Zebras vorwärts, zeigt es Szeged und der EHF !

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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K.o.-Runde, alles oder nichts: Ab Mittwoch steigt der Puls in der VELUX EHF Champions League von Minute zu Minute. Nach dem geschenkten Rückspiel-Heimrecht für MOL-Pick Szeged will sich der THW Kiel am Mittwoch mit Hilfe seiner Fans eine gute Ausgangsposition für die entscheidende Partie in Ungarn erarbeiten.

"Meine Mannschaft braucht die Zuschauer, unsere Fans müssen uns leidenschaftlich unterstützen", fordert Trainer Alfred Gislason, "Wir müssen unseren Gegner gemeinsam unter Druck setzen - auf dem Feld und von den Rängen. So schaffen wir gemeinsam eine echte Heimspielatmosphäre, in der es für jeden Gegner unangenehm ist, gegen uns und unsere Fans zu spielen." Einen echten Hexenkessel wünschen sich die "Zebras" also für diese besondere Partie, bei der im Vorfeld der THW Kiel zwischen die Mühlen der Verbände geraten war, auch Pick Szeged alle Lösungsmöglichkeiten für den Termin-Hickhack abgelehnt hatte und am "grünen Tisch" das Heimrecht im Rückspiel zugesprochen bekam. Das Hinspiel in der Sparkassen-Arena wird um 19 Uhr angepfiffen und von Sky live übertragen, im Vorverkauf und an der Abendkasse gibt es noch Tickets.

Nach 2015 und 2016 stellt sich MOL-Pick Szeged zum dritten Mal in der Sparkassen-Arena in einem K.o.-Spiel der europäischen Königsklasse vor. Anders als in den Jahren zuvor ist die erste Partie allerdings das Hinspiel: Normalerweise hätte der ungarische Vizemeister auch in dieser Serie zum Rückspiel nach Kiel reisen müssen, nach dem Termin-Hichhack zwischen den Verbänden bekam Szeged allerdings das Heimrecht im Rückspiel geschenkt. Für die Kieler geht es am Mittwoch also daraum, sich eine möglichst gute Ausgangslage für die zweite Achtelfinal-Begegnung am Ostersonntag zu verschaffen.

Dabei werden die "Zebras" auch sportlich ein dickes Brett zu bohren haben. Denn Trainer Juan Carlos Pastor hat sein Team auf einigen Positionen verändert, die Struktur eines gesunden Kollektivs blieb aber erhalten. Mit Schlussmann Jose Manuel Sierra, Linksaußen Jonas Källman, den Rück-raumspielern Thiagus Dos Santos, Alen Blazevic, Balint Fekete, Zsolt Balogh und Kreisläufer Mark Hegedüs sind allerdings nur noch sieben Akteure aus dem Duell von 2016 dabei.Dazu kamen mit dem Bundesliga-erfahrenen Ex-Rhein-Neckar-Löwen Stefan Sigurmannsson (Aalborg HB) als Källman-Back-up und dem Russen Dmitri Schitnikow (Orlen Wisla Plock) lediglich zwei weitere Akteure dazu. Erstrangiges Ziel: Der Klub will wieder einen Titel im eigenen Land gewinnen. Das gelang zuletzt im Pokal 2008.

Und natürlich wollen die Ungarn bei ihrer 16. Teilnahme an der "VELUX EHF Champions League" wie im Vorjahr mindestens das Viertelfinale erreichen. Im April 2017 verpasste die Mannschaft des spanischen Coaches Juan Carlos Pastor nur knapp gegen Paris Saint-Germain die erste Teilnahme am "VELUX EHF Final4" und war bis zum Remis der Kieler an der Seine die vorerst letzte Mannschaft, die einen Punkt aus Paris mit nach Hause nehmen konnte. In dieser Spielzeit sorgte Pick Szeged in der Königsklasse einige Male für Aufsehen. Vor allem in der extrem lauten "Varosi Sportcsarnok", die 3.200 enthusiastischen Fans Platz bietet, ist der ungarische Vizemeister eine Macht. So gewannen die Magyaren beispielsweise gegen den Rekord-Champion FC Barcelona zu Hause mit 31:28, und selbst dem Titelverteidiger Vardar Skopje (26:26) gelang kein Sieg in der drittgrößten Stadt Ungarns.

