26
Mo, Okt
33 New Articles

Der TSV-Motor läuft noch nicht ganz rund

Foto: Verein

3.Liga Süd
Tools
Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Die Vorbereitungsphase des TSV Blausteins neigt sich langsam dem Ende zu und auch der Saisonstart in der 3.Liga Süd rückt immer näher. Nachdem im ersten und zweiten Teil der Vorbereitung in denen die Verbesserung der Athletik und Ausdauer im Vordergrund stand und die Jungs um Cheftrainer Jan Behr mehrere Stunden die Woche auf ihren Laufstrecken rund um Blaustein und im Fitnessstudio verbrachten,

lag der Schwerpunkt im letzten Vorbereitungsteil vor allem auf der Verbesserung von taktischen und spielerischen Prozessen. Außerdem sollte das Team langsam wieder an die Wettkampfhärte gewöhnt werden.

Nach sechsmonatiger Spielpause war es dann endlich soweit. In der Lixsporthalle standen sich am Montag, den 7.9.2020 der TSV Blaustein und TSV Friedberg gegenüber. Auf dem Papier war das Spiel eigentlich eine klare Sache. In der Realität ergab sich aber leider ein anderes Bild. Die Jungs um Spielmacher Steffen Spiß waren zwar über die gesamte Spieldauer in Führung, konnten sich aber zu keinem Zeitpunkt wirklich absetzen. Zu hoch war die Anzahl der Fehlwürfe und die Fehlerquote im Angriff. Nichtsdestotrotz stand am Ende ein 27:24-Heimsieg auf der Anzeigetafel.
Danach ging es für die Jungs erstmal in den normalen Trainingsbetrieb zurück, um den Fehlerquellen, die im Testspiel gegen Friedberg signifikant waren entgegenzuwirken.

Leider ereilte das Team in dieser Woche gleich zwei Hiobsbotschaften. Kreisläufer Lukas Mäußnest zog sich im Training eine Schulterverletzung zu und Rückraumspieler Jannik Staiger brach sich den kleinen Finger und wird wohl knapp sechs Wochen ausfallen und so leider den Saisonstart am 3. Oktober verpassen.
In der nächsten Woche sollte das Trainerteam wenig Zeit für Details haben, da anstatt vier Trainingseinheiten nur eine Fitnesseinheit und drei Testspiele geplant waren: Am Dienstagabend, den 15.09.2020 stand man der TSG Söflingen im Ulmer Stadtderby gegenüber. Die Partie war lange sehr ausgeglichen. Vor allem die sehr offensive 3:2:1-Abwehr der Gäste stellte die Blausteiner vor einige Probleme. Zu oft suchte man zu früh den Abschluss und zu oft fehlte in der Abwehr die letzte Konsequenz und Härte. Signifikant waren vor allem die vielen Zeitstrafen. Ganze 26 Minuten spielte das Team in Unterzahl und musste daher häufig auf ein schnelles Umschaltspiel verzichten.
Auch deshalb blieb diese Partie bis in die letzten Minuten offen. Trotz vier Tore Führung fünf Minuten vor Schluss schaffte man es nicht, den Vorsprung in dieser Höhe über die Ziellinie zu bringen, sondern gab der TSG Söflingen sogar nochmals die Chance zurück in die Partie zu kommen. Das Team um Jan Behr setzte sich am Ende mit 25:24 durch.

Zufrieden konnte man mit diesem Ergebnis nicht sein. Auch im Test gegen die HSG Langenau/Elchingen am Tag darauf, war ein ähnliches Muster, wie schon in den Testspielen zuvor, zu erkennen. In vielen Situationen fehlt dem Team die letzte Konsequenz sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. So hatte man gegen die Handball-Spielgemeinschaft sogar das Nachsehen und verlor die Partie am Ende recht deutlich mit 26:29.

Langes Lamentieren war nach der Niederlage für das Team keine Option. Nach dem Motto Mund abwischen und weiter machen, trat man schon knapp 24 Stunden später die Reise nach Schwäbisch Gmünd an. Man wusste, dass auch diese Partie kein Zuckerschlecken werden würde. Immerhin hatten die Gmünder unter ihrem neuen prominenten Trainergespann Oprea/Prost schon Ligakonkurrenten Günzburg geschlagen. Den TSV Blaustein sollte ein ähnliches Schicksal ereilen.
Am Ende hatte man wie schon am Vortag das Nachsehen. In einem torreichen Spiel schaffte man es zu keinem Zeitpunkt eine Lösung gegen den starken Angriff der Gmünder zu finden. Die Abwehr war bisher eigentlich einer der Bausteine, der gut funktionierte. Gegen Langenau, als auch Söflingen machte vielmehr der Angriff Problem. Gegen Gmünd änderte sich das ganze schlagartig: Der Angriff lief wie aus einem Guss und am Ende erzielte man auch 37 Tor. Leider musste aber Torhüter Yannick Ruhland auch 39 Mal hinter sich greifen.

Unterm Strich können die Blausteiner zwei Siege und zwei Niederlagen verbuchen.
Die Testspiele waren vor allem für die Trainer sehr aufschlussreich. Nun gilt es bis zum 3. Oktober an den richtigen Stellschrauben zu drehen und die Problemfelder zu bearbeiten. Dennoch konnte man auch positive Schlüsse aus den Spielen ziehen. Die Neuzugänge können immer besser ins Team integriert werden und sind sowohl menschlich als auch spielerisch eine riesige Bereicherung für das gesamte Team. Und auch die Jugendspieler erhielten durch ihr vorbildliches Trainingsengagement ihre Einsatzzeiten.

 

Kommentar schreiben

Bitte halte Dich an die Regeln für Kommentare.

Sicherheitscode
Aktualisieren