Achterbahnfahrt durch Gruppe A

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Zwei Spiele sind es noch, dann ist die Gruppenphase der VELUX EHF Champions League 2017/18 Geschichte. Für die Rhein-Neckar Löwen geht es im Vorrunden-Endspurt darum, Platz vier in Gruppe A zu verteidigen. Den Schwergewichten aus Gruppe B ginge der Deutsche Meister damit elegant

aus dem Weg und würde im Achtelfinale eine leichter lösbare Aufgabe gestellt bekommen. Das sportliche Zwischenfazit nach 12 von 14 CL-Spielen fällt derweil durchwachsen aus.

Aktuell sieht es so aus, dass die Löwen im Achtelfinale auf PGE Vive Kielce treffen. Der CL-Sieger von 2016 steht in Gruppe B auf dem fünften Platz, wird diesen aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht mehr verlassen. Polens Serienmeister bezwang am Wochenende RK Celje deutlich mit 37:31. Davor erkämpfte die Truppe um die Ex-Löwen Slawomir Szmal, Krzysztof Lijewski und Karol Bielecki ein 32:32 bei der SG Flensburg-Handewitt. Bis auf die Niederlagen in Celje und Brest zum Gruppenauftakt hat Kielce seine Pflichtaufgaben zwar erledigt, in den Top-Spielen aber meist nicht die allerhöchste Klasse nachweisen können. Für die Löwen wäre das Team von Trainerfuchs Talant Dujshebaev eine anspruchsvolle, aber keine unüberwindbare und vor allem nicht die denkbar größte Herausforderung im Achtelfinale.

Als deutlich konstanter und in der Spitze stabiler hat sich in Gruppe B vor allem Paris St. Germain erwiesen. Der Top-Favorit fegte jüngst die Flensburger aus dem Stade Pierre de Coubertin, ließ dem deutschen Vizemeister beim 29:21 nicht den Hauch einer Chance. Insgesamt hat das Starensemble aus der französischen Hauptstadt beeindruckende elf Siege aus zwölf Vorrundenspielen geholt, unter anderem in Kiel, Veszprém und Kielce gewonnen. Der Titel in dieser CL-Saison dürfte nur über die Karabatic-Brüder und Co. gehen. Zudem führt Ex-Löwe Uwe Gensheimer mit 80 Treffern die Torjäger-Tabelle deutlich an. Aus Löwen-Sicht würde man neben Paris auch gerne den beiden deutschen Vertretern vorerst aus dem Weg gehen. „Kiel und Flensburg müssen wir nicht haben, dann schon lieber Kielce oder Brest“, hatte Trainer Nikolaj Jacobsen nach der Partie gegen MOL-Pick Szeged gesagt. Diesen Wunsch könnten ihm seine Spieler durchaus erfüllen.

Am kommenden Sonntag, 25. Februar, um 19 Uhr bei Orlen Wisla Plock haben Andy Schmid und Co. die Chance, Rang vier fix zu machen. Schon bei einem Unentschieden könnte Szeged die Löwen nicht mehr überholen, weil im Falle der dann noch denkbaren Punktgleichheit der direkte Vergleich den Ausschlag für den Deutschen Meister geben würde – und das um ein stolzes Törchen (Hinspiel 34:31 auswärts gewonnen, Rückspiel 35:37 daheim verloren). Ein weiterer Bonus für das Erreichen des vierten Platzes: Die lange und beschwerliche Anreise ins weißrussische Brest würde dem in dieser Hinsicht leidgeprüften Löwen-Tross wohl erspart bleiben.

Sportlich betrachtet lief die bisherige CL-Saison für die Gelbhemden durchwachsen. Nach dem furiosen Auftakt gegen den FC Barcelona in einer schier überschäumenden SAP Arena, als man in letzter Sekunde ein 31:31 rettete, setzten die Löwen zu einer starken Serie an. Nach dem soliden Heimsieg gegen Plock (31:27) gab es beim nächsten Krimi in Nantes ein 26:26 – und danach drei imposante Siege: Beim 35:22 in Kristianstad zeigten die Jacobsen-Schützlinge genauso wie beim 31:24 gegen Zagreb sowie beim 34:31 in Szeged, dass man in dieser Königsklassen-Spielzeit etwas vorhat. Der Knick in die Formkurve kam dann nach dem 26:26 in Barcelona. Von den nächsten vier Begegnungen sollten drei verloren gehen. Während die Niederlage beim Titelverteidiger in Skopje (26:30) noch verkraftbar war, taten die Pleiten in Zagreb (ebenfalls 26:30) und vor rund einer Woche daheim gegen Szeged (35:37) richtig weh. Dazwischen gab es noch einen großen Fight in der SAP Arena, an dessen Ende man gegen die in der Gruppe unaufhaltsam marschierenden Mazedonier aus Skopje ein 21:21 erzielt hatte.

Unter dem Strich steht eine Bilanz von 14:10-Punkten. Enteilt ist bislang lediglich der CL-Sieger von 2017: Der HC Vardar Skopje thront mit 20:4-Zählern auf Rang eins. Dahinter kommen Nantes (17:7) und Barcelona (16:8), die man aus Löwen-Sicht nur noch theoretisch von ihren Plätzen kegeln kann. Die Katalanen können in Kristianstad und zuhause gegen Szeged die Löwen auf Distanz halten. Nantes braucht noch mindestens einen Punkt gegen Skopje am kommenden Sonntag zuhause und am Samstag, 3. März, um 17.30 Uhr im Harres gegen die Mannheimer, um den Deutschen Meister hinter sich zu lassen. Das womöglich entscheidende Duell um die Zuteilung der Achtelfinalgegner ist bereits seit einer Woche restlos ausverkauft.

 

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