Hampus Wanne von der linken Außenbahn. Die ersten Angriffe des HC Meshkov prallten an der 6:0-Abwehr ab. Mit einem Konter-Doppelschlag besorgte Lasse Svan das 2:4.
Rasmus Lauge und Kentin Mahé machten in der zweiten Reihe Druck. Die Konsequenz: eine rasche Torfolge. Nach zehn Minuten hatte der Ball bereits 14 Mal im Netz gezappelt – acht Mal davon im Meshkov-Kasten. Die Hausherren wechselten die Keeper: Mijatovic für Pesic. Dank zweier Gegenstöße glich Brest zum 8:8 aus. Die SG verzettelte sich dennoch wenig in Positionsangriffe und setzte fast ständig auf die schnelle Mitte. Ein weiter Pass von Rasmus Lauge erreichte Anders Zachariassen, der zum 9:10 einschob. Als der Kreisläufer auf 9:12 erhöhte, beantragte die Bank der Hausherren ihr erstes Team-Timeout.

Petar Djordjic mischte nun mit und lochte auch gleich gegen seine alten Kameraden ein. Die SG baute ihren Vorsprung sogar noch etwas weiter aus. Kentin Mahé schloss kurzentschlossen zum 10:14 ab. Dann steigerte sich Brest allerdings im Rückzugsverhalten. Zudem hatte der Gast aus der Bundesliga seine flinke Linie verlassen. Plötzlich hieß es 15:15. Der einige Minuten zuvor eingewechselte Simon Jeppsson zog fünf Sekunden vor der Sirene ab und rettete seinem Team eine knappe Halbzeit-Führung.

In der Kabine entschied sich Maik Machulla für einige personelle Umstellungen. Mattias Andersson und Holger Glandorf tauchten nun auf dem blauen Königsklassen-Parkett auf. Als Kentin Mahé eine Zeitstrafe abbrummte, spielte auch Thomas Mogensen an diesem Abend erstmals eine Rolle. Allerdings agierte die SG nun nicht mehr so konzentriert. Deshalb glückte dem HC Meshkov beim 19:18 die erste Führung überhaupt. Zum Glück war auf Mattias Andersson Verlass, zum Glück erwischte Anders Zachariassen einen Lauf. Nach einer Dreier-Serie bejubelte der dänische Kreisläufer das 19:21. Landsmann Lasse Svan erhöhte mit einem Flügel-Schnippchen weiter.
Von diesem Polster zehrte die SG lange. Holger Glandorf sorgte mit einem Wahnsinns-Treffer auf 24:27. Nur noch acht Minuten waren zu spielen. Würde die SG den ungeheuren Strapazen wirklich trotzen können? Der HC Meshkov deckte nun offensiver und setzte auch auf Spielzüge mit dem siebten Feldspieler. Es wurde dramatisch. Vier Minuten vor Ultimo hieß es 28:28. In dieser Phase fütterte Simon Jeppsson zwei Mal die Außen Hampus Wanne und Lasse Svan, während zwischendurch Mattias Andersson gegen Konstantin Igropulo parierte. 28:30! Als dem weißrussischen Meister ein verhängnisvoller Abspielfehler unterlief, war die Partie entschieden. Klasse, SG!

HC Meshkov Brest – SG Flensburg-Handewitt 28:30 (15:16)

HC Meshkov Brest: Pesic (6 Paraden), Mijatovic (3 Paraden, 11.-30.) – Rutenka (), Yashchanka, Kulak (), Shkurinskiy, Yurynok, Poteko, Nikulenkau, Stojkovic (4/3), Shumak, Vukic, Prodanovic (), Horak, Razgor, Igropulo, Shylovich (), Djordjic ()

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (7 Paraden), Møller (3 Paraden, bis 30.) – Karlsson, Glandorf (), Mogensen (), Svan (), Wanne (), Jeppsson (), Steinhauser (), Heinl (), Zachariassen, Toft Hansen (), Lauge (), Mahé (), Rød
Schiedsrichter: Brunner/Salah (Schweiz);

Zuschauer: 3500
Spielverlauf: 1:1 (2.), 2:2 (4.), 2:4 (5.), 4:5 (8.), 5:7 (9.), 6:8 (10.), 8:8 (12.), 9:9 (14.), 9:13 (20.), 10:14 (21.), 12:15 (26.), 15:15 (30.) – 15:17 (31.), 16:18 (34.), 19:18 (37.), 19:22 (42.), 21:23 (45.), 22:25 (48.), 23:26 (51.), 24:27 (52.), 26:27 (54.), 28:28 (56.)

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23.11.2017 19:30
EHF Cup, QR3
  
Füchse Berlin - Futebol Clube do Porto 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 23.11.2017 06:25:48
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