Vergeblich nach Stabilität gesucht

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Wie gewonnen, so zerronnen: Die SG Flensburg-Handewitt verlor ihr erstes Heimspiel in der VELUX EHF Champions League und muss sich in der Staffel B mit 2:2 begnügen. Das Endergebnis gegen den HC PPD Zagreb lautete 29:31 (16:16).

Jeder Angriff ein Treffer – die Anfangsphase gehörte den Offensivreihen. Bei der SG tat sich zunächst besonders Lasse Svan hervor. Beim 4:3 hatte er bereits zum dritten Mal eingelocht. Allerdings ließ auch Zagreb keinen Wurf aus. Der ungewohnte Mittelblock mit Anders Zachariassen und Simon Hald in der Verantwortung musste sich noch formieren. Als sich bei der SG einige technische Fehler einschlichen, zog der kroatische Meister auf 5:9 davon.

Maik Machulla legte früh seine erste grüne Karte auf den Kampfrichtertisch – und wechselte früh seine Torhüter. Torbjörn Bergerud kam nach dem Team-Timeout und setzte schnell erste Akzente. Dennoch war es ein hartes Stück Arbeit, den Rückstand aufzuholen. Zagreb zog ihr Offensivspiel bis an die emotionale Schmerzgrenze und operierte bisweilen auch mit sieben Feldspielern. Die Zuschauer spendeten eifrig stehende Ovationen. Rasmus Lauge verkürzte mit einem Hatrick auf 10:12. Holger Glandorf steckte auf Anders Zachariassen durch, der das 11:13 markierte. Erst unmittelbar vor der Pause lag die SG wieder gleichauf: Hampus Wanne schloss einen Gegenstoß ab. Nochmals eroberte die SG Ball. Es blieben noch 20 Sekunden, aber mehr als ein Freiwurf sprang nicht heraus. Wobei: Für Simon Jeppsson wäre die schmale Lücke zwischen fünfköpfiger Mauer und Zagrebs Gehäuse fast genug gewesen. Der Ball knallte an die Latte – ein staunendes Raunen im Rund.

Nach Wiederbeginn legte die SG einen Fehlstart hin. Fast acht Minuten glückte ihr kein Erfolgserlebnis. Auch eine tollkühne Parade von Torbjörn Bergerud gegen Leon Susnja und die Unterstützung konnte die Hausherren zunächst nicht auf Kurs bringen. Dann erblickte Jim Gottfridsson ein breites Scheunentor in der HC-Deckung. Zum Glück war Zagreb noch nicht allzu weit enteilt. „Jetzt geht`s los!“, skandierten die Ränge.

Blockwechsel im Abwehrzentrum: Tobias Karlsson und Johannes Golla packten die Defensivarbeit nun gemeinsam an. Richtig in Schwung kam die SG an diesem Abend nicht und rannte permanent einem Rückstand hinterher. Zu oft waren die Schützen gegen Zagrebs Keeper Urh Kastelic nur Zweiter Sieger.

SG Flensburg-Handewitt – HC PPD Zagreb 29:31 (16:16)

SG Flensburg-Handewitt: Buric (bis 13., Bergerud (11 Paraden) – Karlsson, Golla, Hald, Glandorf, Svan, Wanne, Jeppsson, Jøndal, Steinhauser, Zachariassen, Gottfridsson, Lauge, Baijens, Rød


HC PPD Zagreb: Kastelic (13 Paraden) – Ereš, Vistorop, Mrakovcic, Lučin, Bozić-Pavletić, Kontrec, Burić, Sršen, Horvat, Susnja, Potočnik, Jotić, Ravnić, Mandić, Hrstić, Vuglač, Bičanic, J. Vekić

Schiedsrichter: Raluy Lopez/Sabroso Ramirez (Spanien);

Zuschauer: 4000

Spielverlauf: 1:0 (1.), 2:2 (3.), 4:3 (8.), 4:5 (8.), 5:5 (8.), 5:9 (12.), 6:10 (16.), 7:11 (17.), 9:11 (19.), 10:13 (21.), 12:14 (23.), 13:15 (25.), 14:16 (28.) – 16:19 (35.), 17:21 (41.), 19:41 (42.), 20:23 (43.), 21:25 (46.), 23:26 (49.), 23:28 (51.), 25:28 (54.), 26:30 (57.), 27:31 (59.)

 

 

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