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LSC gewinnt Krimi im Bergischen

Foto: Stefan Luksch

3.Liga Mitte
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In einem heiß umkämpften hochklassigen Drittligaspiel entführt der LSC 2 Punkte aus dem Bergischen und gewinnt am Ende etwas glücklich aber nicht unverdient mit 31:33. Im Vorfeld des Spiels wurde von beiden beteiligten Mannschaften ein enges Spiel vorausgesagt, es wurde ein echter Handball-Krimi.

Beide Teams agierten mit einer defensiv ausgerichteten 6-0-Deckungsfomation. Beide Angriffsreihen wussten aber zunächst zu überzeugen und kamen zu guten Wurfgelegenheiten. Nach ausgeglichener Anfangsphase schaffte es der LSC, durch Max Zerwas auf 3:6 davonzuziehen. Beim Stande vom 6:8 zeigten die Schiedsrichter Daniel Koenen die rote Karte, der bei einem Durchbruch einen Tick zu spät kam und den Panther-Angreifer am Hals traf. Ein harte, aber vertretbare Entscheidung. In Abwesenheit der Linkshänder Mestrum und Peters war Nico Pyszora der einzige fitte Linkshänder, Tim Hartmann übernahm für den Rest des Spiels Koenens Platz auf Rückraum Rechts. Der LSC agierte weiterhin schwungvoll und erhöhte die Führung auf 4 Tore Differenz und war nun tonangebend, verpasste bei 2 Lattentreffern gar die höhere Führung. Die Panther verkürzen in der letzten Spielminute von Halbzeit 1 gar noch auf 2 Tore Rückstand, beim 14:16 ertönte der Halbzeitgong.

Die Schlussminuten hatten die Panther bereits durch einen offensiv deckenden Halbverteidiger gegen den LSC-Rückraum Links versucht, den Rhythmus aus dem LSC-Angriff zu nehmen. Dies gelang zu Beginn der zweiten Hälfte immer besser, gepaart mit erfolgreichen Angriffsaktionen und einem Gegenstoß schafften es die Bergischen, innerhalb von wenigen Minuten nicht nur auszugleichen, sondern in der 37. Minute erstmals in Front zu gehen.

Beim 25:22 für die Heimmannschaft schien das Pendel zu Gunsten der Panther ausgeschlagen zu sein, der LSC antwortete jetzt mit dem 7. Feldspieler und schob die Abwehr dadurch wieder in den defensiven Verbund. Nun wurde man wieder sicherer und torgefährlicher, drei Tore in Folge glichen die Partie wieder aus, nun war völlig offen, wer am Ende die Nase vorn haben wird.

Kleinigkeiten werden nun das Spiel entscheiden, das war den Beteiligten in der Halle klar. 27:26 in der 49. Minute war dann die letzte Panther Führung, der LSC schaffte es nun, stets vorzulegen und konnte beim 28:30 gar mit 2 Treffern in Front gehen, 6 Minuten vor Ende glichen die Panther wieder aus. Nach dem 30:31 von Marian Dahlke schaffte Tim Hartmann einen immens wichtigen Ballgewinn, den er selbst per Gegenstoß zur 30:32-Führung zwei Minuten vor dem Abpfiff verwandelte.

Die Panther schafften den erneuten Anschluss, der LSC bracht den Folgeangriff nicht im Tor unter, so dass die Panther bei einer Restspielzeit von 45 Sekunden wieder in Ballbesitz kamen und die Chance zum Ausgleich hatten. Man wechselte ebenfalls den siebten Feldspieler ein, kam von Halbrechts zur Wurfgelenheit, der Ball prallte gegen den Außenpfosten. Die letzten Sekunden nutzte der LSC dann zum nicht mehr entscheidenden 31:33-Siegtreffer.

„Auswärtssieg“ hallte es durch die verstummte Max-Siebold-Halle, der LSC baute seine Bilanz gegen die Panther auf 5:1 Siege aus und distanzierte die Bergischen in der Tabelle auf 4 Punkte Abstand.
Der LSC steht, Stand Freitagabend, genau wie Dansenberg und Saarlouis mit weißer Weste und 6:0 Punkten da.

LSC-Linksaußen Max Zimmermann: „Es war irgendwie ein wilder Ritt heute. Ich denke es war spielentscheidend für uns, dass wir nach dem 3-Tore-Rückstand in der zweiten Hälfte ruhig geblieben sind und uns danach in der Defensive wieder etwas steigern konnten, im Angriff die 7-6 Überzahl recht ruhig und sachlich gespielt haben. Das haben wir unter der Woche trainiert, weil wir eine Abwehrumstellung durchaus erwartet hatten, es hat was gebracht. Wir sind zufrieden und wollen jetzt nachlegen.“

HSG BERGISCHE PANTHER – LONGERICHER SC KÖLN 31:33 (14:16)

LSC: Inzenhofer (1.-30., 39.-60.), Ruch (30.-39.), Koenen 2, Peters (ne), Zerwas 3, Pyszora 3, Hartmann 6, Lux (ne), Duckert (ne), Tomassini, Richartz (ne), Wolf, Zimmermann 6/3, Schulz 8/2, Johnen 2, Dahlke 3

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