Aber auch auf fremdem Terrain ist die erfahrene Mannschaft des kommenden THW-Gegners gefährlich, wie die Rhein-Neckar Löwen schmerzhaft erfahren mussten: Mit 35:37 verlor der deutsche Meister vor eigenem Publikum gegen Pick Szeged, das im finalen Gruppenspiel einmal mehr das Star-Ensemble aus Barcelona an den Rand einer Niederlage brachte. Am Ende retteten die Katalanen einen 28:27-Erfolg über die Zeit. Für mehr Selbstvertrauen dürfte allerdings der Erfolg gegen den größten Rivalen Telekom Veszprem gesorgt haben: Am 10. März siegte der "ewige Zweite" Szeged in der Höhle des Löwen mit 32:31. Es war neben der ersten Saisonniederlage für das Team von Trainer Ljubomir Vranjes zugleich die erste Heimpleite für Veszprem in der eigenen Liga seit zehn Jahren. Voller Euphorie sagte Trainer Pastor: "Ich hoffe, dass wir viele dieser Spiele spielen werden, nicht nur in der ungarischen Liga. Heute war ein großes Spiel, vielleicht eines der besten der Welt."

Bekanntester Akteur der Ungarn ist ein Schwede: Der inzwischen 36-jährige Jonas Källman, der 2006, 2008 und 2009 mit Ciudad Real die Königsklasse gewann und dabei mehrfach auch den THW Kiel bezwang, gehört mit seiner Abwehr- und Abschlussstärke zu den Leuchttürmen in Juan Carlos Pastors Team. Dieses baut im Tor ebenfalls auf Erfahrung: Jose Manuel Sierra (39 Jahre), Weltmeister 2013 mit Spanien und ebenfalls dreifacher Champions-League-Sieger, sowie Ex-Kielce-Keeper Marin Sego (32), der 2016 mit den Polen in der Königsklasse triumphierte, sind der große Rückhalt von Pick Szeged. Mit Szabolcs Zubai, Matej Gaber und Bence Banhidi bilden gleich drei Kreisläufer einen massiven Mittelblock. Auch der ehemalige Rhein-Neckar-Löwe Sergej Gorbok, mittlerweile auch schon 35 Jahre alt, kann im Szegediner Abwehr-Verbund ordentlich Beton anrühren. Im Angriff sorgt ein Ungar für ordentlich Betrieb in der gegnerischen Defensive: Linkshänder Zsolt Balogh ist mit 57 Treffern Szegeds erfolgreichster Königsklassen-Torschütze, vom Kreis ist Benhidi (41) erfolgreich, während sich auf Halblinks Richard Bodo (41) , Gorbok (25 Tore) oder der Brasilianer Thiagus dos Santos (17) die Arbeit teilen. Auf Linksaußen wirbelt neben Källman, der aktuell mit 41 Treffern ebenfalls zu den besten Szeged-Torschützen gehört, der Isländer Stefan Sigurmansson (35 Tore), der einst ebenfalls für die Mannheimer Löwen in der Bundesliga spielte. Auf der Mitte setzt Pastor auf einen Neuzugang: Dmitry Zhitnikov kam vor dieser Spielzeit von Orlen Wisla Plock und spinnt neben dem slowenischen Nationalspieler Stas Skube die Fäden im Angriffsspiel der Ungarn. "Das ist eine sehr erfahrene, eingespielte Mannschaft, die richtig stark ist", weiß THW-Trainer Alfred Gislason um die Stärken der Ungarn.

