Wieder 20 Treffer in Halbzeit eins

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Die SG Flensburg-Handewitt siegt weiter. Am Abend gewann sie gegen den HC Meshkov Brest mit 37:30 (20:13) und baute ihre Bilanz in der Gruppe B der VELUX EHF Champions League auf 12:4 Punkte aus. Damit steht sie nun hinter Paris Saint-Germain HB auf Platz zwei.

„Ich bin nicht nur mit den zwei Punkten, sondern auch mit der Art und Weise, wie wir sie gewonnen haben, sehr zufrieden“, sagte SG Trainer Maik Machulla. Petar Djordjic musste bei seiner Rückkehr feststellen: „Es war ein hartes Spiel, die SG war ganz klar besser als wir.“

Die Taktik ähnelte der aus dem Hinspiel: Die SG drückte auf die Tube, versuchte den weißrussischen Meister mit schnellen Gegenstößen zu überrumpeln. Die Aufstellung war allerdings eine andere als vor Wochenfrist: Aus dem Rückraum heraus steuerten Thomas Mogensen und Simon Jeppsson die Partie. Besonders gefährlich agierte die SG aber einmal mehr über die rechte Seite. Holger Glandorf erzielte die ersten beiden Treffer, dann legte Lasse Svan nach. 6:4 hieß es nach acht Minuten. „Wir spielten von Anfang an einen sehr schnellen Ball“, beobachtete Marius Steinhauser zunächst von der Seitenlinie..

Rückkehrer Petar Djordjic tauchte nun erstmals auf dem Spielfeld auf, erntete Beifall und bewies beim 8:6 erstmals seine bekannte Wurfgewalt. Sein neues Team war aber nicht in der Lage, eine glänzend aufspielende SG zu gefährden. Nach dem 11:7 – es waren gerade einmal 14 Minuten gespielt – versuchte Sergej Bebeshko den Elan zu stoppen. Doch sein Timeout brachte keine Wende. „Es war leider unser schlechtestes Spiel in dieser Saison in der VELUX EHF Champions League“, bilanzierte der Meshkov-Trainer später. „Dagegen hat unser Gegner bewiesen, weshalb er international und national ganz oben steht.“

Es war teilweise sehr sehenswert: Thomas Mogensen steckte auf den einlaufenden Lasse Svan durch. Die „Hölle Nord“ bejubelte das 13:9. Die SG hielt das Tempo permanent hoch. Als der HC Meshkov eine Unterzahl mit einem sechsten Feldspieler komplettierte, rächte sich ein Ballverlust. Kentin Mahé warf von der Mittellinie zum 17:12 ein. Der Vorsprung wuchs weiter. Mit der Sirene drückte Anders Zachariassen den Ball zum 20:13 über die Linie. Stehende Ovationen begleiteten den Weg der SG Spieler in die Kabine. Zum zweiten Mal in dieser Woche waren 20 Treffer in einer Halbzeit geglückt. Besonders torgefährlich war Holger Glandorf, der auch den zweiten Durchgang eröffnete. „Er hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig er für uns ist“, lobte Maik Machulla.

Petar Djordjic hatte seine Aktionen, aber die SG war in der Gesamtheit einfach besser. Der Vorsprung in der flotten Partie hielt sich zunächst konstant bei sechs bis acht Toren. Simon Jeppsson legte mit einem weiten Diagonalpass auf Lasse Svan ab, der vom rechten Flügel zum 27:19 traf. Eine Auszeit des HC Meshkov verpuffte. Mattias Andersson glänzte. Sofort baute sich der nächste Konter auf, den Anders Zachariassen verwandelte. Der Däne stand auch am Ende des nächsten Spielzugs. Erstmals zehn Tore Vorsprung – großer Jubel brach in der „Hölle Nord“ aus.

Es machte einfach Spaß, dieser SG zuzuschauen. Der Ball lief, die Pässe fanden die Adressaten – die Tore fielen in stetiger Folge. Henrik Toft Hansen war an der Reihe und erhöhte auf 35:25. „Flensburg, Handewitt“, skandierten die Fans. Maik Machulla nutzte die volle Breite seiner Bank. Marius Steinhauser und Kevin Møller waren schon drin, als auch Jannek Klein auf das Spielfeld durfte. Die Zuschauer erhoben sich zur Begrüßung des jungen Linkshänders. Der Youngster machte zur Begeisterung der FLENS-ARENA sogar sein Tor. Insgesamt ging in der Schlussphase allerdings etwas die Konzentration verloren. Aber das nahm niemand dieser wirklich überzeugenden SG übel.

SG Flensburg-Handewitt – HC Meshkov Brest 37:30 (20:13)

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (10 Paraden), Møller (4 Paraden, ab 47.) – Karlsson, Glandorf (9), Mogensen (1), Svan (7), Wanne (3), Jeppsson (5/1), Steinhauser (1), Zachariassen (3), Toft Hansen (1), Mahé (6/1), Klein (1)

HC Meshkov Brest: Pesic (6/1 Paraden), Matskevich (12 Paraden) – Rutenka (1), Kulak (1), Shkurinskiy (6), Yurynok (3), Poteko (2), Nikulenkau (2), Stojkovic (3), Shumak (1), Prodanovic (1), Horak, Razgor, Igropulo (4/1), Shylovich (2), Djordjic (4)

Schiedsrichter: Santos/Fonseca (Portugal);

Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Jeppsson 2, Karlsson 2 – Horak 2, Shylovich 2);

Siebenmeter: 3/2:1/1 (Jeppsson trifft im Nachwurf gegen Pesic); Zuschauer: 3855

Spielverlauf: 0:1 (2.), 1:2 (3.), 3:2 (4.), 5:3 (6.), 6:5 (10.), 8:5 (12.), 9:7 (14.), 12:7 (16.), 12:9 (18.), 14:10 (21.), 15:12 (25.), 18:12 (29.) – 21:13 (31.), 21:15 (33.), 23:15 (36.), 24:17 (38.), 25:19 (39.), 29:19 (42.), 30:21 (45.), 32:22 (47.), 32:24 (49.), 33:25 (50.), 35:25 (51.), 36:27 (55.), 36:30 (60.)

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Letzte Aktualisierung: 18.12.2017 02:26:23
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