Weiter geht es in Celje

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 Keine Verschnaufpause: Der Marathon-Monat November hält weiterhin den steten Wechsel zwischen DKB Handball-Bundesliga und VELUX EHF Champions League für den THW Kiel bereit. Nach dem überzeugenden 29:19-Heimerfolg gegen den TBV Lemgo müssen

die Kieler wieder reisen: Zum Start der Rückrunde in der Gruppenphase der Königsklasse geht es nach Slowenien. In der "Zlatorog-Arena" erwartet der RK Celje Pivovarna Lasko die Schwarz-Weißen am Sonntag um 17 Uhr zum Duell. Jene Mannschaft also, gegen die die "Zebras" am vergangenen Sonntag vor eigenem Publikum mit 26:29 den Kürzeren zogen. "Nicht nur deshalb ist es eine extrem wichtige Partie für uns", sagt Rechtsaußen Niclas Ekberg. "Wir wollen uns gegen diese starke Mannschaft die zwei wichtigen Punkte zurückholen. Aber wir wissen, dass es ein richtig hartes Stück Arbeit werden wird." Sky überträgt das Spiel live.

Für die Kieler beginnt die Reise nach Slowenien am frühen Samstagmorgen mit einer Trainingseinheit und der anschließenden Busfahrt nach Hamburg. Von dort aus geht es mit dem Flugzeug ins österreichische Klagenfurt, ehe sich weitere zwei Stunden Busreise in die slowenische Kleinstadt anschließen. "Wir sind das lange Reisen gewöhnt, das gehört zu unserem Job dazu", sagt Niclas Ekberg, der sich auf die Partie in Celje freut: "Die Zlatorog-Arena ist ein echter Hexenkessel. Es macht Spaß, in solch einer Atmosphäre zu spielen. Wir müssen dort aber kühlen Kopf bewahren." Genau dies sei den "Zebras" im Hinspiel nicht gelungen, so der Schwede. Am vergangenen Sonntag hatte der THW mehr als 40 Minuten in Führung gelegen, durch eine viel zu hohe Fehlerquote in der Schlussphase den Sieg aber noch aus der Hand gegeben. "Da wollten wir zu viel, haben verkrampft gespielt. Gegen Lemgo wollten wir uns die Lockerheit behalten, das hat funktioniert. Und genau so wollen wir am Sonntag auch spielen!"

Das wird auch nötig sein, denn in Slowenien ist die Euphorie nach dem "historischen Coup" und dem ersten Auswärtssieg des Clubs beim THW Kiel groß. So groß, dass Trainer Branko Tamse ein wenig auf die Bremse trat: "Unser Sieg in Kiel war eine Sensation. Der THW bleibt auch im Rückspiel der Favorit, aber im Sport ist alles möglich - wie wir in Kiel gesehen haben." Mit dem Erfolg an der Förde hat die jüngste Mannschaft der VELUX EHF Champions League, die wir bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vorgestellt hatten, nach dem Heimerfolg gegen den Champions-League-Sieger 2016, KS Kielce, das Remis gegen die routinierte Mannschaft vom HC Meshkov Brest sowie den knappen Niederlagen in Paris, Veszprem und Flensburg ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Tamse setzt im Rückspiel auch auf die Unterstützung der Fans. "Mit ihnen können wir unseren Matchplan wie im Hinspiel umsetzen. Der Druck liegt dieses Mal ganz klar auf dem THW Kiel, der das Spiel bei uns gewinnen muss." Die Ausgangslage vor der Partie, in der THW-Trainer Alfred Gislason einmal mehr auf die Langzeitverletzten Domagoj Duvnjak und Raul Santos (beide Knie-Operationen) und auch wieder auf den an den Folgen eines Muskelfaserrisses laborierenden Steffen Weinhold verzichten muss: RK Celje Pivovarna Lasko und der THW Kiel stehen mit jeweils fünf Punkten nach sieben Spielen auf Platz sechs und sieben der Tabelle.

Ex-Zebra Igor Anic erwartet am Sonntag ein ausgeglichenes Match: "Bei uns hat in Kiel alles gepasst, während der THW sicherlich nicht seine beste Leistung gezeigt hat. Die Kielerwerden dieses Mal sicher besser spielen", so der Kreisläufer, der mit seinen 30 Jahren der "Oldie" in der Mannschaft Celjes ist. "Wir müssen bereit sein, viel härter als im Hinspiel zu agieren. Ein Schlüssel zum Sieg muss unsere Abwehr werden, die unseren Torhütern helfen muss. Dann müssen wir unsere Chancen in Tore ummünzen - und natürlich keine Fehler machen. Kurz: Auch am Sonntag muss alles wieder passen, um den THW zu schlagen." Kapitän David Razgor sieht den THW Kiel unverändert in der Favoritenrolle: "Die Kieler haben eine Mannschaft, die unzählige derartiger Partien gespielt hat. Für uns ist es sicher von Vorteil, dass Steffen Weinhold fehlt. Das kommt unserem Spiel-Stil entgegen." Eine Kampfansage schickt Anic in Richtung seines ehemaligen Clubs: "Nachdem wir mit unserer Mannschaft in Kiel gewonnen haben, wüsste ich nicht, warum wir dies zu Hause nicht wiederholen können sollten. Aber der THW wird gewarnt sein, jetzt weiß er, was auf ihn wartet."
Sky überträgt live

Die Partie wird am Sonntag um 17 Uhr von den beiden Portugiesen Ivan Cacador und Eurico Nicolau angepfiffen, das Kampfgericht leitet der EHF-Delegierte Josip Posavec aus Kroatien. Sky überträgt live aus der "Zlatorog-Arena", in der mehr als 5.500 heißblütige Fans ihre Mannschaft unterstützen werden. Beim "Public Viewing" gemeinsam die Daumen drücken kann man unter anderem in den Sky Bars im "Gutenberg" (Gutenbergstraße), im Sporthotel Avantage (Wellsee), in der "Café-Bar Cultura" (Kirchhofallee), in der Projensdorfer Sportsbar und im Hotel "Rosenheim" (Schwentinental).  Also: Auf geht's nach Slowenien, Zebras!

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