Die Mannschaft und Fans des THW Kiel haben sich den Weg in die Runde der besten 16 Teams Europas hart erarbeitet, und genau so soll am Mittwoch die Tür zum Viertelfinale mit einer starken Leistung geöffnet werden. Das Rückspiel findet nun zwar in Ungarn statt, aber in den 60 Minuten in Kiel wollen sich die Zebras eine möglichst gute Ausgangsposition erkämpfen, um am Ostersonntag durch eben diese Tür stürmen zu können. Dafür zählen Kapitän Domagoj Duvnjak und seine Mitspieler auf eine besonders lautstarke Unterstützung von den Rängen - von der ersten bis zur letzten Minute. "Wir brauchen am Mittwoch gegen diesen starken Gegner die Emotionen der 'weißen Wand", hofft Duvnjak auf einen echten Hexenkessel. Allen Widrigkeiten zum Trotz müssen am Mittwoch alle alles geben, um die "Zebras" mit einer ordentlichen Portion Rückenwind nach Ungarn reisen zu lassen. „Natürlich ist es ein Nachteil, dass wir unser Heimrecht tauschen mussten. Aber wir hoffen, dass unsere Fans uns gerade in dieser schwierigen Situation noch lauter unterstützen werden" sagt Patrick Wiencek. "Denn nur dann wird aus dem Nach- wieder ein Vorteil. Unser nächstes Ziel in der Königsklasse ist und bleibt das Viertelfinale!"

Für das Spiel, das um 19 Uhr von den serbischen Unparteiischen Nenad Nikolic und Dusan Stojkovic angepfiffen und vom norwegischen EHF-Delegierten Per Morten Sodal regeltechnisch betreut wird, sind noch Karten in allen Kategorien verfügbar. Tickets ab 14,50 Euro gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im Ticketcenter der Sparkassen-Arena, bei CITTI, in der KN-Kundenhalle, in den famila-Märkten, im THW-Online-Ticketshop, unter der Hotline 01806 / 300 234 (gebührenpflichtig) und an der Abendkasse. Die K.o.-Runde steht an, die weiße Wand macht sich bereit: Auf geht's Kiel!

Ergebnisdienst Pokal

18.08.2018 00:00
DHB-Pokal, 1. Runde
  
TSV Bayer Dormagen - Northeimer HC 0 : 0
  
Handball Hannover-Burgwedel - Eintracht Hildesheim 0 : 0
  
HSG Ostsee N/G - TBV Lemgo 0 : 0
  
TVB 1898 Stuttgart - DJK Rimpar Wölfe 0 : 0
  
HSG Nordhorn-Lingen - SG Flensburg-Handewitt 0 : 0
  
Dessau-Roßlauer HV - TuS Spenge 0 : 0
  
TSG Haßloch - HBW Balingen/Weilst. 0 : 0
  
EHV Aue - HSG Rodgau Nieder-Roden 0 : 0
  
HC Rhein Vikings - MT Melsungen 0 : 0
  
VfL Gummersbach - SG Leutershausen 0 : 0
  
THW Kiel - TuSEM Essen 0 : 0
  
SC Magdeburg - VfL Lübeck-Schwartau 0 : 0
  
TV Emsdetten - TUS N.-Lübbecke 0 : 0
  
Die Eulen Ludwigshafen - VfL Pfullingen 0 : 0
  
TuS Ferndorf - SG Schalksmühle-Halver 0 : 0
  
TV Großwallstadt - HSG Wetzlar 0 : 0
  
VfL Potsdam - Wilhelmshavener HV 0 : 0
  
Longericher SC Köln - ThSV Eisenach 0 : 0
  
SV Salamander Kornwestheim - HSC 2000 Coburg 0 : 0
  
SG BBM Bietigheim - HSG Hanau 0 : 0
  
TV 05/07 Hüttenberg - HC Elbflorenz Dresden 0 : 0
  
Mecklenburger Stiere Schwerin - TSV Altenholz 0 : 0
  
Oranienburger HC - Füchse Berlin 0 : 0
  
HG Saarlouis - Bergischer HC 0 : 0
  
HSG Krefeld - ASV Hamm-Westfalen 0 : 0
  
TSB Heilbronn/Horkheim - HG Oftersheim/Schwetzingen 0 : 0
  
HSV Hamburg - TSV GWD Minden 0 : 0
  
Leichlinger TV - SC DHfK Leipzig 0 : 0
  
FA Göppingen - HSG Konstanz 0 : 0
  
HC Erlangen - MSG Groß-Bieberau/Modau 0 : 0
  
TSV Hannover-Burgdorf - VfL Eintracht Hagen 0 : 0
  
Rhein-Neckar Löwen - TuS Fürstenfeldbruck 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 23.07.2018 15:55:28
Legende: ungespielt laufend gespielt