Hammerharte Aufgabe gegen Montpellier HB

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Am Mittwoch um 19 Uhr in der FLENS-ARENA und am Sonntag, 29. April, geht es um den Einzug ins VELUX EHF FINAL 4. Montpellier HB und die SG Flensburg-Handewitt, beides seit über zwei Dekaden Vertreter des europäischen Spitzenhandballs, buhlen um einen der vier begehrten Plätze.

Für die SG wäre es die zweite Teilnahme an der Endrunde in Köln nach 2014, für Montpellier HB eine Premiere.

Die Historie dieses Duells, das seit 1997 immerhin zum sechsten Mal aufgelegt wird, ist bemerkenswert. Legendäres ereignete sich im März 2005. Das Viertelfinal-Hinspiel hatte die SG desaströs mit 22:36 in Montpellier verloren. Eine Woche später ein ganz anderes Bild: 70 Sekunden vor Ultimo erzielte Christian Berge tatsächlich das 32:18 für die SG. Die „Hölle Nord“ tobte vor Begeisterung. Das Handball-Wunder schien perfekt. Die Referees gaben den Franzosen einen letzten Neunmeter. Ausgerechnet der bis dahin so blasse Grégory Anquetil war auserkoren, das 32:19 zu markieren. Die SG war draußen.

Vor zwei Jahren kribbelte es vor Spannung in der „Hölle Nord“. Letztendlich nutzte die SG die gute Vorgabe des Hinspiel-Erfolgs. 31:30 hieß es nach 60 Minuten gegen Montpellier HB, 59:57 stand es in der Endabrechnung beider Partien. Damit zogen die Hausherren in das Viertelfinale der VELUX EHF Champions League ein. Diesmal soll es eine Runde weitergehen. SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke: „Unser Ziel ist klar und besteht nur aus vier Buchstaben: Köln.“

Am Mittwoch um 19 Uhr in der FLENS-ARENA und am Sonntag, 29. April, geht es um den Einzug ins VELUX EHF FINAL 4. Montpellier HB und die SG Flensburg-Handewitt, beides seit über zwei Dekaden Vertreter des europäischen Spitzenhandballs, buhlen um einen der vier begehrten Plätze. Für die SG wäre es die zweite Teilnahme an der Endrunde in Köln nach 2014, für Montpellier HB eine Premiere. „Die Mannschaft wird Gas geben und richtig brennen“, kündigt SG Trainer Maik Machulla an. „Wir wissen, dass wir zwei Spiele bestreiten müssen, wollen nun erst einmal das erste gewinnen.“

Die Vorfreude ist in der SG Familie zu spüren – und auch im Umfeld. Die Geschäftsstelle vermeldete am Dienstagmittag, dass 4500 Karten vergriffen sind. „Die Nachfrage ist stark, aber noch gibt es in allen Kategorien Tickets“, sagt SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Wir brauchen eine volle Halle, dieses Spiel ist so immens wichtig.“ In dasselbe Horn stößt Maik Machulla: „Die Hölle Nord muss ihrem Namen gerecht werden, wir alle müssen zusammenhalten.“

Er fing die letzten Tage fast bei null an, saß zu Analyse-Zwecken noch mehr vor dem Computer als sonst. „Die französische Liga ist in Deutschland naturgemäß nicht so präsent“, erklärt der Coach. „Wir bekommen es nicht mit Spielern zu tun, auf die man im Alltag trifft.“ Inzwischen ist das Grundmuster von Montpellier HB erarbeitet. Allerdings gehört zur Philosophie des französischen Tabellenführers auch eine große Variabilität. Dafür verantwortlich ist Patrice Canayer, der seit 1994 das Traineramt in Südfrankreich ausübt – also schon ewig.

Sein Kader ist mit vielen Klasse-Handballern gespickt, sodass es schwer fällt, einige hervorzuheben. Eine „richtige Kante“ (O-Ton Maik Machulla) ist Kreisläufer und Abwehrstütze Ludovic Fabregas. Der Argentinier Diego Simonet besitzt ein sehr gutes Spielverständnis und erzielte beim Achtelfinal-Coup gegen Barcelona das alles entscheidende Tor. Besonders stark ist die Linkshänder-Fraktion. Dazu zählen der routinierte Slowene Vid Kavticnik, der agile Valentin Porte und der junge Linkshänder Melvyn Richardson, Sohn des legendären Jackson Richardson. „Das ist schon komisch, dass ich jetzt schon die Söhne derjenigen Spieler, gegen die ich früher selbst gespielt habe, analysieren muss“, schmunzelt Maik Machulla.

Karten-Situation. Es gibt noch Sitzplatz- und Stehplatz-Tickets, und zwar im SG-Online-Shop, im Scandinavian Park Handewitt, im Angelner Autohuus und an der Tageskasse. Die SG Tickethotline ist erreichbar unter: 01806-997718 (0,20 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,60 €/Min.

Fernsehen. Der Pay-TV-Sender „Sky“ steigt um 18.30 Uhr in die Berichterstattung ein.

Hallen-Öffnung. Die FLENS-ARENA öffnet um 17.30 Uhr.

Schiedsrichter. Matija Gubica und Boris Milosevic (Kroatien).

EHF-Delegierter. Gunnar K. Gunnarsson (Island).

Statistik. Beide Teams standen sich seit 1997 in insgesamt zehn Begegnungen gegenüber. Die SG siegte sechs Mal, verlor nur zwei Mal. Das Torverhältnis lautet 273:272.

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05.05.2018 00:00
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Letzte Aktualisierung: 23.04.2018 05:21:58
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