Zebras vergeigen Heimspiel gegen Celje

Foto: Sascha Klahn

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 Die "Zebras" haben in der Gruppenphase der VELUX EHF Champions League zwei wichtige Punkte verloren: Sonntagabend kassierte der THW Kiel gegen RK Celje Pivovarna Lasko eine verdiente 26:29 (15:14)-Niederlage.

Dabei verpassten es die Kieler mehrfach, eine Drei-Tore-Führung weiter auszubauen. Mit zunehmender Spielzeit stiegen der Druck auf die Heim-mannschaft und die Fehlerquote. Zehn Minuten vor dem Ende gingen die Gäste erstmals in Führung und gaben diese bis zur Schlusssirene nicht mehr aus der Hand. Celje hatte in Torhüter Urban Lesjak, der 15 Würfe parierte, und im achtfachen Torschützen Jaka Malus seine besten Akteure, auf Kieler Seite traf Niclas Ekberg (6/4) am häufigsten. Mit fünf Treffern nach der Pause hielt Christian Zeitz seine Mannschaft im Spiel, konnte den ersten Sieg der Slowenen in Kiel überhaupt aber auch nicht verhindern.

Für die Kieler geht der Marathon-Monat November am Donnerstag mit einem Heimspiel in der DKB Handball-Bundesliga weiter: Um 19 Uhr empfangen sie den wiedererstarkten TBV Lemgo in der Sparkassen-Arena. Die Ostwestfalen, im vergangenen Jahr lange Zeit tief im Abstiegskampf verstrickt, sind aktuell viel besser in die Saison gekommen und verloren bisher nur vier Partien. Dabei leisteten sie unter anderem den Rhein-Neckar Löwen (24:26) und der SG Flensburg-Handewitt (22:25) erbitterten Widerstand, ehe sich am Ende die Favoriten doch noch durchkämpfen konnten. Allerdings hatte auch der TBV am Wochenende einen Rückschlag zu verkraften, als man gegen GWD Minden im Derby lediglich ein Unentschieden holten. Für die Partie gibt es noch Eintrittskarten (ab 14,50 Euro) an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in Kiel zum Beispiel im Ticketcenter der Arena, bei CITTI und famila, sowie im Online-Ticketshop des THW Kiel. Auf geht's in die Arena, Kiel!

VELUX EHF Champions League, Statistik, 7. Spieltag, 12.11.17: THW Kiel - RK Celje Pivovarna Lasko: 26:29 (15:14)

THW Kiel: Landin (1.-30., 4/1 Paraden, 1 Tor), Wolff (31.-60.,6 Paraden) ; Firnhaber (n.e.), R. Toft Hansen (1), Dissinger, Wiencek (3), Ekberg (6/4), Zeitz (5), Frend Öfors, Rahmel, Dahmke (1), Zarabec (2), Vujin (3/1), Bilyk (2), Nilsson (2); Trainer: Gislason

RK Celje Pivovarna Lasko: Lesjak (1.-60., 15 Paraden), Dobaj (n.e.), Panjtar (1 Siebenmeter, 0 Paraden); Vujovic (5), Jurecic (1), Malus (8/4), Razgor (1), Suholeznik, Marguc (1), Groselj, Kodrin (3), Makuc, Anic (4), Dujshebaev (3), Beciri (3); Trainer: Tamse

Schiedsrichter: Peter Horvath / Balazs Marton (HUN)

Strafzeiten: THW: 2 (Toft Hansen (32.), Dissinger (44.)) / Celje: 5 (2x Kodrin (11., 59.), Groselj (20.), Dujshebaev (24.), Beciri (41.))

Siebenmeter: THW: 5/5 / Celje: 5/4 (Landin pariert Marguc (6.))

Spielfilm: 1:0, 2:1 (3.), 5:2 (8.), 6:3, 7:4 (12.), 7:7 (16.), 8:8, 11:8 (20.), 11:10 (23.), 13:10 (25.), 14:11 (27.), 14:14 (29.), 15:14;
16:15 (32.), 16:16, 18:17 (38.), 20:17 (40.), 20:19 (42.), 21:21 (45.), 22:21, 22:23 (49.), 23:23, 23:26 (54.), 24:27 (55.), 25:28 (58.), 26:29.

Zuschauer: 8.700 (Sparkassen-Arena, Kiel)

THW-Trainer Alfred Gislason: Glückwunsch an Celje, sie haben es verdient, dieses Spiel gewonnen zu haben. Celje hat sehr wenig Fehler gemacht, wir hingegen sehr viele. Außerdem haben wir zu oft die falschen Entscheidungen getroffen, zu viel verworfen, zu viele Fehlpässe produziert. Außerdem hatten wir heute auch große Probleme in unserer Abwehr, weswegen auch unsere Torhüter nicht wie gewohnt ins Spiel kamen.

Celjes Trainer Branko Tamse: Ich habe noch gar nicht realisiert, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir hatten eine Menge verletzter Spieler und haben wenig trainieren können. Ich habe heute mit dem jüngsten Team in der Geschichte des Clubs spielen lassen, es war ein hartes Match. Aber wir haben es immer wieder geschafft, nach Rückständen zurück zu kommen. Als wir am Ende in Führung lagen, haben wir es geschafft, zum ersten Mal überhaupt in Kiel zu gewinnen.

THW-Kapitän Niklas Landin: Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Das heute war eines unserer schlechtesten Spiele in dieser Saison.

Celjes Kreisläufer Igor Anic: Ich freue mich für meine Mannschaft und bin sehr stolz auf dieses junge Team. Einige meiner Mitspieler sind gerade einmal 17, und ich weiß, was ihnen ein Sieg in Kiel bedeutet. Auch für mich ist dieser sehr besonders, weil ich hier in Kiel die beste Zeit meines Lebens hatte. Wir haben heute gegen den besten Club der Welt Geschichte für Celje geschrieben.

 

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