Baggerseepiraten lassen gegen Leipzig nichts anbrennen

(Foto: Verein)

3.Liga Mitte
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Endlich waren bei der HSG Rodgau Nieder-Roden wieder alle an Bord. Nach langen Monaten, in denen verletzungsbedingt von fehlenden Spielern berichtet wurde, konnte am Wochenende endlich mal aus dem Vollen geschöpft werden.

Im Rahmen des Männer-Heimspieltages erlaubte man sich sogar den Luxus, Perspektivspieler wie Philip Wunderlich, Jannik Schneider und Sven Schultheis, die in der oben genannten Phase schon bei der „Ersten“ erfolgreich ausgeholfen hatten, zusammen mit dem Spielpraxis sammelnden Maverick Weiß in der Landesliga-Mannschaft zum Einsatz zu bringen. Verletzungsbedingt fehlte lediglich Michi Weidinger, der aufgrund hartnäckiger Fußprobleme noch geschont wurde.

Und trotzdem hatte Trainer Jan Redmann 16 Spieler zur Verfügung, die mit den zuletzt so erfolgreichen Sachsen zunächst reichlich zu tun hatten. Denn die Gäste machten in der Anfangsphase den frischeren Eindruck, wie Leipzigs Trainer Enrico Henoch im Trainergespräch anschließend auch bestätigte. Seine Mannschaft spielte bis zur 20. Spielminute richtig gut mit, legte meistens ein oder auch zwei Tore vor, bevor die Baggerseepiraten -gestützt auf den erneut überragenden Marco Rhein- wieder ausglichen.

Als Knackpunkt in der torarmen Begegnung hatte Henoch dann richtigerweise den Zeitraum um eben jene 20. Spielminute ausgemacht. Nach dem 9:10 konnte der erfolgreichste HSG-Torjäger Sam Hoddersen mit einem Doppelschlag das 11:10 und damit die erste Führung seit dem 1:0 erzielen. Der in der Deckung erneut bärenstark agierende Nicklas Geck mußte anschließend eine 2-Minuten-Zeitstrafe verbüssen, doch genau diese Phase überstanden die Baggerseepiraten ohne Gegentreffer. Bis zur Pause machte die Defensive der Redmann-Schützlinge die Schotten komplett dicht, um in der Folge durch den starken Florian Stenger und Timo Kaiser den 13:10 Halbzeitstand herzustellen.

Darauf wollten die Hausherren im zweiten Abschnitt aufbauen und dieses Vorhaben gelang bravourös: Das schnelle 14:10 durch Ketil Horn stellte die Weichen und über 17:12 , 19:13 und 21:14 lief man auf einen deutlichen und auch in der Höher verdienten Sieg zu, denn den Gästen ging nun jeglicher Glaube an sich selbst verloren. Die durch die kompromisslose Abwehrarbeit erzwungen Fehler nutzten Hoddersen & Co. gnadenlos aus, am Ende stand mit dem 27:17 der höchste Saisonsieg zu Buche.

Wichtig zu erwähnen ist noch, dass Trainer Redmann nahezu seinen kompletten Kader zum Einsatz brachte, sich fast alle in die Torschützenliste eintrugen und auch Marius Hildebrand, der in den letzten acht Minuten das Tor hütete, sich mit einigen Paraden auszeichnen konnte. Das honorierten auch die knapp 500 Zuschauer mit reichlich Applaus nach dem Abpfiff.

Der überzeugende Sieg gegen eine junge Mannschaft mit hochtalentierten, gut ausgebildeten Einzelspielern, brachte Trainer Redmann etwas ins Schwärmen: „Es ist fantastisch, was die Jungs Woche für Woche abliefern. Die Phase mit den vier Auswärtsspielen haben wir überragend gemeistert, das waren sehr reife Leistungen. Wenn ich mir anschaue, mit welchem Durchschnittsalter wir heute über weite Strecken agiert haben, wundert man sich schon fast selbst über die Abgezocktheit.“

Die mannschaftliche Geschlossenheit und der „Team-Spirit“ sind nach dem sechsten Sieg in Folge jedenfalls intakt. Vielleicht sind das auch auch die Mittel, mit denen man am kommenden Freitag dem Ausnahmeteam der 3.Liga Mitte, dem großen TV Großwallstadt, Paroli bieten kann.

Foto: Linksaußen Sam Hoddersen (8 Tore)

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