Der erste europäische Heimsieg

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Der SG Flensburg-Handewitt glückte in der Gruppe B der VELUX EHF Champions League der erste Heimsieg. Am Abend schlug sie den HC Motor Zaporozhye mit 31:24 (13:11). Damit hat die SG nun eine ausgeglichene Bilanz von 4:4 Punkten.

Jim Gottfridsson, angeschlagen aus der Partie in Celje hervorgegangen, stand in der Startaufstellung und bewies gleich, wie wichtig er für die Mannschaft ist, indem er in den ersten Minuten traf, einen Assist setzte und einen Siebenmeter herausholte. Torbjörn Bergerud erhielt diesmal das Vertrauen im SG Gehäuse und entschärfte sofort einen Gegenstoß von Zaporozhye. Im Mittelblock begann Johannes Golla an der Seite von Tobias Karlsson. Es sah gut aus: Die SG legte gleich ein 4:1 vor. HC-Motor-Coach Patryk Rombel nahm bereits nach gut sieben Minuten eine erste Auszeit: Seine Schützlinge hatten bis dahin nur zwei Siebenmeter versenkt, aber noch kein Feldtor erzielt.

Bei der SG riss plötzlich der Faden verloren. Die Chancen-Verwertung sackte zwischenzeitlich auf ein mageres Niveau. Beim 7:9 hatte Maik Machulla genug gesehen und intervenierte mit seiner grünen Karte. Danach sorgte Torbjörn Bergerud mit einem gehaltenen Siebenmeter für einen Weckruf. Nun mischten Anders Zachariassen und Magnus Röd mit. Der Norweger setzte sich zum 11:10 durch. „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“, erschallte von den Rängen. Die SG bekam das Geschehen wieder unter Kontrolle. Die besten Angreifer des ersten Durchgangs, Jim Gottfridsson und Magnus Röd, warfen das 13:11 heraus. Unmittelbar vor der Pause hielt Torbjörn Bergerud einen Wurf von Aidenas Malasinskas. Reaktionsschnell schleuderte der SG Keeper den Ball auf das verwaiste Gehäuse des HC Motor. Doch der Ball schlug Sekundenbruchteile nach der Halbzeit-Sirene ein.

Lasse Svan eröffnete den Reigen des zweiten Abschnitts mit feiner Technik vom rechten Flügel. Die SG hielt den ukrainischen Meister zunächst auf Abstand. Beim 16:14 eine brenzlige Situation: Die Hausherren mussten über eine Minute lang eine doppelte Unterzahl überstehen. Die „Hölle Nord“ stärkte ihren Lieblingen den Rücken. Diese kassierten in dieser kritischem Phase tatsächlich keinen Gegentreffer. Torbjörn Bergerud kaufte Aidenas Malasinskas einen Strafwurf ab und parierte auch hervorragend gegen Kreisläufer Maxim Babichev. Party-Stimmung in der FLENS-ARENA!

Jim Gottfridsson manövrierte sich durch zum 18:15, humpelte dann aber zur Bank, wo er einige Minuten pausierte, ehe er zurückehrte. Zwischenzeitlich stellten seine Kameraden die Weichen auf Sieg. Mit einem Doppelschlag erhöhte Magnus Röd auf 20:16. Dann nahm Torbjörn Bergerud besondere Gratulationen entgegen: Er hatte aus dem eigenen Wurfkreis ins gegnerische Gehäuse getroffen. Die Halle skandierte nun seinen Namen. Die SG hatte nun alles im Griff und steuerte einem sicheren Sieg entgegen. Und Jim Gottfridsson meldete sich beim 26:20 noch einmal eindrucksvoll. „Super, Flensburg-Handewitt“, sangen die Fans. Die letzten beiden Tore gingen auf die Kappe des eingewechselten Dani Baijens.

SG Flensburg-Handewitt – HC Motor Zaporozhye 31:24 (13:11)

SG Flensburg-Handewitt: Bergerud (15/2 Paraden, 1 Tor) – Karlsson, Golla, Hald, Glandorf, Svan, Wanne, Jeppsson, Jøndal, Steinhauser (), Zachariassen, Gottfridsson, Lauge, Baijens, Rød

HC Motor Zaporozhye: Terekhov (bei einem 7m, ab 57.), Kireev (11 Paraden) – Buinenko, Kubatko, Babichev, Malasinskas, Pukhouski, Denysov, Dontsov, Kozakevych, Paczkowski, Horiha, Shynkel, Kasai, Kus, Pesevski, Soroka, Shelmenko, Tiutiunnyk

Schiedsrichter: Badura/Ondogrecula (Slowakei)

Zuschauer: 4000

Spielverlauf: 0:1 (2.), 4:1 (6.), 5:2 (11.), 5:5 (13.), 7:6 (14.), 7:9 (18.), 9:9 (23.), 11:10 (26.), 11:11 (28.) – 14:11 (33.), 15:13 (36.), 17:14 (40.), 18:16 (43.), 21:16 (46.), 23:17 (50.), 24:19 (52.), 25:20 (54.), 26:21 (55.), 28:21 (57.), 29:23 (58.), 30:24 (59.)

 

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