Endspiel um die Meisterschaft ?

3.Liga Mitte
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„Mehr Spannung geht nix“ – so hat es ein katalanischer Handballfan am vergangenen Wochenende kommentiert, als man ihm von der anstehenden Partie der Bagger-seepiraten gegen den vielfachen Deutschen Meister, DHB-Pokalsieger und Europacup-Champion erzählt hat – und das während der Champions League Begegnung „seines“ FC Barcelona gegen Zagreb.

Doch während das Spiel im Palau Blau Grana wenig spannend mit 32:23 für die Katalanen endete, ist beim Gastspiel der Churfranken im Rodgau noch richtig Musik drin, denn beide Mannschaften trennen nur drei Punkte. Die Aufgabe in Nieder-Roden ist wahrscheinlich die allerletzte große Hürde für den Spitzenreiter, denn bei einem Sieg würde der Abstand auf die Rodgauer und die SG Leutershausen schon 5 Punkte betragen. Zusätzlich hätte man beide direkte Vergleiche gewonnen.

Schon im Hinspiel in Elsenfeld war Spannung angesagt, die der TVG jedoch ab Mitte der ersten Hälfte eindrucksvoll abbauen konnte und am Ende deutlich und verdient mit 30:21 gewann. Aber aktuell stehen die Winde günstig für die Baggerseepiraten, die mit der Empfehlung von 6 Siegen in Folge (davon 4 in fremder Halle), nicht nur 12:0 Punkte auf ihr Konto geschaufelt haben. Vielmehr war es die Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist: Kontrolliert, souverän und teilweise richtiggehend abgezockt . Mit dermaßen Selbstvertrauen ausgestattet, geht man frei von jeglichem Druck in das „Endspiel“ und will nach dem Motto 7 auf einen Streich die Gunst der Stunde für einen weiteren Erfolg nutzen. Dabei kann Trainer Jan Redmann im Gegensatz zum Hinspiel personell aus dem Vollen schöpfen und will so dem TVG das Leben so schwer wie möglich machen.

Aber auch der Meisterschaftsfavorit vom Untermain ist glänzend in die Rückrunde gestartet und konnte nach der Niederlage in Leutershausen zuletzt fünf Spiele in Folge gewinnen. Dabei vertrauen Trainer Ralf Bader und Sportdirektor Maik Pallach ganz auf die Routine von Top-Torjäger Michael Spatz (mit 160 Treffern bester Schütze der Liga), dem slowenischen Spielmacher Marko Matijasevic, Shooter Mario Stark und Marcel Engels, aber auch Kreisläufer Dino Corak und Alexander Pfeiffer werden den Baggerseepiraten manche Nuss zum Knacken geben. In der Deckung agieren mit der kroatischen Neuverpflichtung Goran Bogunovic im Mittelblock sowie mit Jan-Steffen Redwitz der wohl beste Keeper der Liga und stellen schier unüberwindbare Bollwerke dar.

Doch HSG-Trainer Jan Redmann wäre nicht Jan Redmann, hätte er nicht auch für diese Herkulesaufgabe noch den ein oder anderen Kniff auf Lager. Als profunder Kenner der „Wällster“ wird er die Mannen um Kapitän Marco Rhein entsprechend einstellen und auf die wenigen Schwachstellen der Gäste hinweisen. Dass es diese durchaus gibt, mussten die Unterfranken in der Partie in Leutershausen leidvoll erfahren, als man schon zur Pause mit 16:11 im Hintertreffen war und am Ende mit 30:24 verlor. Und gerne erinnert man sich im Rodgau auch an das letzte Gastspiel des TVG im September 2017 zurück, als Linkshänder Henning Schopper mit dem Schlusspfiff den vielumjubelten Siegtreffer erzielte, der die Sporthalle an der Wiesbadener Straße in ein Tollhaus verwandelte.

Entsprechend gewarnt ist Großwallstadt und wird die Partie im Rodgau sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen, sind die Baggerseepiraten vor eigenem Publikum doch weiterhin noch unbesiegt. Und gerade auf das Publikum wird es ankommen, das die Mannschaft in den letzten Heimspielen immer wieder zu Höchstleistungen angestachelt hat.

Das Motto lautet: Alle in Rot und wie ein Mann hinter dem eigenen Team stehen – das wünschen sich alle Verantwortlichen für diese Partie, denn „mehr Spannung geht nix!“

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