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Nur 29 Tore bei Bernburg gegen Oranienburg

(Foto: Stefan Blumberg)

3.Liga Nord-Ost
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Am 3. Spieltag der 3. Liga Nord-Ost der Männer hat es den Oranienburger HC erwischt. Beim SV Anhalt Bernburg verlor die Mannschaft am Sonnabendabend mit 13:16. Ein kurioses Ergebnis, welches auf die starken Abwehrleistungen beider Mannschaften und die Schwächen im Angriff zurückzuführen sind.

„Nach der Anfangsphase haben wir eigentlich ein ganz gutes Auswärtsspiel gemacht", konstatierte OHC-Trainer Silvio Krause. Der Bernburger Trainer Martin Ostermann konnte sich „nicht daran erinnern, dass er jemals solch ein Resultat nach 60 Minuten gesehen hat".

Nach neun Minuten führte der Gastgeber vor offiziell 203 Zuschauern schon mit 5:1, nach 15 Minuten mit 6:2. Da hatte Anhalt-Keeper Moritz Stemmler vier großartige Chancen des OHC vereitelt, jeweils einen Ball von den Außenpositionen und einen vom Kreis sowie einen Siebenmeter. Das war der Punkt, den Silvio Krause bemängelte: die schlechte Chancenverwertung. Mit halbhoch geworfenen Bällen machten es die Oranienburger dem Keeper leicht.

Der OHC stabilisierte sich. Den anfänglichen Rückstand egalisierte der Gast nach 21 Minuten (6:6). Das hatte aber auch mit OHC-Torwart Paul Porath zu tun, der so manchen Wurf entschärfte. Statt nachzulegen (Linus Dömeland frei durch), setzte sich Bernburg wieder im Handumdrehen ab (9:6) ab. Da befand sich das Spiel auch schon in der Schlussphase der ersten Halbzeit. Bis zum Pausenpfiff kam der Gast erneut heran (9:8).

In der zweiten Hälfte fielen noch weniger Tore (zwölf). Die Abwehrreihen agierten kompromisslos, die Torhüter hielten das gute Niveau, Pfosten, Latte wurden auch getroffen. Das spielerische Niveau war bescheiden. „Die Kreuzungen wurden nicht auf den Punkt gespielt", bedauerte Silvio Krause. Auf OHC-Seite lief im Positionsspiel nichts, im Tempospiel auch nicht.

Und das taktische Mittel mit dem Feldspieler ging nicht auf, da die Gäste von den Schiedsrichtern in regelmäßigen Abständen eine Zeitstrafe erhielten. „So konnten wir auch diese Variante kaum anwenden", so Silvio Krause, der seiner Mannschaft im Angriff „keinen guten Tag" bescheinigte, dem Schiedsrichtergespann eben so wenig. Martin Ostermann - der Bernburger Trainer - beurteilte den Auftritt der Unparteiischen etwas anders. „Das Gespann ist in der Liga neu, es muss sich erst noch zurechtfinden. Sie hatten nicht die stabilste Linie. Aber ich kann nicht sagen, dass eine Mannschaft benachteiligt wurde."

Beide Mannschaften spielten sich einsatzstark, aber wenig durchschlagskräftig durch die zweite Halbzeit. Innerhalb von 20 Minuten gelangen jeder Seite nur drei Tore (zum 12:11). Dass es eine torarme Begegnung werden würde, hatte sich schon längst abgezeichnet. Die Spieler beider Mannschaften überboten sich im Auslassen der Chancen. Beim OHC ließ die Power mehr nach als beim Gastgeber. Deshalb hätte sich OHC-Trainer Silvio Krause gern Kreisläufer Yannick Schindel auf die Platte gewünscht, der körperlich etwas in die Waagschale hätte werfen können. Auch Rückraumspieler Dominic Kehl hätte seinem Team mit Sicherheit gut getan (beide aus verschiedenen Gründen nicht im Kader).

Martin Ostermann beobachtete, dass seine Mannschaft mit mehr Emotionalität auf der Platte stand. Das sei aus seiner Sicht von Vorteil gewesen. Und Silvo Krause machte als Ursache für den Spielausgang die „zu vielen vergebenen Chancen aus".

Bernburg; Stemmler, Link - Simic (2), Friedrich (3), Ackermann (2), Schulze (2), Sliwka (2), Grafenhorst, Kolak, Coßbau, Grgic (3), Richter (2), Kuhl

Oranienburg: P. Porath, Twarz – Krai (2), Schmöker (3/3), Dömeland (2), Manderscheid, Müller (1), Pietsch (1), Scharge (2), Heil (1), Reineck (1), J. Porath, Heine

Text und Foto: Stefan Blumberg

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