SCM mit dünnem Polster ins Rückspiel

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Der HC Dobrogea Sud Constanta ist der Phönix aus der Asche, die der neunmalige Rumänische Meister 2015 hinterlassen hatte. Nach einem Zweitligajahr gelang dem Klub der Durchmarsch zurück ins europäische Geschäft.

Bennet Wiegert hatte den Gegner im Vorfeld als echten Prüfstein bezeichnet. 3.180 Zuschauer in der Getec-Arena sahen zunächst die erwartet umkämpfte Partie. Ab der 20. Spielminute gelang es Magdeburg dann, Constanta unter Druck zu setzen. Nach dem 13:10-Halbzeitstand schien der SCM das Spiel zu kontrollieren. Constanta konnte den Rückstand nach 60 Minuten jedoch auf zwei Tore begrenzen. Weber (10), Musche, Crnoglavac und Buricea (je 5) trafen am besten.

Der SC Magdeburg hatte Anwurf und wurde vom HC Constanta mit einer 5:1-Formation empfangen. Die Gäste waren darauf erpicht, die Hausherren aus der Wurfdistanz zu drängen, was auch sofort gelang. Über die Schnelle Mitte erzielte dennoch Chrapkovski den ersten Treffer für die Sachsen-Anhalter und Robert Weber legte nach dreieinhalb Minuten das 2:0 nach. Da Constanta in den ersten vier Angriffen dreimal an Green und einmal an der Latte gescheitert war, schien sich Magdeburg im Angriff Fehler leisten zu können. Wegen vierer Fehlwürfe von Weber, Musche und Zelenovic verpasste es der SCM allerdings, sich in der frühen Phase abzusetzen. Diverse Probleme folgten.

Nistor Ionuta glich beim 2:2 nach acht Minuten aus und brachte Constanta kurz darauf auch per Gegenstoß erstmals in Vorlage. Die Gäste aus Rumänien fanden nun vor allem über die Flügel gute Lösungen, wohingegen der SCM auf der Gegenseite auf dieser Marschroute oftmals am 40 Jahre alten Dane Sijan scheiterte. Die Wiegert-Sieben verbreitete nicht die nötige Ruhe, um überlegt zum Torerfolg zu kommen. Einmal hatte Robert Weber indes Glück: Vor dem 5:4 (14.) erhaschte er einen Abpraller und verwertete gegen den bereits geschlagenen Sijan, der Magdeburgs erste Welle mit seinen Paraden kontrollierte. Crnoglavac und Nistor Ionuta konnten die Partie abermals drehen.

Bennet Wiegert unterbrach nach 17 Minuten beim Stand von 5:6 das Spiel. Mit nur 30 Prozent Angriffseffektivität und 35 Prozent Wurfeffektivität zeigte Magdeburg bislang eine schwache Leistung und konnte den Rückstand nur mühevoll begrenzen. Die Spieler stießen nun geschickt in die Nahtstellen und schufen Räume, Damgaard stellte auf 8:7 (22.). O"Sullivan lief einen Gegenstoß ab. Der Norweger verpasste zwar vorne gegen Sijan, insgesamt befanden sich die Sachsen-Anhalter aber seit dem Time-out im Aufwind. Beim 11:9 (26.) zwang Webers Gegenstoß Iacob zu einer Reaktion. Mit Treffern von Bezjak und Chrapkovski kam der SCM jedoch nahtlos zur 13:10-Pausenführung.

Im Endspurt vor dem Seitenwechsel hatte Magdeburg das Tempo noch einmal forciert, offenbar so sehr, dass Constanta abreißen ließ. In den acht Minuten vor der Sirene hatten die Gäste nur zwei Treffer markiert. Auch nach dem Wechsel konnte der SCM die Schwarzmeerstädter mit viel Beinarbeit, großer Kompaktheit und schnellem Antritt in die Schranken weisen. Musche stellte nach 35 Minuten über die erste Welle auf 16:11. Erstmals hatte Magdeburg eine Fünf-Tore-Vorlage inne, hatte die Angelegenheit anscheinend im Griff. Doch der Spielstand bereitete den Fans nur eine kurze Freude, wie sich erweisen sollte, denn die Spannung kehrte rasch zurück.

Sandu Iacob wechselte Routinier Dalibor Cutura ein, der gemeinsam mit dem Kurzzeit-Wetzlarer Stevan Vujovic für mehr Ordnung im Angriff sorgen konnte. Auf einmal strahlte Constanta wieder Gefahr aus. Beim 17:14 (39.) brachte Cutura den SCM wieder auf drei Tore heran, kurz darauf parierte Mitrevski einen Siebenmeter von Weber. Buricea konterte beim 17:15 (42.), Weber vergab nochmals von der Markierung, Crnoglavac fackelte bei seinem fünften Torerfolg beim 17:16 nicht lange. Magdeburg war gefordert, Kapitän Robert Weber besorgte das 18:16 (45.). Selbstbewusst wirkten die SCM-Spielzüge jedoch keinesfalls mehr. Bennet Wiegert unterbrach die Partie.

Ein Zwischenspurt mit Treffer von Weber und Musche zum 20:17 (47.) sorgte für die nächste Grüne Karte, diesmal von Iacob. Weber konterte nach 51 Minuten zum 23:19. Der Weg zum Heimerfolg des SC Magdeburg schien frühzeitig geebnet zu sein, als Damgaard sieben Minuten vor Schluss das 24:20 nachlegte. Doch Constanta zeigte Moral und verkürzte mehrmals auf zwei Tore. Die aggressive Deckung und der Kampfgeist der Gäste in der Schlussphase dürften einen Vorgeschmack auf das Spiel in einer Woche geben. Nach dem 26:22 (56.), Musche per Siebenmeter, schmolz der SCM-Vorsprung auf 27:25 (60.). In den letzten zwölf Sekunden gelang Magdeburg kein weiterer Treffer.

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